Ergänzungsfutter für Pferde [Ein Bericht] [Cavallo 04/2015]

Bitte ohne alles! So heißt die Überschrift von einem Artikel der Cavallo 04/2015

Okay und jetzt. Jetzt wird die Pferdefrau nichts mehr füttern? Gibt es jetzt kein Zusatzfutter mehr? Oh nein!! Bitte nicht, würden dann Bubi und Zicki protestieren. Essen ist doch sooo wichtig. Und Pferdi braucht doch schließlich sein Mineralfutter und ganz wichtig den Hufregulator!!! Und dann, um die Mischung perfekt zu machen, müssen da natürlich die selbst erstellten Brennesselkrümel mit dazu so wie Apfel und Möhre! Das ist doch das Nachthupferl!

Eigentlich wurde dann damit eher gemeint ohne diverse zusatzstoffen, nicht ganz ohne. Sondern: ohne Melasse, Eiweißarm, Energiearm, ohne Hafer und ohne Getreide. Und was hat es denn jetzt mit den ganzen Dingsis da aufsich? Schmeckt doch alles bestimt voll lecker und so! Vorallem in der Kombi, so wie Keckse mit Schokolade. Tja zum Glück sind die von Cavallo ja so nett und schreiben dann noch dazu wieso weshalb warum.

Melasse: Wird aus Zuckerrüben gewonnen und besteht daher zum großen und ganzen aus Zucker. Es ist ein „hardchor“ Energielieferant. Für übergewichtige Pferde oder für Pferde mit Chushing ist Futter ohne Melasse gut, weil sie ja so wenig Zucker wie möglich essen sollen.

Getreide: Hafer, Gersten, Mais usw. liefern Energie in Konzentrierter Form. Für Pferde die nicht viel arbeiten also auch nicht so ganz das richtige. Auch für Pferde mit Stoffwechselerkrankungen sollten der Gesundheit wegen darauf verzichten.

(Wie gemein die Welt doch sein kann ;))

Eiweißarm: Eiweiß ist ein wichtiger Nährstoff zum Bleistieft für den Muskelaufbau. Too much davon ist allerdings eine Belastung für den Stoffwechsel, für die Leber und die Nieren. In der Weidezeit können Pferde viele Proteine über das Gras aufnehmen, Zusatz wäre hier wohl nicht gerade produktiv.

Energiearm: Freizeitpfer = Arbeitet nicht so viel. Brauchen darum auch kein zusätzliches Kraftfutter das energiereich ist, sondern eher Energiearm. Aber welches Futter bietet das? Strukturfutterarten auf Heu oder Luzernbasis bieten das zum Beispiel. Ist übrigens auch gut für übergewichtige Pferdis.

Ohne Hafer: Hafer hat im Vergleich den geringsten Stärkeanteil. Die Stärkemoleküle können Pferde aber sehr gut verdauen und darum können sie schnell viel Energie aus dem Futter filtern. Braucht das Pferd wegen wenig Arbeit oder Krankheit weniger Energie, braucht es also auch keinen Hafer.

Sodala, es scheint so, als seien sogenannte „zuckerfreie“ Futtersorten gerade voll im Trend. Allerdings sind diese auf kranke Pferde angepasst, die spezielles Futter brauchen. Zum Beispiel Pferde die an unterschiedlichen Stoffwechselerkankungen leiden. Getreidefreies Futter heißt nicht gleich Energiearm/Energieärmer. Es hat zwar weniger Kahlorien, aber nicht unbedingt weniger Energie (wird gekennzeichnet mit MJ, Hafer = 11,5 MJ, Kohlehiedratarme haben oft 9 is 11 MJ pro Kg) das wird dann eigentlich auch auf dem Futter angegeben wie viel Energie drin steckt pro Kg. Energiearm wird dann ein Futter bezeichnet das weniger als 9 MJ hat.

Stoffwechselerkrankungen lassen sich durch Energiearmes Futter zwar nich zu 100 % vermeiden, allerdings wird das Risiko herabgesetzt. EMS ist zum Beispiel eine typische Wohlstandskrankheit, begünstigt durch Übergewicht. Und Übergewicht wird durch zu wenig Bewegung zu viel Futter begünstig. Heißt das Futter und die Bewegung stehen nicht in einem ausgewogenen Verhältnis.

FÜRS ABSPECKEN REICHT SPEZIALFUTTER ÜBRIGENS NICHT ALLEINE AUS

Abnehmen und Spezialfutter? Ein Pferd das auf Diät gesetzt wird und ein Futter mit leicht Verdaulichen Kohlehydraten angesetzt werden möchte, ist dies wohl zu empfehlen. Aber ohne Bewegung geht es natürlich nicht. Aber wenn ich das Futter so reduzieren muss, sollte man sich überlegen ob das Pferdielein tatsächlich Ergänzungsfutter benötigt.

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