Ein Tag im Stall Teil 2 [Gedanken][Überlegungen]

Was hat es mit Menschen mit Behinderung zu tun?

Nun gut, ich habe ja schon mal drüber philosophiert, wie so ein Tag im Stall bei mir abläuft. Was ich dort tue und was für Gedanken mir durch den Kopf geschossen sind. In kurzformat halt. Auch über Ziele oder Förderungen für Menschen mit Behinderung habe ich kurz gesprochen. Aber nur kurz. Weitere Ausführungen kommen nun. Wie gesagt, ich habe drüber Philosophiert was ich tue, wie es so ist und so weiter und sofort.

Aber was hat das ganze jetzt ernsthaft mit Menschen mit Behinderung zu tun. Ja überlegen wir mal weiter im Text. Wie gesagt, Aufgaben fallen ja viele an. Je nach dem wie schwer jemand beeinträchtigt ist, kann man verschiedene Aufgaben übergeben. Was denn überhaupt?

Füttern

Jaja, das Füttern zum Beispiel. Aber was gehört denn zum Füttern dazu? Nicht nur einfach mal bisi Heu rein stopfen und feddisch. Nene. Aktuell benutze ich ja Heunetze die Befüllt werden und in die Boxen kommen. Allerdings werden die ja für den Abend nicht gleich rein gehängt. Ist auch so ne Sache die man mitbedenken muss. Das heu ist ja sonst gleich futsch, wenn man es gleich rein hängt. Heißt der Mensch mit Behinderung muss dementsprechend mitdenken. Zusammenhänge erfassen können und umsetzten. Aber nicht nur das Heu rein stopfen gehört dazu. Meine Feststellung des Tages war zum Bleistift, dass die Heunetze inzwischen ziemlich Kaputt sind und es neuer Netze bedarf. Dies muss kontrolliert werden, also das Heunetz. Daraufhin sollte der entsprechende Mensch mit Behinderung in der Lage sein, dies mitzuteilen, damit neue bestellt werden können. Futterbestände können im selben Zug auch geprüft werden. Wie viel Heu haben wir noch? Ist noch genügend Stroh da, dass man zum Beispiel zwischen mischen kann? Muss man neu bestellen? Alles zusammenhänge die zusammengefügt und umgesetzt werden müssen. Mancheiner muss das lernen. Oder sollte es, selbst mancheiner der keine Behinderung hat.

Zum Teil wird auch ergänzungsfutter mit gefüttert. Was soll das jetzt schon wieder? Jaja, welche Aufgabe steht da dahinter? Jedes Pferd hat einen anderen Bedarf (meist in mg oder gramm) oder bekommt ein ganz anderes Ergänzungsfutter. Dementsprechend muss man im Kopf haben welches Pferd was bekommt und in welcher Menge. Konzentration und Zutrauen sind hier gefragt. Gut hat man es nicht im Kopf, könnte man es auch auf einem Plan festhalten, an welchem man sich Orientieren kann. Ich denke gerade bei mehreren Pferden bzw. Tieren die unterschiedliche Mengen bekommen wäre soetwas recht sinnvoll. Auch diese Vorräte müssen natürlich geprüft werden so wie dem, sagen wir mal Vorgesetzten gemeldet werden.

Die Boxen

Hä, die Box? Ja die Box! Das Dings in dem das Pferd drin steht. Sein Bett, Wohnzimmer oder Zuhause. Das Ding wo man ne Tür davor zu machen kann und wo Streu drin ist. Stroh oder Späne im Normalfall. Mir persönlich ist ja Späne am liebsten. Da können Bubi und Trampelienchen nicht durchgehend fressen. Außerdem saugt es ganz gut. Jaja. Aber dieses Ding, also die Box, muss regelmäßig gesäubert werden. Und das nicht nur alle paar Tage, sondern jeden Tag, egal ob es regnet, schneit oder man keine Lust hat. Die Box muss sauber und trocken sein. Weshalb? Nun gut, zum einen hätte ich selbst auch keine große Lust in meinen Fäkalien herum zu liegen und darin zu schlafen. Stinkt und macht dreckig und ist auf gewisse weise auch etwas eklig. Ein Pferd ist zwar ein Tier, hat aber auch Bedürfnisse. Außerdem können durch unzureichend gesäuberte Boxen oder zu nasses Streu Krankheiten entstehen. Und krank sein, ist definitiv scheibe. Uncool. Was für eine Aufgabe kann nun ein Mensch mit Behinderung dabei übernehmen? Tja, dass was ich auch tue. Ausmisten, alles was dreckig oder Nass ist kommt raus. Ab in den Schubkarren und weg auf den Misthaufen. Fertig. Halt, halt. Fertig ist danach noch garnichts. Es muss noch nachgestreut werden. Ein gutes „Bett“ muss aufrecht erhalten werden. Trocken und warm. Das feuchtigkeit aufsaugt und am besten von unten her keine Kälte durch lässt. Soll ja auch irgendwo gemütlich sein. Aufpassen muss man nur mit dem Staub. Zu staubige Luft im Stall kann sich auf die Atemwege des Pferdes auswirken. Vieles wo man mitdenken muss. Allerdings werden die entsprechenden Menschen mit Behinderung damit ja nicht alleine gelassen. Ist ja immer unterstützend jemand da und dabei.

Weitere Aufgaben

Paddocks so wie Koppeln müssen regelmäßig gereinigt werden. Heißt Pferdeäpfel einsammeln, Zäune kontrollieren, mähen, Heu einsammeln. Außerdem natürlich auch diverse Tränkwannen auf den Wiesen/Paddocks prüfen ob genügend Wasser drin ist und im Fall der Fälle nachfüllen.

Kontrolle der Ausrüstung so wie die Reinigung. Jaja muss auch sein. Fetten, putzen. Sehen ob die ganzen Sachen noch in Tackt sind. Gegebenenfalls neu bestellen beziehungsweise mitteilen das es hin ist.

Bewegung der Pferde wenn möglich oder nötig (natürlich in Absprache). Kontakt mit dem Tierarzt wenn es nötig ist. Pferde auf die Koppeln bringen oder holen und und und.

Dies alles verlang irgendwo eine Körpeliche Belastbarkeit, Durchhaltevermögen, Konzentration, Spaß an der Arbeit, Selbstbewusstsein, Selbstwert. Und noch einiges mehr. Vieles kann oder muss gefördert werden. Man wird es nicht glauben. Dennoch ist es schon irgendwo gut oder sogar für manch einen besser, dies alles in der Natur bezieungsweise drausse und im Kontakt mit Tieren zu erlernen. Manche tun sich damit vielleicht leichter. Oder haben an solchen Arbeiten mehr Spaß.

Aber wie gehts weiter? Welche Investionsmöglichkeiten hat man, Braucht man? Wie sieht es mit der Betriebsgröße aus? Was Braucht man? Wie will man weiter machen? Nur Einsteller oder auch mit Therapie und Unterricht? Fragen über Fragen. Denen ich mich nach und nach widmen werde.

Bis denne!

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2 Gedanken zu “Ein Tag im Stall Teil 2 [Gedanken][Überlegungen]

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