Therapeutisches Reiten mit an Schizophrenie erkrankten Klienten. Ist das möglich? The next

Gut, feststellung des Tages, ich sollte mich mal wieder mit diesem Thema befassen. Ich habe im Internet ein Buch entdeckt über genau oben genannte Thema. Denke mir juhu welch Wunder, genial, endlich mal ein Fachbuch zu dem Thema woraus man was lernen kann. Habe mich dann letzen endes nicht einmal über den Preis von 12 € gewundert. Ich hab mich lediglich auch noch gefreut das es für ein Fachbuch so günstig ist. Aber promt als das Packet kam und ich es öffnete beschlich mich die Enttäuschung. Bei dem Buch, welches ich in der Hand hielt, handelte es sich erst einmal um ein Taschenbuch. Um ein sehr dünnes Taschenbuch um genau zu sein. Mit einer Seitenzahl von 19 Seiten. Unterschwelliger Zorn machte sich zusätzlich noch breit, 12 € für 19 Seiten? Da ist ja manch anderes Buch mit 100 Seiten günstiger als das. Titel weiter studiert….studieren trifft es gut. Es handelte sich um eine Studienarbeit. Geil. Ich wollte ein Fachbuch und keine Studienarbeit. Was will ich damit. Gut mal durchgeblättert und überflogen. Von den ersten Seiten bereits genervt, da es zwar mit der Krankheit Schizophrenie begann, jedoch sehr oberflächlich. Nun gut, was ziehe ich daraus? Ich werde mir wohl doch das Buch für gut 45€ oder so zulegen. Als Fachliterarisches Fachbuch. Vielleicht erfährt man ja daraus etwas mehr.

Um nicht vom Thema abzuschweifen und in weiteren Mutmaßungen des mich ärgerns zu versumpfen, bleibt mir wahrscheinlich in diesem Fall nicht anderes übrig als im Internet erst einmal etwas über das Thema zu suchen. Gibt man bei Google zum Beispiel etwas ein wie „Therapeutisches Reiten mit psychisch erkrankten Menschen“ bekommt man nich unbedingt das aufgetischt was man sich eigentlich so daraunter erhofft. Man bekommt zwar so die Einführungskisten vorgeschlagen wie Wikipedia, mit was ist therapeutisches Reiten überhaupt und so weiter. Das was sich halt grundsätzlich immer dann öffnet wenn man so theoretischen Krimskrams sucht. Wobei ich mich gerade Frage ob meine Zeilen, die ich eben verfassen, effektiv sind. Weil so wirklich aufs Thema komme ich ja auch nicht. Jeder Leser wird sich wahrscheinlich fragen, ja von was redet sie denn jetzt hier eigentlich?

Ja wir kommen ja schon zum Thema. Gibt man jetzt beispielsweise bei Google ein “ therapeutisches Reiten mit psychisch kranken Menschen“, bekommt man eine breite Palette an angeboten. Meist von irgendwelchen Höfen, die das höchstwahrscheinlich machen. Aber ich will ja grundsätzlich nicht wissen wo ich da hin gehen kann, wenn ich psychisch Krank bin und sowas machen will. Wobei natürlich ist sowas für die betroffenen wichtig, die nach sowas suchen. Aber ich möchte ja eigentlich Erfahrungsberichte lesen beziehungsweise wie das therapeutische Reiten bei Menschen mit eine psychischen Erkrankung ein und umgesetzt wird. In diesem Moment ganz speziell auf die Schizophrenie bezogen. Nun gut, öffnet man nun einen der Vorschläge, nehmen wir mal die Seite www.orenda-ranch.com erzählen die einem dann halt schon son bisi über reittherapie und so. Aber eigentlich nichts was ich nich schon wüsste. Schade. Sucht man weiter unten, findet man weitere Seiten von Höfen die zum Beispiel beschäftigungstherapien anbeiten. Also Arbeitstherapie für Klienten mit psychischen Erkrankungen zur wieder eingliederung. Also wieder nicht das was ich gesucht habe. Also mit oberflächlichen Kisten kommt man da aktuell nicht weiter. Ich vermute dies bedarf eindeutig einer intensieven suche im Internet um in den Tiefen dessen etwas zu finden, was dem Entsprich was ich suche.

Nun gut, aber warum kommt man mit oberflächlichen Suchbegriffen oder Suchanfragen so schlecht vorwärts? Wieso findet man zu so vielen Dingen immer sofort das was man sucht? In diesem Punkt fragt man sich dann, was es denn so schwer macht über das Thema therapeutisches Reiten mit psychisch Kranken, in diesem Fall mit schizophren erknrankten, zu finden? Liegt es vielleicht einfach daran, dass es vielleicht abschreckt? Manche es sich vielleicht auch nicht vorstellen können mit psychisch Kranken zu arbeiten? Aber warum? Nun gut, es ist schon berechtigt sich darüber Gedanken zu machen. Es gibt ja daher nicht umsonst geschlossene Gruppen, forensische Einrichtungen, Beschlüsse zur Fixierung oder Unterbringung in einer geschlossenen Einrichtung. Also sind manche mit sicherheit nicht ganz ohne. Ist schon irgendwo klar. Es ist auch irgendwo vielleicht verständlich, dass manch einer vielleicht Angst um sein Pferd hätte, wenn da plötzlich eine zwielichtige Gestalt steht. Und man dann vielleicht Angst hat das der dem Pferd vielleicht schaden könnte. Klar. Aber gibt es nicht auch Menschen, die den Anschein machen normal zu sein und dann ausflippen? Aber was ist schon normal. Es wirft einige Fragen auf, aber ist jeder der psychisch vielleicht ein Problem hat, gleich ungehäuerlich angsteinflößend? Mancheiner vielleicht schon, aber wahrscheinlich auch nicht alle. Teilweise kommt jedoch was das Thema therapeutisches Reiten angeht, noch nicht viel rüber im Bereich arbeit mit psychisch Kranken. Wobei allgemein zwar schon eingies im Netz kursiert über therapeutisches Reiten, im Vergleich zu anderen Themen aber durchaus recht wenig.

Aber ich rede schon wieder zu viel drumrum. Ich versuche einfach jetzt mal einen Einstieg zum Thema zu finden. Wie wäre es denn zum Beispiel mit einem kurzen Einstieg in das Thema Schizophrenie? Guter Plan, damit wäre vielleicht schon mal ein Anfang gesetzt. Weiteres lässt sich ja noch leicht herausfinden. Naja leicht, schlechter Witz, sagen wir mal nach intensieveren Suchen in den Weiten des Internets wird sich hoffentlich doch noch irgendwann so das ein oder andere ergeben. Ansonsten werde ich selbst Buchautor über das Thema *lach*, Wunschdenken lässt grüßen 😉

Also, wo fangen wir an, Schizophrenie, ja, genau damit wollte ich anfangen.

Was ist Schizophrenie oder eine schizophrene Psychose?

Schizophrenie kann eine gravierende psychische Erkrankung darstellen, wird sie nicht früh genug erkannt und behandelt. Die Schizophrenie kann sich auf unterschiedliche weise äußern und gehört zu den „endogenen Psychosen“.

Als Psychosen werden Krankheitsbilder zusammengefasst, die mitunter mit Realitätsverlusst, Wahnvorstellungen, Störung des Denkens, der Sprache und der Gefühlswelt verbunden sind. Endogen bedeutet, dass die Erkrankung aus einer Anzahl von Faktoren „von innen“ heraus entsteht und das ohne erkennbare körperliche Ursache und ohne begründbaren Zusammenhängen mit Erlebnissen. Gekennzeichnte sind schizophrene Störungen allgmeine durch grundlegende und charakteristische Störungen von Denken und Wahrnehmung und durch inadäquate oder verflachte Affekte. Bewusstseinsklarheit und intellekutelle Fähigkeiten sind i.d.R. nicht beeinträchtig, wobei im Laufe der Zeit gewisse kognitive Defizite entwickelt werden können.

Schizophrenie wird häufig mit Persönlichkeitsspaltungen in Verbindung gebracht, was meint, dass der Erkrankte mehrere Persönlichkeiten in sich tragen würde, was allerdings ein Irrglaube in der Bevölkerung ist. Mit einer geminderten Intelligenz hat eine Schizophrenie auch nicht viel gemeinsam. Für einen Außenstehenden mag sich vielleicht ein Patient in einer aktuen Phase vielleicht scheinbar unsinnig verhalten, das scher nachvollziehbare Verhalten und Handeln des Betroffenen hat jedoch nichts mit einer geminderten Intelligenz oder deren Verlust zu tun. Vielmehr ist es das Ergebniss von Fehlwahrnehmunen und Fehlinterpretationen der Umwelt.

Unter 10.000 Menschen in Deutschland leiden etwa 25 Einwohner an einer Schizophrenie, diese Schätzung lässt sich im Großen und Ganzen auch auf andere Länder übertragen. Männer und Frauen sind gleich häufig betroffen, wobei die Krankheit bei Männern in der Regel früher ausbricht. Der Zeitpunkt der Ersterkrankung liegt bei Männern meist zwischen dem 15. und 25. Lebensjahr, bei Frauen im Durchschnitt etwas später zwischen dem 20. und 35. Lebensjahr. Etwa 20% aller betroffenen Frauen erkranken auch noch nach dem 40. Lebensjahr.

(http://www.neurologen-und-psychiater-im-netz.org/psychiatrie-psychosomatik-psychotherapie/erkrankungen/schizophrenie/was-ist-schizophrenie/)

Symptome

Aufgrund der unterschiedlichen Definitionen des Krankheitsbildes in Europa und den USA kam es zu deutlichen Unterschieden in den angegebenen Häufigkeiten; die Einführung eines einheitlichen Diagnosesystemes (ICD) führte zu einer einheitlicheren Diagnostik. In diesem System flossen in die Kriterien für Schizophrenie sowohl die Symptome der Schizophrenie nach Schneider als auch die Symptome der Schizophrenie nach Bleuler ein.

Die Ausprägung der Symptome und deren jeweilige Auswirkungen hängen bis zu einem gewissen Grad von der Persönlichkeit des Betroffenen ab. Die Symptome sind insgesamt sehr variabel; Patienten bleiben jedoch oft lange Zeiträume ihrem jeweiligen Symptom-Muster treu.

Positivsymptome

Als Positivsymptome bezeichnet man Übersteigerungen und starke Fehlinterpretationen des normalen Erlebens bis hin zu manifesten chronischen Halluzinationen. Sie können, je nach Schwere der Erkrankung, unterschiedliche Formen annehmen.

Schizophrenien mit überwiegend positiven Symptomen beginnen oft plötzlich, und es gibt oft vorher keine nach außen auffälligen Merkmale. Der Krankheitsverlauf ist hierbei eher günstig.

Charakteristische Positivsymptome sind inhaltliche Denkstörungen, Ich-Störungen, Sinnestäuschungen und motorische Unruhe. Typisch für die inhaltlichen Denkstörungen ist die Bildung eines Wahns. Häufig treten akustische Halluzinationen (Akoasmen) auf: Etwa 84 % der an einer schizophrenen Psychose Erkrankten nehmen Gedanken wahr, von denen sie meinen, deren Ursprung komme von außen. Sie hören z. B. Stimmen; befehlende (imperative) sind jedoch selten darunter. Häufig hingegen haben Betroffene den Eindruck, durch fremde Stimmen beleidigt zu werden. Ein solches Erleben kann für die Betroffenen allein und inmitten von Sätzen, die umstehende Menschen sagen, auftreten.

Für den Laien kann eine psychotische Schizophrenie an der Symptomatik eines Wahns erkennbar sein: Der Schizophrene besitzt dann eine argumentativ nicht angreifbare Überzeugung, in Geschehnisse verwickelt zu sein, die für andere nicht nachvollziehbar sind, unlogisch sind oder den Naturgesetzen widersprechen. Der Betroffene kommt beispielsweise zu dem Schluss, von Außerirdischen beobachtet zu werden, oder er hört Stimmen, die ihm Anweisungen geben. Im Zuge eines Verfolgungswahns kann die erkrankte Person zu der substanzlosen Überzeugung kommen, dass andere, z. B. der Nachbar, die Regierung usw., ihn schädigen wollen.

Zu den Ich-Störungen zählen Gedankeneingebung (Gedanken werden eingegeben und nicht selbst gedacht), Gedankenausbreitung (andere denken die eigenen Gedanken mit), Gedankenentzug sowie Gefühle, Handlungen oder Impulse, die als fremdgemacht empfunden werden.

Negativsymptome

Als Negativsymptome oder Minussymptome werden jene Einschränkungen des normalen Erlebens bezeichnet, die als früher vorhandene Persönlichkeitsmerkmale entfallen. Schizophrenien, die mit einer Negativsymptomatik einhergehen, beginnen oft schleichend, und der Krankheitsverlauf ist eher ungünstig. Mit zunehmender Krankheitsdauer verstärken sich üblicherweise die Negativsymptome.

Zu ihnen gehören dynamische Entleerung, kognitive Defizite sowie motorische Defizite, also etwa eine Reduzierung von Mimik und Gestik. Negativsymptome können schon Monate oder Jahre vor den akuten psychotischen Symptomen auftreten („Knick in der Lebenskurve“, „vorauslaufender Defekt“). Als initiale Symptome einer Schizophrenie treten sehr oft Schlafstörungen auf, nicht selten auch depressive Symptome.

Bei etwa zwei Dritteln der an Schizophrenie erkrankten Personen überdauern die Negativsymptome die Positivsymptome nach einem akuten Schub („schizophrener Defekt“, „Residualzustand“, „Residualsymptomatik“). Diese unterschiedlich ausgeprägten Einschränkungen führen zu Kontaktstörung, sozialem Rückzug und oft auch zu Invalidität. Ein gewisser Prozentsatz der an Schizophrenie Erkrankten entwickelt jedoch keine Residualsymptomatik.

„Dynamische Entleerung“: Dies kann einen Mangel an Motivation zu Aktivitäten mit resultierender Antriebsarmut, defizitäre Zukunftsplanung, bis hin zu weitgehender Perspektivlosigkeit umfassen. Im weiteren Sinne könnten auch depressive Symptome hier zugeordnet werden. Oft kommt es zur typischen Affektverflachung. Die Betroffenen reagieren gemütsmäßig nur eingeschränkt auf normalerweise bewegende Ereignisse, erscheinen durch Erfreuliches wie Unerfreuliches wenig berührt. Die normale Schwingungsfähigkeit zwischen verschiedenen affektiven Zuständen (Freude, Neugier, Trauer, Wut, Stolz …) geht verloren.

„Kognitive Defizite“: Das Denken wird kurzschrittig; mehrschichtige Zusammenhänge werden in ihrer Komplexität nicht mehr begriffen. Das Schreiben von Texten, die mehrgliedrige Kausalverkettungen enthalten, gelingt nicht mehr („Verkürzung der Spannweite des intentionalen Bogens“). Der sprachliche Ausdruck verarmt. In zugespitzten Fällen können Perseveration (stereotypes Wiederholen eines Wortes oder Gedankens) oder Idiolalie auftreten.

„Motorische Defizite“: Die Mimik, aber auch das Bewegungsspiel für Gestik, ist reduziert. Motorische Einengung kann auch Spracharmut (Alogie) umfassen. Diese Defizite lassen den Erkrankten oft abweisend oder kontaktgestört erscheinen. Diese Distanz lässt sich durch Zuwendung überbrücken, die von den Erkrankten in der Regel dankbar angenommen wird, auch wenn sie das durch Mimik und Gestik nicht zeigen können. Die Verarmung der Psychomotorik lässt die affektive Resonanz stärker beeinträchtigt erscheinen, als sie ist. Werden die Patienten also nicht gerade während eines verfestigten Wahnzustands angesprochen, sind sie zumeist empfänglich für Empathie.

Nach Abklingen einer akuten Krankheitsphase bei einer schubförmig verlaufenden Schizophrenie folgt gelegentlich eine vorübergehende depressive Episode („depressive Nachschwankung“). Unterschieden werden sollte zwischen echten Negativsymptomen und den Nebenwirkungen der Therapie mit einem Neuroleptikum. Die Nebenwirkungen von Neuroleptika können das Vorliegen einer Negativsymptomatik imitieren.

(gefunden auf: https://de.wikipedia.org/wiki/Schizophrenie)

Ursachen für Schizophrenie

Wie eine Schizophrenie entsteht, ist bis heute nicht abschließend geklärt. Man nimmt ein Zusammenspiel von unterschiedlichen Faktoren (Genetik, Umweltfaktoren, biographische Faktoren und viele mehr) bei der Entwicklung und dem Fortbestehen der Krankheit an. Menschen, die an einer Schizophrenie erkranken, sind vermutlich empfindsamer gegenüber Innen- und Außenreizen. Bereits vor Beginn der Erkrankung besteht bei ihnen eine geringere Toleranz gegenüber seelischen, körperlichen und biografischen Belastungsfaktoren. Diese besondere Verletzlichkeit (Vulnerabilität) spielt bei der Auslösung und Aufrechterhaltung der Störung eine Rolle. Zu den möglichen weiteren Risikofaktoren/Ursachen gehören:

Genetische Vorbelastung

Menschen mit Verwandten, die an Schizophrenie erkrankt sind, haben nachweislich ein höheres Erkrankungsrisiko. Etwa 50% der Kinder, von Menschen, die an Schizophrenie erkrankt sind, zeigen psychische Auffälligkeiten und 12% erkranken an einer Schizophrenie (gegenüber einem Lebenszeit-Erkrankungsrisiko von ca. 0,5 bis 1% in der Allgemeinbevölkerung). Vererbung spielt aber keine ausschließliche Rolle, denn 80% der Schizophrenien treten bei Patienten ohne weitere Erkrankungsfälle in der Familie auf.

Biochemische Ursachen & veränderte Gehirnstruktur

Das Gehirn besteht aus Milliarden von Nervenzellen, die durch komplizierte Stoffwechselprozesse miteinander in Verbindung stehen. An diesen Stoffwechselvorgängen sind eine Reihe von chemischen Substanzen (Botenstoffe) beteiligt. Ein Ungleichgewicht dieser Botenstoffe und damit verbundene Störungen in der Informationsverarbeitung verursachen vermutlich zusammen mit anderen Faktoren die Symptome der Schizophrenie. Eine der wichtigsten chemischen Substanzen in Bezug auf schizophrene Erkrankungen ist das Dopamin. Neuere Forschungsergebnisse weisen darauf hin, dass auch weitere Botenstoffe (vor allem Glutamat) an der Erkrankung beteiligt sind. Der aus dem Gleichgewicht geratene Stoffwechselvorgang im Gehirn ist auch der Ansatzpunkt für die medikamentöse Behandlung. Neben diesen Stoffwechselstörungen im Gehirn weisen Betroffene auch veränderte Gehirnstrukturen (z.B. Auffälligkeiten im limbischen System, welches u.a. für emotionales Verhalten verantwortlich ist und eine geringere Anzahl von Neuronen, die im Gehirn Reize/Impulse weiterleiten) gegenüber gesunden Menschen auf. Dies belegen zahlreiche Studien mit unterschiedlichsten bildgebenden Untersuchungen des Gehirns (z.B. Computertomografie (CT), Magnetresonanztomografie (MRT), Positronen-Emissionstomografie (PET), Single-Photon-Emission-Computed-Tomography (SPECT)).

Familiäre, soziale Faktoren & Einfluss belastender Lebensereignisse

Früher wurden als mögliche Ursachen einer Schizophrenie auch bestimmte Beziehungs- und Kommunikationsmuster in der Familie, Erziehungsstile und belastende Lebensereignisse diskutiert. Die Beteiligung von familiären und sozialen Faktoren an der Verursachung schizophrener Erkrankungen konnte jedoch wissenschaftlich nicht belegt werden. Man kann einer falschen Erziehung also nicht die Schuld an der Erkrankung geben. Gesichert ist aber, dass die Art der Kommunikation in der Familie den Verlauf der Erkrankung beeinflussen kann. Wichtig ist auch, dass die beobachteten Besonderheiten nicht Ursache, sondern Resultat der Erkrankung eines Familienmitgliedes sein können. So kann ein überbehütender Umgang dadurch erklärt werden, dass Eltern frühzeitig die psychische Verletzlichkeit und Erkrankungsbereitschaft des Kindes wahrnehmen und entsprechend schützend reagieren. Kritische Lebensereignisse (Ortswechsel, neue Partnerschaft/Trennung, Jobwechsel/Arbeitsplatzverlust) zählen nicht zu den eigentlichen Risikofaktoren, allerdings können sie die schizophrenen Anzeichen verstärken oder einen Rückfall begünstigen.

(gefunden auf: http://www.neurologen-und-psychiater-im-netz.org/psychiatrie-psychosomatik-psychotherapie/stoerungen-erkrankungen/schizophrenie-und-schizophrene-psychosen/ursachen/)

Diagnose

Wichtig ist eine sorgfältige Diagnose, da sämtliche Symptome einer Schizophrenie, also Positiv- wie Negativsymptomatik, auch durch Epilepsie oder andere Erkrankungen des Gehirns, Stoffwechselstörungen und durch den Konsum oder den Entzug von Drogen hervorgerufen werden können.

Als problematisch gilt, dass zwischen dem tatsächlichen Ausbruch der Krankheit und ihrer Diagnose eine erhebliche Zeitspanne liegen kann. Studien zeigen, dass erste Veränderungen schon fünf Jahre vor der ersten akuten Psychose zu beschreiben sind. Die erste Behandlung erfolgt durchschnittlich zwei Monate nach dem Beginn der ersten akuten Phase.

Zur Verkürzung dieser Zeit der unbehandelten Erkrankung wurden inzwischen sogenannte Früherkennungszentren eingerichtet, die u. a. über das Kompetenznetz Schizophrenie im Internet recherchiert werden können.

Vor allem im deutschen Sprachraum findet man auch noch die Einteilung der Symptome der Schizophrenie nach Bleuler in Grundsymptome und akzessorische Symptome sowie die Unterscheidung zwischen Symptomen ersten und zweiten Ranges nach Schneider.

Bleulers Konzept

Grundsymptome

formale Denkstörungen (v. a. Zerfahrenheit)

Störungen der Affektivität (v. a. Ambivalenz)

Antriebsstörungen

Autismus

akzessorische Symptome

Wahn

Halluzinationen

katatone Symptome

Schneiders Konzept

Symptome 1. Ranges

Wahnwahrnehmung

dialogisierende akustische Halluzinationen

Gedanken-laut-Werden

Gedankenentzug

Gedankeneingebung

Gedankenausbreitung

andere Beeinflussungserlebnisse mit dem Charakter des Gemachten

Symptome 2. Ranges

Wahneinfall

sonstige Halluzinationen (z. B. optisch, olfaktorisch)

Affektveränderungen

Ratlosigkeit

Heute folgt die Klassifikation von Erkrankungen aus dem schizophrenen Formenkreis der ICD-10 oder DSM-IV.

Diagnostische Leitlinien: Das ICD-10 führt neun Symptomgruppen ((a)–(i)) an. Von den festgestellten Symptomen müssen über einen Zeitraum von mindestens einem Monat (beinahe ständig) mindestens ein Symptom aus den Gruppen (a) bis (d) oder wenigstens zwei Symptome aus den Gruppen (e) bis (h) zutreffen. Die Gruppe (i) dient zur Diagnose der „Schizophrenia simplex“ (ICD-10 F20.6).

(gefunden auf: https://de.wikipedia.org/wiki/Schizophrenie)

Fazit

Fazit des heutigen Tages? Nun ja, ist schon alles sehr interessant. Allerdings bin ich persönlich der Meinung, dass vieles einfach sehr oberflächlich gehalten ist. Vorallem was das Therapie geschreibsel angeht. Es ist klar, dass therapeutisches Reiten einen sehr guten Effekt hat, vorallem für Menschen die Probleme z.B. im sozialen Bereich haben. Dennoch wird vieles nur grob beschrieben. Ich war vorallem von dem Buch enttäusch, welches ich mir gekauft habe. Nur sehr kurz beschrieben, nur sehr oberflächlich, kaum in die Tiefe gehend. Wirklich sehr schade, da es einfach ein sehr interessantes und tiefgehendes Thema ist. Aber es bedarf sehr langen und intensieven Suche im Internet und auch in FAchbüchern um tatsächlich das zu finden wonach man sucht.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s