Cybermobbing, es kann jeden treffen [Bericht]

Das Cybermobbing, kein unbeschriebenes Blatt

Ich bin aktuell der Meinung, dass dieses Thema ein wichtiges Thema ist. Leider wird es immer mehr und man muss ernsthaft Vorsticht walten lassen. Allein ein Kommentar zu einem Beitrag, kann einen regelrechten Sturm auslösen.

Auf einer Seite fand ich folgenden Text in der Zusammenfassung

Auslöser von Mobbingprozessen sind oft Konflikte zwischen den Beteiligten, die keine Lösung erfahren. Im Übergang vom Konflikt zum Mobbing verliert das ursprüngliche sachliche Problem immer mehr an Bedeutung, die systematische Bloßstellung und Tyrannisierung des Opfers tritt in den Vordergrund. Täter(innen) gewinnen dabei eine Machtposition, in der sich das Opfer unterlegen und ausgeliefert fühlt.Cybermobbing ist mittlerweile keine Ausnahmeerscheinung mehr. Insbesondere an Schulen tritt das Problem häufig zu Tage. Das liegt vor allem daran, dass junge Menschen verstärkt über Soziale Netzwerke (Facebook, Wer kennt wen usw.) kommunizieren. Laut der JIM-Studie 2013 (Jugend, Information, (Multi-)Media) suchen 83 Prozent der 12- bis 19-Jährigen mindestens mehrmals pro Woche solche Plattformen im Internet auf. Davon besuchen 77 Prozent mehrmals am Tag das eigene oder andere Profile. Schulklassen oder ganze Schulen sind auf diese Weise miteinander vernetzt. Hänseleien und Beleidigungen finden nicht mehr nur im Klassenzimmer und auf dem Schulhof statt, sondern werden ins Internet verlagert. Dort ist es besonders leicht, andere zum Opfer zu machen – die Täter wähnen sich sicher in der Anonymität des Netzes. Zwölf Prozent berichten, dass schon Falsches oder Beleidigendes über sie verbreitet wurde. Ein Achtel der Jugendlichen hat schon unter beleidigenden Bildern zu leiden gehabt.Bislang wurde Cybermobbing vor allem als ein Problem bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen wahrgenommen. Eine Umfrage des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zeigt jedoch, dass auch Erwachsene davon betroffen sind. Zwölf Prozent der befragten Internet-Nutzer, die in mindestens einem Sozialen Netzwerk aktiv sind, waren in diesem Zusammenhang bereits Opfer von Mobbing und sexueller Belästigung. Dabei handelt es sich vorwiegend um weibliche Nutzer zwischen 14 und 39 Jahren.

von der Seite http://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/gefahren-im-internet/cybermobbing/fakten.html

Wahnsinn, wie das ausufern kann. Aber tatsache ist, man versteckt sich hinter einem Profil, in dem man seine Angaben verändern kann und es ein leichtes ist, dies Angaben zu fälschen. Man erscheint mutiger und traut sich mehr zu. Man wird ja nicht direkt gesehen.

Bei Google mal weiter gesucht und einen Bericht gefunden mit dem Titel „Die schwarze Seite von Facebook“. Hört sich spannend an, also mal durchlesen und guggen was da so erzählt wird 🙂

Nun gut, dort kommt auch so ziemlicih alles vor, wie das es zu einem modernen Volkssport wird. Die Neuzeit ist schon irgendwie komisch. Weiter auf der suche im Internet, fand ich eine andere Überschrift, in der es hieß das ein Opfer Anzeige erstattet hat. Das geht? Scheinbar ja, finde ich gut. So die ersten Zeilen haben sich schon recht interessant angehört. Ein Erfahrungsbericht. Sehr schön sehr schön. Solche Berichte mag ich am liebsten 🙂

Nicht einmal, wenn sie die Tür zu ihrem Zimmer hinter sich zuzog, war Louisa vor ihren Peinigern sicher. Die Gemeinheiten, die sie ihr auf dem Schulhof an den Kopf warfen, sickerten nachmittags durchs Netz auf ihren Bildschirm. „Du nervst, geh sterben, du bist so hässlich“, schrieb ihr ein Klassenkamerad. Louisa ist 14, Hauptschülerin, wohnt in einem Dorf in Bayern und heißt im echten Leben anders.

In ihrem Zimmer kämpft Louisa gegen Spinnen und Skelette im Computerspiel Minecraft. „Ich hasse Spinnen“, sagt sie. Aber die sind bei Minecraft wenigstens tagsüber zahm, die Skelette verbrennen in der Sonne. Den Mitschülern, die sie im vergangenen Schuljahr quälten, konnte sie schwerer entkommen. „Es fing damit an, dass sie mir vor die Füße spuckten und mich schubsten“, sagt sie. Ihr war morgens oft schlecht, sie bekam Kopfschmerzen, ein- bis zweimal in der Woche blieb sie zu Hause.

Aus den Angriffen auf dem Schulhof wurde Cybermobbing, auf Facebook stellten die Mitschüler Louisa erst als Schwänzerin hin und schickten ihr später sogar die Aufforderung, sich umzubringen. Die Schule habe nichts unternommen, sagt Louisa. Der Rektor habe ihr lediglich geraten, sich doch bei Facebook abzumelden. Für viele Jugendliche kommt das einem virtuellen Selbstmord gleich. Außerdem, sagt Louisa, bringe das ja auch nichts. Denn die, die auf ihr herumhacken, wohnen in der Nähe, fahren mit derselben Bahn, laufen durch dieselben Straßen. Deswegen traut sie sich kaum noch vor die Tür.

Mobbing und Cybermobbing lassen sich oft nicht trennen

Fast jeder vierte Jugendliche kennt jemanden, der schon einmal im Internet fertiggemacht wurde. So steht es in der JIM-Studie 2011 zum Medienumgang von 12- bis 19-Jährigen. Sehr selten eskaliert die Lage so wie zuletzt in den Niederlanden, wo ein Mädchen eine einstige Freundin ermorden ließ, weil die über Facebook Gerüchte verbreitet haben soll. Viel häufiger ziehen sich die Opfer von der Welt zurück und leiden still.

Die Lästereien folgen oft dem gleichen Muster: Meistens werde morgens auf dem Schulhof und nachmittags im Netz gemobbt, sagt Adrian, 18, aus Hannover. Er arbeitet ehrenamtlich für die Plattform juuuport, auf der Jugendliche Rat gegen Mobbing suchen können. Bei Facebook auszusteigen, mache es manchmal nur noch schlimmer, weil man damit noch mehr den Anschluss verliere. „Außerdem ist es ein drückendes Gefühl, wenn man mitbekommt, dass dort etwas über einen steht – aber man weiß nicht, was.“

Facebook verweist auf die „Sicherheitsabteilung“ in Irland

Bei Beratungs- und Anlaufstellen wie der Mobbing-Zentrale, bei juuuport oder girlspace hat man fast nur noch mit Cybermobbing über Facebook zu tun, kein anderes soziales Netzwerk ist unter Jugendlichen so angesagt. Das Unternehmen gehe allerdings achtlos mit Cybermobbing um, kritisieren Berater aller drei Plattformen.

Es sei zwar möglich, beleidigende Beiträge zu melden, sagt Karin Wunder, Projektleiterin bei juuuport. Jedes Foto oder Video, jeder Kommentar und jede Nachricht kann auf Facebook gemeldet werden – sogar wenn der Angriff sich nicht gegen einen selbst, sondern gegen Freunde richtet. Doch es dauere teilweise sehr lange, bis der Beitrag aus dem Netz genommen werde, kritisiert Wunder. Sie fordert von dem Netzwerk, das nach eigenen Angaben gut 950 Millionen aktive Nutzer hat: „Facebook muss mehr Verantwortung zeigen.“

Facebook wehrt sich gegen den Vorwurf: „Bei Themen wie Mobbing reagiert das Team sehr schnell, das heißt, meist in wenigen Stunden.“ Inhalte, die gegen die Regeln von Facebook verstießen, würden umgehend gelöscht oder geblockt, sagte Sprecherin Tina Kulow. Die Hinweise der Nutzer laufen in einer Sicherheitsabteilung für Mobbing und Pornografie in der Europa-Zentrale in Dublin zusammen, in der auch deutschsprachige Mitarbeiter arbeiteten, heißt es bei Facebook. Zahlen zu diesen Mitarbeitern und den gemeldeten Inhalten gibt das Unternehmen jedoch nicht heraus.

Adrian bei juuuport erinnert sich, dass es in einem Fall drei Wochen gedauert habe, bis ein Beitrag gelöscht wurde. „Oft bekommen die Jugendlichen auch gar keine Reaktion“, sagt er. Ist die Beschwerde in Irland angekommen? Fand Facebook den Post nicht drastisch genug? Adrian rät Betroffenen, möglichst viele Freunde und Bekannte zu bitten, einen Mobbing-Fall innerhalb kurzer Zeit zu melden. Das steigere die Chance, dass Facebook reagiere. (Wie das geht, erklärt Facebook hier.) […]

Der Text stammt von folgender Seite, dort kann man auch den Rest des Textes dann lesen. Ich finde es ernsthaft ziemlich dramatisch 😦 krasse Entwiklung um ehrlich zu sein.

http://www.spiegel.de/schulspiegel/cybermobbing-auf-facebook-schuelerin-erstattet-anzeige-a-853596.html

Tjajajaja. Ich halte nicht viel davon. Es kann aber grundsätzlich jeden treffen. Man ist davor nicht sicher. Eine Impfung gibt es nicht dagegen. Was sagt ihr denn zu dem Thema? Ich weiß es hat schon viele Kommentare zu dem Thema gegeben. Zu meinen vorherigen Beiträgen.

Meine Frage an euch, habt ihr auch schon Erfahrungen damit gemacht? Hab ihr sowas mal erlebt? Vielleicht ihr selbst oder Freunde oder so?

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8 Gedanken zu “Cybermobbing, es kann jeden treffen [Bericht]

  1. Mein Frauchen wurde damals in der Schule gemobbt. Klar gab es da noch kein Facebook und anderes. Keiner hatte ein Handy oder Internet. Dennoch entstehen „Narben“ die man schwer wieder loswird. Mobbing ist etwas was es schon immer gab. Nur seit dem Internet ist es „bequemer“ geworden.
    Unsere Familie akzeptiert keinerlei Art von Mobbing. Wir stellen uns auch schützend vor andere, wenn wir so etwas sehen. Wenn man mal selbst gemobbt wurde, dann weiß man wie sehr das verletzt und würde dies niemandem anderen antun. Wir lassen uns da auch nicht mitreißen.
    GLG Odie und Frauchen Danijela

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