Gebisslos reiten oder doch nicht?

Gebisslos reiten oder doch mit normaler Zäumung? Wieder mal diverse Fragen die man sich stellt. Abwechslung in den Alltag des Reitens bringen. Aber wie komme ich darauf? Trotz regelmäßigem Gebisswechsel habe ich festgestellt, dass meine Liebe ihre Trense nicht sonderlich gerne mag. Sie hasst sie regelrecht. Was tut Reiter nicht allles für ihren liebling. Wie bringen wir sie dazu, aufzuhören immer wieder an den Zügeln zu zupfen und zu versuchen mich aus dem Sattel zu hebeln? Sie scheint dies irgendwie professionel zu machen. Nun gut. Was tun. Wir wackeln also in das nächste Reitsportgeschäft, in der Hoffnung sie können mir vielleicht einen Gebisslosen Zaum verkaufen. Fehlanzeige. Falsch gedacht. Man konnte mir dort nicht das verkaufen was ich haben wollte. Einen richtigen gebisslosen Zaum, der gut anliegt und den man gut benutzen kann auch im Training. Antwort der Verkäuferin war, sie könne mir ein Knotenhalfter anbieten, aber damit könnte ich nie mit der richtigen Anlehnung reiten, es wäre halt für ab und zu mal zum bisi rumgondeln gut. Aber nicht für ein gutes bzw. effektives Training. Ich dachte mir in diesem Moment, naja sonderlich gut sortiert sind sie ja aktuell nicht. Sie lenkte dann aber ein und meinte ich könnte ja eine Trense umfunktionieren. Dass Gebiss weglassen und die Zügel da irgendwie an der Seite einbauen. Das würden angeblich viele so machen und wäre effektiver als ein Knotenhalfter, aber auch nicht ganz effektiv. Na toll. Jetzt werden wir hier schon zur Bastelfee oder wie? Gut dann kaufen wir vorerst mal doch das Knotenhalfter. Auf die Frage wie ich da jetzt meine Zügel hin mache, meinte sie nur ja ich muss sie da halt irgendwie fest machen. Ich könnte aber zusätzlich noch dazu passende Zügel kaufen oder gleich das Knotenhalfter kaufen, mit den eingearbeiteten Ringen und dazu passenden Zügeln, aber das würde dann 5 € mehr kosten. Ok, ok. Ich kaufe ja schon das Knotenhalfter mit den Ringen drin. Gut…gekauft und seit einiger Zeit in Benutzung. Sagen wir abwechselnd zur normalen Trense benuzten wir es. Fetstellung des Tages, es schien Zeitweise tatsache am Gebiss zu liegen. Die Abwechslung scheint meinem Pfertie doch irgendwo gut zu tun. Auf einmal ist die Trense kein Problem mehr, wenn wir ab und zu das Knotenhalfter zur Hand nehmen. Allerdings ist es auf dauer doch nicht ganz effektiv. Es liegt nicht so an wie eine Trense und verrutscht natürlich oft und viel. Wirkliches Training mit Anlehnung, fehlanzeige. Also brauchen wir doch was gescheites. So ne umfunktioniert Trense ist aber auch nicht das was man sich darunter vorstellt. Lala…eindeutig uncool. Also müssen wir uns doch wieder was überlegen. Düdeldü, so bestellt man halt doch mal ne runde bei Krämer. Nun gut…scheibe, die normale Größe die ich für mein Pfertie eigentlich passt, war irgendwie gleichzeitig zu groß und zu klein. OMG wie kann das denn sein!! Najaaa…schicken wir halt wieder zurück. Seither reiten wir doch wieder mit dem Knotenhalfter…aber so wirklich eine Alternative habe ich immer noch nicht gefunden, die ihr wirklich gut passt und mit der man effektiv und gut arbeiten kann.

Jetzt mal kurz zum Theorieteil der ganzen Sache. Was das ganze eigentlich für einen Effekt hat und so. Hab da mal bisserl was von Wiki zusammengesammelt 🙂

Gebisslose Zäumungen sind Alternativen zur Zäumung auf Trense oder Kandare. Sie werden beispielsweise in der Ausbildung junger Pferde verwendet und bei Pferden, die eine Verletzung im Maulbereich haben, im Maul übermäßig empfindlich oder übermäßig hart sind.

Bei manchen Freizeitreitern sind gebisslose Zäumungen beliebt, weil von ihnen vermutet wird, dass sie sanfter als Trensenzäumungen sind. Bei gebisslosen Zäumungen unterscheidet man zwischen jenen, die ohne Hebelwirkung auf Nase oder Genick wirken, und jenen, die mit durch Anzüge verstärkte Kraft auf Nase, Kinn und/oder Genick wirken, ähnlich wie eine Kandare. Das Pferd kann dem Zügeldruck jedoch nicht durch Nachgeben im Maul ausweichen. Die Kräfte werden je nach Zäumung unmittelbar auf den Nasenrücken oder das Genick übertragen, was eine besonders vorsichtige Zügelhandhabung notwendig macht.

Je nach Zielsetzung, Reiter und Pferd sind Zäumungen mit oder ohne Gebiss besser geeignet. Bei Dressurturnieren sind gebisslose Zäumungen nicht zugelassen, im Springen jedoch teilweise erlaubt. Darüber hinaus werden sie gerne von Wanderreitern verwendet, weil das Pferd in den Pausen ohne Gebiss fressen kann, ohne dass es abgezäumt werden muss.

Nähere Ausführungen zu den verschiedenen Gebisslosen Zäumen findet ihr unter

https://de.wikipedia.org/wiki/Gebisslose_Z%C3%A4umung

Bis die Tage!!!

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