HEP, die ersten Tage [Praktikum]

Der Beginn einer Ära

Ich begann also zum 1.1.2011 ein Praktikum. Vorerst auf ein Jahr begrenzt und es wurde sogar bezahlt! Also arbeiten und etwas Geld verdiehnen anstatt untätig herum zu sitzen. Das wollte ich nämlich nicht. Herumsitzen und nichts tun, bis September, bis ich eine Ausbildung anfangen würde. Ich hatte mir dato nämlich vorgenommen dann eine Ausbildung zur Bürokauffrau zu machen. Bis dahin wusste ich immer noch nichts vom Beruf HEP.

Die ersten Tage

Die Förderstätte lag in einem Firmengebäude im Industriegebiet. Die Hauptwerkstatt befand sich in selbigem, ca 5 bis 10 Minuten zufuß voneinander entfernt. In der Hauptwerkstatt musste ich an meinem ersten Tag noch etwas abholen. Chip, Schlüssel, Unterlagen für die Einarbeitung. Um kurz nach halb 8 traf ich dann in der neuen Arbeit ein. Wie ich mich gegenüber dem Abteilungsleiter rechtfertigen sollte wusste ich nicht so ganz. Irgendwie wirkte er recht streng, ich konnte ihn nicht gut einschätzen, dass sollte sich auch erst im laufe der Zeit zeigen.

Ich wurde in einer Gruppe eingeteil. Da ja gerade Weihnachten und Neujahr war, waren noch einige Klienten und auch Personal noch im Urlaub. Zwei andere Kollegen waren im Krankenstand. Eine hatte Schnupfen, eine andere hatte einen Unfall beim Langlaufen und hatte sich dabei den Daumen gebrochen. Beide sollte ich erst später kennenlernen. Ich kam mir zu anfang sehr doof vor. Ich konnte ja meist erst mal nur zusehen und ein paar leichte Dinge machen. Jemanden schieben oder beim Arbeiten helfen.

Der erste Fehler am ersten Tag

Am ersten Tag erlaubte ich mir auch schon den ersten Fehler. Der Kollege (der übrigens eine recht merkwürdige Art hatte) bei dem ich eingeteilt war in der ersten Woche, trug mir auf, einen Rolli aus dem Flur zu holen, da ein Klient nach seiner Ankunft umgesetzt werden musste. Ich schob ihm den Rolli hin und ging. Ich dachte es passt so. Ich wusste es einfach nicht besser. Kaum das ich mich umdrehte hörte ich nur einen Fluch ob ich denn die Bremsen nicht zugemacht hätte. Als ich mich zurück drehte sah das Bild das sich mir bot etwas komisch aus. Ich Schob dem Kollegen den Rolli nochmal hin und hielt ihn fest. Daraufhin wurde mir erste einmal eine Predigt über mein Verhalten gehalten und was der Sinn von Bremsen am Rollstuhl sind. Ich war frustriert. Ich wusste es damals einfach nicht besser.

Denndoch war ich eigentlich nach den ersten Tagen sehr zufrieden mit der Arbeit. Es gefiel mir gut und ich ärgerte mich, dass ich es nicht von vornherein durchgezogen habe. Aber hinterher ist man immer schlauer.

Wie die nächsten Wochen jedoch verlaufen sollten, war mir zu diesem Zeitpunkt nicht klar.

 

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