Schweif vom Pferd kämmen

Schweif kämmen ja oder nein?

Heute war ich natürlich mal wieder im Stall. Während ich gerade dabei war den Schweif zu zerpflücken und zu verlesen (wer kennt es nicht) kam mir wieder mal ein Gespräch in den Sinn, das ich irgendwann mal führte.

Die Dame erzählte uns, dass Isländer ja eine wunderschöne Mähne haben usw. Irgendwann sagte sie jedoch, sie würde weder Schweif noch Mähne kämmen geschweige den schneiden. (Naja son kleiner Schnitt vom Scheitel wäre vielleicht nicht schlecht gewesen damit das Pferd wieder was sehen können). Allerdings kam kurze Zeit später der Spruch, dass bei einem Pferd die Mähne an einer Stelle verfilzte. Die Logik war mir nicht ganz vorhanden. Auf der einen Seite will sie die Mähne nicht kämmen auf der anderen Seite schien es sie zu nerven, dass die Mähne verfilzt war (an einer Stelle). Also doch bürsteln.

Nun ja, jetzt geht es mir aber um den Schweif. Ich verlese den Schweif meistens, wie die anderen wahrscheinlich auch. Mich hat es allerdings irgendwann sehr genervt, dass der Schweifansatz immer so verupft aussah, weshalb ich locker mit dem Kamm über den Schweifansatz gefahren bin. Mich haute es aus den Latschen, als ich sah, wie viele abgestorbene Härchen heraus kamen. Schneiden tue ich alle paar Monate mal ein bisschen die Spitzen, aber dort geht nur sehr wenig weg, bilde mir ein, seither wird der Schweif immer sehr schön lang. Ich würde damit wahrscheinlich einen totalen Shitstorm auslösen, würde ich genau das, inklusive Bildern auf Facebook posten. Ich hoffe das passiert mir hier jetzt nicht. Sieht bei uns dann so aus:

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Ich begab mich auf die Suche im Internet, rein interessehalber:

Nun interessehalber, habe ich mal gegooglet. Wer hätte es gedacht. Da bin ich dann auf einen Text gestoßen, den ich sehr gut gemacht fand. Erst mal ne Vorgeschichte, die das lesen etwas erleichterte und dann 20 Tipps dazu wie der Schweif schön und mit voller Volumen und Co. wird. Die Vorgeschichte kann man auf der Homepage nachlesen die ich am ende meines Zitierten Textes angebe. Also los

[…] Die meisten Pferdebesitzer wollen alles Mögliche dafür tun, Ihrem Pferd einen langen, gesunden und dicken Schweif zu ermöglichen. Ebenso wie das Fell benötigt auch der Schweif Fett, allerdings etwas anders. Hier sind ein paar Tipps, damit der Schweif Ihres Pferdes gesund wachsen kann und um ihn lang und dicht zu halten: 

  1. Ein gesundes Haar entsteht von innen heraus. Kein Trank und Pflegemittel verbessert das Fell, die Mähne und den Schweif Ihres Pferdes, wenn nicht schon von Grund auf genügend Nährstoffe zur Verfügung stehen. Gesunde Haare stammen von Proteinen, Aminosäuren und Vitaminen aus qualitativ hochwertigem Futter. 

  2. Verwenden Sie Pflegezubehör speziell für Mähne und Schweif. Bürsten für Menschen brechen die Haare ab oder reißen diese heraus. Verwenden Sie nur Bürsten mit weit auseinander stehenden Stiften um den Schweif zu pflegen.

  3. Bürsten Sie den Schweif Ihres Pferdes nicht jeden Tag. Eigentlich sollten Sie ihn gar nicht bürsten. Auch wenn es schön aussieht, wenn der Schweif frisch gebürstet ist, der Schweif wird stetig dünner und dünner werden. Es dauert Jahre bis ein Schweifhaar wieder zur vollen Länge nachgewachsen ist.

  4. Um das Wachstum zu stimulieren massieren Sie die Schweifrübe mit einer Kardätsche. Das löst und entfernt Schmutz und Schuppen, was Juckreiz bei Ihrem Pferd verursachen kann. Das Massieren der Schweifrübe verbessert die Durchblutung, was gleichzeitig das Wachstum anregt.

  5. Wenn Ihr Pferd den Schweif scheuert sollten Sie herausfinden warum. Parasiten verursachen Juckreiz, deshalb stellen Sie eine regelmäßige und zur Jahreszeit passende Entwurmung sicher. Insekten stechen und manche Pferde reagieren mehr darauf, bis hin zu einer Allergie. Schützen Sie Ihr Pferd vor Insekten, in dem Sie schützende Lotionen verwenden. Pferde reiben den Schweif auch, wenn Irritationen rund um den Schlauch, die Scheide oder den After auftreten. Rufen Sie bei diesem Verdacht umgehend Ihren Tierarzt um dem Problem auf den Grund zu gehen.

  6. Wenn Ihr Pferd Wunden oder sogenannte „Hot Spots“ aufgrund von Schweifscheuern entwickelt hat, behandeln Sie diese umgehend. Ein effektiver Weg dies zu tun ist die Erstversrogung mit COWBOY MAGIC® Greenspot® Remover, einer Hautreinigung ohne Wasser, die aus der Flasche kommt. Besprühen Sie die betroffene Stelle und lassen Sie das mittel für fünf Minuten einwirken, dann massieren Sie es sanft ein und waschen es aus. Wiederholen Sie diesen Vorgang falls nötig. Wenn die Wunde sich verkrustet hat, kann der Greenspot® Remover auch zur Entfernung der Krusten verwendet werden. Wenn die Wunde oder die Irrtation dann einmal gründlich gereinigt ist, kann diese mit einer tropischen Lotion behandelt werden, um die Heilung anzuregen. Jede Art von Wunde oder Hot Spot sollte täglich gereinigt und verpflegt werden, bis sie vollständig abgeheilt ist.

  7. Der beste Weg Ihr Pferd vor Schweifscheuern zu bewahren ist, den Schweif sauber und in einem ausgewogenen Feuchtigkeitsverhältnis zu halten. Wenn der Schweif oder die Haut Ihres Pferdes trocken ist, wird sich Ihr Pferd schubbern, um dem Juckreiz Erleichterung zu schaffen. Verwenden Sie das COWBOY MAGIC® Rosenwasser Shampoo um den Schweif Ihres Pferdes gründlich zu reinigen und um den Feuchtigkeitshaushalt in eine gute Basis zu bringen. Nach dem Einshampoonieren und Ausspülen, massieren Sie eine kleine Menge an COWBOY MAGIC® Rosenwasser Spülung auf der Schweifrübe ein und lassen es einwirken. Um die langen Schweifhaare ebenfalls zu pflegen verreiben Sie eine kleine Menge an Spülung in Ihren Händen und arbeiten es vorsichtig in den Schweif ein. Lassen Sie alles für einige Minuten einwirken und spülen es dann gründlich aus. Die Rosenwasser Spülung wird unerwünschte, sich am Haar festgesetzte Mineralien und chemische Zusätze entfernen. Zudem stimuliert die Spülung die Haut und gibt der Haut und dem Haarkleid Feuchtigkeit zurück.

  8. Gönnen Sie dem Schweif Ihres Pferdes auch einmal ein Bad. Ein kleiner Trick zum Waschen des Schweifes eines Pferdes ist, eine kleine Menge an Shampoo in einen kleinen Eimer zu geben und dann Wasser einzulassen, damit es schön schäumt. Halten Sie den Eimer in der einen Hand und tunken den Schweif Ihres Pferdes mit der anderen Hand in den Eimer. Waschen Sie den Schweif gründlich danach mit klarem Wasser aus.

  9. Erhalten Sie andauernde Ergebnisse mit COWBOY MAGIC® Detangler & ShineTM. Wenn Sie einmal den Schweif Ihres Pferdes gewaschen und gepflegt haben, werden weitere Verwirrungen verhindert. Wenn Sie den Schweif Ihres Pferdes kämmen wollen, verwenden Sie einen Kamm mit weit auseinanderstehenden Zähnen. Fangen Sie mit einem kleinen Teil des Schweifes unten an zu kämmen und arbeiten Sie sich langsam nach oben vor. Halten Sie den Schweif fest in Ihrer Hand sodass wenn Sie auf Knoten treffen Sie die Haare nicht ausreißen.

  10. Schützen Sie den Schweif Ihres Pferdes während dieser trocknet und machen Sie einen Knoten. Wenn Sie den Schweif Ihres Pferdes während dem Trocknen vom Boden fern halten möchten, machen Sie einen leichten Knoten. Auf diesem Weg wird das Pferd nicht auf den Schweif treten und die Haare werden dennoch schnell trocknen.

  11. Bandagieren Sie nie die Schweifrübe. Es ist nahezu unmöglich die Schweifrübe zu bandagieren, außer man legt die Bandage so fest an dass man Gefahr läuft, die Durchblutung zu unterbinden. Zudem wird eine Schweifbandage Ihr Pferd wahrscheinlich irritieren und es dazu animieren, sich den Schweif zu scheuern.

  12. Wenn der Schweif Ihres Pferdes den Boden berührt können Sie ihn „anheben“ um zu vermeiden, dass Ihr Pferd darauf tritt. Die beliebtesten Methoden hierfür sind das Bandagieren, Einsacken und Einflechten. Das Bandagieren beinhaltet das Flechten der längsten Haare, dann werden diese ein paar Mal eingeschlagen und mit einer Bandage umwickelt. Das Pferd ist immer noch in der Lage mit dem Schweif nach Insekten zu schlagen. Für das Einsacken wird eine Art Sack verwendet, in die der Schweif gegeben wird. Man kann hierfür auch eine große Socke verwenden. Das Einflechten erfolgt in drei große Flechten, was den Schweif insgesamt anhebt.

  13. Wenn Sie den Schweif Ihres Pferdes auf irgendeine Art und Weise eingepackt haben, sollten Sie vorsichtig damit sein, es auf den Paddock oder auf die Weide zu bringen, da der Schweif an den Zaun oder an einen Baum geschlagen werden kann. Da Pferde oft mit dem Schweif nach Insekten schlagen, verlieren sie so auch oft Schweifhaare, weil diese dort verheddern. Sollte sich der Schweif nun mit der Bandage, dem Schweifsack oder eingeflochten verfangen, könnte Ihr Pferd in Panik geraten und sich so noch viel mehr Haare ausreißen.

  14. Auch wenn der Schweif Ihres Pferdes geschützt ist, müssen Sie ihn dennoch regelmäßig pflegen. Wenn Sie den Schutz lösen, glätten Sie die Haare nur mit Ihren Fingern, nicht mit einer Bürste oder einem Kamm. Die Haare werden vom Einflechten gewellt sein, bürsten oder kämmen würde die Haare noch mehr aufwellen. Der beste Weg um die Wellen weg zu bekommen ist, den Schweif zu waschen und zu befeuchten. Wenn der Schweif lange bandagiert oder eingesackt bleibt besteht die Gefahr, dass die Haare an der Stelle brechen, an denen Reibung entsteht.

  15. Eine Alternative zu den vorher beschriebenen Maßnahmen ist, den Schweif zu flechten. Dafür gibt es verschiedene Methoden und Formen, zum Beispiel von der Schweifrübe an oder erst nach dem Ende der Schweifrübe. Das Geflecht bleibt in Position, die Haare verknoten nicht und der Schweif wird angehoben.

  16. Wenn Sie auf einen Wettbewerb und Gel oder Haarspray verwenden möchten, um die kurzen Haare eng an der Schweifrübe anliegen zu lassen, waschen Sie den Schweif danach gründlich. Diese Produkte trocknen das Haar aus und können verursachen, dass Ihr Pferd sich den Schweif scheuert um den Juckreiz zu stillen.

  17. Um den Schweif Ihres Pferdes für den Wettbewerb noch schöner aussehen zu lassen, können Sie die seitlich abstehenden Haare kürzen.

  18. Trimmen Sie den Schweif Ihres Pferdes um ihn voller und dichter erscheinen zu lassen. „Timmen“ ist ein gern verwendetes Wort für das stetige Nachschneiden von Haaren. Dies regt das Wachstum der Haare an, die toten Haarspitzen werden abgeschnitten. Für die besten Ergebnisse kürzen Sie den Schweif am besten, wenn er feucht und durchgekämmt ist. Kürzen Sie nur die längsten Haare.

  19. Als Warnhinweis vorweg: Stehen Sie nicht direkt hinter Ihrem Pferd, wenn Sie seinen Schweif pflegen. Auch wenn Ihr Pferd noch nie ausgeschlagen hat, Sie können nicht ahnen, wann es das doch einmal tut. Ebenso wenn Sie in einem Pensionsstall sind, behalten Sie in Erinnerung, dass andere Leute nicht so viel von Pferden verstehen und Sie beobachten könnten. Und Sie möchten doch als gutes Beispiel voran gehen und stets einen sicheren Umgang mit dem Pferd vermitteln.

  20. Lassen Sie sich Zeit. Das ist die Möglichkeit, Zeit mit Ihrem Pferd zu verbringen. Durch Ihr geschäftiges Leben werden Sie nicht viel Zeit haben, um Späne aus dem Schweif Ihres Pferdes zu sammeln, dennoch sollten Sie es bei jedem Mal mit Bedacht tun.

Gefunden auf: http://www.horze.de/20-tipps-f%C3%BCr-einen-gesunden-schweif/20-tipps-fuer-einen-gesunden-schweif.html

Dort kann man dann auch den ganzen restlichen Text lesen wer möchte 🙂

 

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5 Gedanken zu “Schweif vom Pferd kämmen

  1. Ich muss zugeben dass ich mich eben beim Lesen echt gefragt habe, wie viel Ahnung der Verfasser des Textes wirklich hat???

    Zu 7: Ein ausgewogenes Feuchtigkeitsverhältnis ist wichtig – ja, was machen nur die ganzen Wildpferde, Zebras, Esel, denen kein mit Rosenwasser getränktes Shampoo zur Verfügung steht?
    Zu Punkt 12: wäre es nicht gesünder und auf Dauer sinnvoller den Schweif einfach ein paar Zentimeter zu kürzen statt ihn „wie auch immer“ hochzubinden????
    Punkt 18: Welchen Einfluß hat das Abschneiden der Spitzen auf die Haarwurzel? Richtig! Keinen! Wachstum…da fällt einem echt nichts zu ein…aber der Autor erklärt ja selber schon bei Punkt 1, dass nur von innen heraus ein gesundes Haar wachsen und entstehen kann..hier wiederspricht sich der Verfasser also selbst…
    Und Punkt 20 ist ja wohl mehr als wiedersprüchlich in sich? Wenn ich nicht die 1 Minute habe um Späne, Stroh (was auch immer) aus dem Schweif zu entfernen, wie habe ich dann Zeit zum Reiten, Longieren, Putzen…???

    Ich merk schon, ich muss aufhören…so einen Quatsch habe ich schon lange nicht mehr gelesen….

    LG von einer gelernten Pferdewirtin 😉

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    • Hallöchen, danke für deinen ausführlichen Kommentar. Aber bitte nicht aufregen 🙂

      Dein Kommentar hat mich dazu angeregt nochmal zu lesen was der Autor der Punkte geschrieben hat. Und ich muss sagen, irgendwo etwas verworren. Hier also mein Anhang „was man alles für Beiträge findet, die nicht immer ganz Professionell verfasst wurden“

      Ich muss wohl gedanklich an dem Tag nicht ganz anwesend gewesen sein.

      Ich freue mich dennoch über Kritik und Anmerkungen von Fachleuten. In manchen punkten bin ich nämlich auch nicht die Hellste und bin um Rat froh.

      Wenn wir gerade beim Thema sind, wie stehst du zum Thema kämmen des ganzen Schweifes bzw der Mähne?

      P.s.: zu Punkt 20, warum legt sich Mensch ein Pferd zu wenn er die Zeit zum streu raus zupfen nicht hat?

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      • Danke für deine Antwort! Mähne kämmen (mit einem grobzinkigen Kamm) finde ich absolut in Ordnung, wenn wir von einer „normalen“ Mähne reden (also nicht bis auf den Boden hängend oder eine Haflinger-Mähne, die seit 3 Jahren niemand mehr berührt hat^^
        Den Schweif verlese ich mit der Hand (ja, Strähne für Strähne). Das ist die schonendste Art für den Schweif und man kann dabei alles an Stroh ect rausklauben. Klar gibt es Schweifsprays, die das Kämmen und Bürsten erleichtern, jedoch lasse ich solche Chemiekeulen nur ungern ans Tier (Ausnahmen sind für mich Turniere, Vorstellungen auf Schauen ect.). Aber für den „normalen Hausgebrauch“ ist verlesen mit der Hand die angenehmste Methode (und wenn man es regelmäßig macht, dauert es keine Minuten^^).
        LG

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