Die Fachkraft und der Azubi ~ 782 Wörter

Fachkraft sein ist kein Zuckerschlecken!!

Was du nicht sagst! Die Feststellung machte ich bereits auch schon, dass es nicht immer leicht ist, Fachkraft zu sein. Ich muss, blöd gesagt, anderen jetzt Arbeit anschaffen. Sagen wie was läuft oder wie nicht. Mitunter die Ausbildung von Azubis übernehmen, daweil war ich das doch bis vor ein paar Monaten selber und mir wurde gesagt wie der Hase läuft. Irgendwie ist der Spieß jetzt genau anders herum. Ich habe mich noch nicht so ganz dran gewöhnt.

Schaffa, Schaffa, Häusle baua und it nach da Mädle schaua

Könnte durchaus ein Motto von mir sein. Kürzlich in der Arbeit….

Ich arbeitet mit der Auszubildenden zusammen. Wir kommen so ganz gut miteinander aus. Sie ist etwa 4 Jahre jünger als ich und eigentlich genau so verquer, schusselig, verpeilt und verrückt wie ich. Sitzt passt und hat Luft.
Wir bekommen es ganz  gut hin, dass wir nicht nur die Arbeit gut aufteilen sondern Meinungstechnisch auf einer Wellenlänge sind. Nicht immer aber meistens.

Erste Situation in der ich ihr mitteilte, dass sie mit ihrer Meinung nicht richtig lag. Auf der einen Seite schwierig, auf der anderen Seite auch ein komisches Gefühl jemandem nun zu sagen, wie es tatsächlich ist. Ich  musste es auch lernen, also haben andere gefälligst auch zu lernen. Punkt. Ich drücke hier niemandem meine Meinung auf, aber bei bestimmten Dingen gibt es kein wenn oder hätt. Weil es eigentlich vorgegeben ist. Natürlich muss man auch mal vom Plan etwas abweichen, bei bestimmten Dingen machbar, aber lange nicht bei allen.

Ansonsten war natürlich alles okay und auch bestens. Ab und zu mal eine kurze Pause gegönnt und gemeinsam eine Zigarette geraucht. Braucht man hin und wieder mal. Kurze Pause, abschalten, runterfahren. Damit man danach wieder mit voll Power loslegen kann!!!

Ich hätte sie am liebsten wieder in die Arbeit gezogen, wäre sie nicht schon über alle Berge gewesen!!!

Auch ich habe inzwischen meine Phasen, in denen ich bestimmte Verhaltensweisen nicht toleriere. Vor allem wenn es um den Feierabend geht, der auch mir rechtmäßig irgendwann zusteht. (Wäre ich Anleitung geworden, wäre ich glaube ich ziemlich streng)

Tja, man denkt die Kollegin arbeitet Vorausschauend und man packt zusammen an. Falsch gedacht!

Die Situation: Ich brachte einen Bewohner gerade zu Bett, da am nächsten Tag ja wieder Arbeiten anstand und man der Nachtwache ja nicht alles überlässt. Eine andere Bewohnerin hatte ich auf die Toilette gesetzt, mit dem Hintergedanken, dass sie dann vielleicht nochmal was loswerden kann bevor sie schlafen geht. Diese Bewohnerin hat es sich jedoch inzwischen angewöhnt, vom Klo aufzustehen und in das Wohnzimmer zu spazieren, wenn sie fertig ist oder es ihr zu lange dauert. Das ganze natürlich mit ohne Hose. Da freut man sich dann immer, wenn man ihr dann nachrennt. Meine Kollegin oder auch die Auszubildende, brachte sie zurück auf die Toilette bzw. ins Bad. Ich war ja beschäftigt und zwei Teilen gestaltet sich als schwierig. Ich dachte natürlich, meine Kollegin würde so vorausschauend denken und die Entsprechenden Maßnahmen  ergreifen für die Nacht. Heißt Einlage ran packen. Den rest hätte ich gemacht. Aber wenn ich sowieso schon im Bad stehe, ziehe ich ja nicht nur die Hose an, wenn ich weiß was Sache ist.

Die Einlage hatte sie allerdings noch nicht an, als ich zu ihr kam um sie fürs Bett fertig zu machen. Es war bereits 21 Uhr, eigentlich hätte ich Feierabend. Theoretisch, praktisch sah es anders aus. Kurz nach neun teilte mir Azubi mit, sie würde nun nach Hause gehen. Ich ging davon aus, im WZ wäre soweit alles schon fertig, was Esstisch und Wäsche angeht. Thehehe. Etwas später kam ich aus dem Bewohnerzimmer und wurde minimal sauer. Aber nur ein bisschen. Hat nur noch das gemaule gefehlt.

Mir wurde ein wundertolles Chaos hinterlassen. Die Wäsche war zwar zusammengelegt und in den Beschrifteten Boxen, diese Standen jedoch kreuz und quer in der Gegend herum. Nasse Wäsche wurde nicht gehängt, Tassen standen auf dem Tisch, der Tisch nur zum Teil abgewischt. Der TV lief noch und quakte irgendwas vor sich hin. Wäre Azubine noch da gewesen, hätte ich sie wieder rein gezogen und sie gefragt was das soll und ob sie mir doch jetzt noch hilft, das Chaos zu beseitigen. Allerdings war sie bereits über alle Berge. Die Chaosbeseitigung blieb an mir hängen. Danke auch.

Fazit des Tages:

Mir geht es tierisch gegen den Verstand, dass manchmal so auf Dinge beharrt wird und auf das Recht eines selbst, dass andere darunter leiden tragen dürfen. Mein Feierabend um 21 Uhr war somit gestorben und begann erst gegen 21:25 Uhr. Ich musste alleine noch Chaos beseitigen und eine Übergabe machen. Zusammen wäre es schneller gegangen. Ich dachte immer im sozialen Bereich, würde die Hilfsbereitschaft etwas mehr ausgeprägt sein. Scheinbar aber doch nicht.

 

 


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