Öko-Landwirtschaft als Arbeitsbereich für Menschen mit Behinderung

Mich wurmt es ja immer wieder, das klein ich, immer so viele Gedankengänge hat und Ideen, aber nicht immer so ganz weiß wie sie sie umsetzten soll. Also in Textform ala ich hier rein packen.

Es begab sich, dass klein ich, wieder mal auf die Suche ging. Im Internet. Nach Sachen und Berichten über das Thema Landwirtschaft und Menschen mit Behinderung. Wie kann man Landwirtschaft als Arbeitsbereich Nutzen? Und so weiter und so fort. Pipapo. Jaja…entdeckt habe ich dann schon was. Allerdings habe ich dann immer ein leicht schlechtes Gewissen wenn ich auf das Wissen oder die Texte anderer zurück greife. Nichts von mir dabei war. Kein Erfahrungsbericht von mir. Nichts was auf meinem Mist gewachsen ist, außer vielleicht das Vorwort.

Dennoch fand ich einen Text den ich gerne mit euch teilen möchte.

Öko-Landwirtschaft als Arbeitsbereich für Menschen mit Behinderung

Die Ökologische Landwirtschaft ist sehr gut geeignet, für Menschen mit Behinderung Arbeit bereitzustellen. Viele Werkstätten für behinderte Menschen haben deshalb einen land- oder gartenbaulichen Zweig aufgebaut.

Viele Menschen kennen das Gefühl, dass eine Beschäftigung in oder mit der Natur einen erholsamen oder gar heilenden Einfluss auf das Wohlbefinden hat. Deutlich wird das zum Beispiel durch die wachsende Bedeutung von „Urlaub auf dem Bauernhof“. Dementsprechend ist es naheliegend, diese positive Wirkung auch zu nutzen und Menschen mit geistigen oder psychischen Behinderungen Arbeitsmöglichkeiten in der Landwirtschaft anzubieten.

Was macht die positive Wirkung aus?

Natürliche Regelmäßigkeiten Landwirtschaftliche Arbeiten sind eine Mischung aus regelmäßig anfallenden Tätigkeiten, die dem Ausführenden Sicherheit und Selbstvertrauen geben („das kann ich, das habe ich schon oft gemacht“), und wechselnden neuen Aufgaben, die herausfordern, Gelerntes anwendbar machen und neue Erfolge vermitteln.

Einsicht und Notwendigkeit Der Umgang mit Lebewesen erhöht das Erleben der Sinnhaftigkeit der Arbeit. Es ist einfach nachzuvollziehen, dass ein Lebewesen regelmäßig Futter braucht, sich an einem sauberen und trockenen Stallplatz wohler fühlt als an einem nassen, dass man das Futter für den Winter im Sommer machen und einlagern muss. Sinn und Zweck der eigenen Arbeit sind unmittelbar ersichtlich. Diese Sinnhaftigkeit ist für die Arbeit mit geistig behinderten Menschen sehr hilfreich, bietet aber auch in der Arbeit mit Suchtkranken den Vorteil, dass die Mitarbeiter einfacher in den Arbeitsrhythmus finden.

Selbstständigkeit Das Ziel einer Förderung der „Selbstständigkeit“ ergibt sich bei Arbeiten auf dem Hof fast von selbst. Der Beschäftigte erlebt täglich, wie anstehende Probleme und unvorhergesehene Situationen durch eigenes Zupacken und Nachdenken oder gemeinsam im Team gelöst werden. Auf Änderungs- oder Verbesserungsvorschläge der Beschäftigten bezüglich einzelner Arbeitsabläufe und Tätigkeiten kann recht flexibel eingegangen werden. Dadurch werden das Selbstbewusstsein und die Identifikation mit dem Arbeitsplatz gestärkt.

Vielfältige, abstufbare Anforderungen In der Landwirtschaft gibt es eine Vielzahl von Arbeitsprozessen und Verantwortungsbereichen. Auf diese Weise kann die Arbeit an den Grad der Behinderung oder das Krankheitsbild angepasst werden. Viele Arbeitsabläufe sind auch von schwächeren Mitarbeitenden mit geistiger Behinderung nachvollziehbar. Das Gras wird gemäht, getrocknet und auf den Heustock geblasen, damit auch im Winter Futter für die Kühe da ist, die dieses zu Milch „verarbeiten“. Das Milchauto holt die gemolkene Milch ab.

Identifikation mit der Arbeit Der behinderte Mitarbeiter lernt den landwirtschaftlichen Betrieb trotz oder gerade wegen seiner Vielfalt als organisatorische Einheit kennen und begreift sich als einen Teil davon. Jeder Mitarbeiter ist Teil der „Mann­schaft“ und hilft mit seinem Einsatz, das Ganze zu erhalten, unabhängig davon, wie viel er objektiv dazu beiträgt. Die Identifikation mit dem Hof, der Arbeitsgruppe und der landwirtschaftlichen Arbeit ist vielen Mitarbeitern sehr wichtig.

Körperliche Auslastung Die körperliche Arbeit kommt in vielen Fällen dem ausgeprägten Bewegungsbedürfnis der Beschäftigten entgegen. Beispielsweise gibt es Beschäftigte im handwerklich-industriellen Bereich in Werkstätten für behinderte Menschen, die als schwierig galten und nach dem Wechsel in den „grünen“ Bereich der Einrichtung zu Leistungsträgern wurden. Insbesondere für Beschäftigte, die sich an handwerklich-industriellen Arbeitsplätzen beengt fühlen, kann sich die Weiträumigkeit, verbunden mit körperlich auslastenden Arbeiten, als therapeutisch hilfreich erweisen.

Mitwirkung bei der Lebensmittelerzeugung Wenn selbst produziertes Fleisch, Wurst, Milch und Eier verkauft werden, ist Stolz auf die eigene Arbeit spürbar. Das hilft, den Wert der eigenen Arbeit einzuschätzen.

Nicht alle landwirtschaftlichen Betriebe sind gleichermaßen geeignet, Menschen mit Behinderung zu beschäftigen. In hochmechanisierten oder industriellen Strukturen sind die oben genannten positiven Eigenschaften in der Regel nicht mehr anzutreffen. Als besonders geeignet für die Arbeit mit Menschen mit Behinderung haben sich Bio-Betriebe herausgestellt, da sie keine chemischen Betriebsmittel einsetzen und so die Arbeitssicherheit erhöht wird. Weil außerdem keine Hilfsmittel von außen in den Betrieb eingebracht werden ist der Ablauf von Bodenbearbeitung, Düngen, Säen, Wachsen und Ernten auf einem ökologisch bewirtschafteten Betrieb gut begreifbar. Zudem verarbeiten und vermarkten viele Bio-Betriebe ihre Produkte selbst, sodass entsprechende Arbeitsplätze entstehen, in denen der gesamte Lebensweg eines landwirtschaftlichen Erzeugnisses erlebt werden kann. […]

Gefunden auf der Seite von Alnatura dort findet sich auch noch ein Anhang vom Text.


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2 Gedanken zu “Öko-Landwirtschaft als Arbeitsbereich für Menschen mit Behinderung

  1. Liebes Fräulein Ich, da bin ich nun bei dir gelandet, über dein „ohne Kommentar“ Gequassel beim Mitmachblock neugierig geworden, und finde, statt einer witzig-konfusen Ichomanin eine richtig tolle engagierte Frau vor mir, die sich mit einem Thema befasst, das mich aktuell stark interessiert. Ich habe den Beitrag über Landwirtschaft mit Behinderten gleich rauskopiert. Wir bemühen uns nämlich, in Kalamata (Südpeloponnes) ein erstes Ausbildungsprojekt für erwachsene sog. „geistig Behinderte“ auf die Beine zu stellen. Ich bin selbst nicht aktiv und auch nicht betroffen, aber sehr an einem Gelingen interessiert, und will so gut ich kann mit Rat und Tat zur Seite stehen. Suche also Austausch, Kontakte, Ausbildungskonzepte, Finanzierungsmöglichkeiten (es gibt eine Erstfinanzierung aufgrund einer Spende). Und finde da bei dir ganz unerwartet eine Quelle. Das hat mich sehr gefreut. LG Gerda

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    • Es freut mich auch sehr, dass du auf meinen Blog gefunden hast, und ich dir mit meinem Beitrag weiter helfen kann. Oder auch konnte. Persönlich gesehen würde ich auch recht gerne mehr Kontak zu solchen Projekten haben. Denn leider Gottes, scheint es hier immer wieder zu scheitern. Und das in der Hochburg der Landwirtschaft. Leider Gottes. Vielleicht, würde durch diversen Austausch mehr da sein, was ich als Argumente zur überzeugung verweden könnte.

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