Ein weiterer Dienst ist beendet.

Ein Freitagsdienst ging zuende. Ich habe diese Woche am WE frei! Welch Luxus! Ich tue gerade so, als müsste ich ständig am Wochenende arbeiten. Das stimmt aber nicht. Wir haben bei uns in der Wohngemeinschaft eine Regelung. Eine sehr schöne Regelung sogar. Personaltechnis sind wir sozusagen in zwei Gruppen aufgeteilt. Die eine Gruppe hat die geraden Wochenenden, die andere Gruppe die ungeraden. Was bedeutet, dass ich immer ein Wochenende frei habe und das darauf folgende arbeite. Diese Woche habe ich das Vergnügen frei zu haben.

Heute, Freitag, hatte ich einen Spätdienst. Also von 11.30 bis 21 Uhr. Ich stellte für mich selbst fest, dass ich mich schon sehr daran gewöhnt habe, nur Stundenweise zu arbeiten und kaum noch Dienste zu haben, an denen ich 8 Stunden am Stück arbeite. 4 bis 5 Stunden sind normal, mehr vertrage ich schon nicht mehr und strengen mich immer ziemlich an. Was heißt sie strengen mich an? Ich bin ko, ausgelaugt, kann aber nach dem Dienst nicht sofort ins Bett liegen und schlafen. Ich brauche meine Zeit, bis ich runter gekommen bin. Das selbe Fenomen hatte ich auch schon zu meiner Zeit, als ich in einer WG für psychisch kranke Menschen arbeitet. Okay, dass ist jetzt gerade mal 2 1/2 Monate her, dass ich dort aufgehört habe. Dort hatte ich meine Spätdienste von 13:00 Uhr bis 21:15 Uhr. Deutlich länger, als der durchschnittliche Spätdienst jetzt. Dort hatte ich allerdings nicht ganz so viel zu tun. Meistens bin ich bei meiner Stelle bei der Klinik auch erst gegen 21:30 Uhr raus. Manchmal sogar auch erst um 21:45 Uhr. Wenn man dann auch noch gut 40 Minuten Fahrzeit vor sich hat, ist das nicht gerade super. Mitunter ein Grund für meine Auflösung des Vertrages. Dennoch war ich häufig so aufgedreht nach dem Dienst, dass ich oft erst gegen Mitternacht oder sogar nach Mitternacht ins Bett ging. Abgesehen von der Nachtwache. Vorallem nach der ersten Nachtwache von zwei aufeinander folgenden. Am Tag als die erste Nacht begann, stand ich normal gegen 9 Uhr auf, erledigte meine Sachen wie Haushalt, Einkaufen und Stall. Zum Teil hatte ich an diesen Tagen sogar noch Reitstunde. Arbeitsbeginn war 21 Uhr, Arbeitsende am Folgetag um 6:40 Uhr. Gegen halb 8 war ich dann meist zuhause und total müde bzw. übermüdet. Um 8 war ich dann im Bett und schlief ein und das ziemlich sofort. Nach 23 Stunden dauer wach, ist man dann auch einfach im Eimer.

Mein heutiger Tag. Was gibt es zu erzählen. Wir waren zu viert im Dienst. Drei bis um 9 einer bis um 7, da dieser Kollege bereits einen Frühdienst hatte. Wie mein Tag verlief? Ich hatte immer etwas zu tun, auch wenn mittags die Leute ihre Ruhe wollten und nach dem Mittagessen ihr Schläfchen abhielten und sich ausruhten. Dennoch ging es die ertsten Stunden ab wie Harry. Kurzes austauschen mit den Kollegen, was angsteht. Dienstbücher und ggf. neue Mails lesen von Ärzten, Angehörigen oder der Verwaltung. Ggf. selbst gleich darauf Antworten oder für später vormerken. Kochen anfangen. Kartoffelpuffer mit Apfelmus. Die ersten Bewohner trudeln bereits um 11:45 Uhr bei uns von der WfbM ein. Kollegen kümmerten sich um die ersten Bewohner, während ich gut 4,5 Kg Kartoffelpuffer aus dem TK in drei Pfannen briet. Gegen 13 Uhr Mittagessen. Einigen Bewohnern Essen eingeben, andere zum trinken anhalten und motivieren. Man wird es nicht glauben, dennoch gibt es vereinzelt Fälle, die schlecht trinken oder sich mehr oder weniger dazu Betteln lassen, endlich zu trinken. Es beinahe schon an ein Wunder grenzt, wenn Person xy an diesem Tag 1,5 Liter oder mehr trinkt. Hürde dazu ist, Person xy, darf keine Zuckerhaltigen Getränke zu sich nehmen, aufgrund von Aspirationsgefahr und darauf folgenden Lungenschädigungen. Zuckerhaltige Getränke wie Säfte oder Limo, sogar Kaffee oder Milch fällt darunter, können zwar verabreicht werden, dann aber nur in angedickter Version. Ich sage es euch, das Zeug hat irgendwie eine glibbrige Konsistenz, beinahe wie Kaiserschmarren. Ach schmarren, nicht Kaiserschmarren, Götterspeise meine ich natürlich (nur etwas flüssiger), Wackelpeter. Glibberzeug halt. Nun gut, jetzt habe ich den Faden verloren, superduper!!! Ich habe es geschafft!!! Auch das Essen ist bei Person xy eine Herausvorderung. Person xy hat nämlich Gewicht verloren und ist ziemlich dünn geworden. Mehr auf den Rippen währe sehr viel besser, was bedeutet, „Du hast zu essen ob du willst oder nicht“. Hört sich rabiat an, muss aber sein um vor Gesundheitsschäden zu bewahren und zu schützen. Auch eine andere Person xy, verweigert durchaus gerne das Essen so wie Trinken. Schlecht. Einer von beiden Personen kann man immerhin erklären warum essen wichtig ist. Der anderen Person, naja, da wird es schwierig bei einer geistigen Entwicklung von einem ca 4 bis 5 Monate alten Menschen. Aber gehört nicht zum Tagesablauf, aber irgendwie ja doch.

Weiter im Text. Bei anderen Bewohnern muss vor dem Essen das Essen in Breiform gebracht werden, da dieser Bewohner xy nur Breiartige Nahrung zu sich nimmt. Ob xy es nicht anderest kann, weiß ich nicht so genau. Bin ich noch nicht drauf gekommen. Werde ich mich mal erkundigen dürfen, sollen, müssen. Ein anderer Bewohner muss zwischenzeitlich der Blutzucker gemessen werden. Dieser Bewohner leidet nämlich an Diabetis. Hat dieser Bewohner gegessen, muss außerdem noch Insulin nach Plan gespritzt werden. Nach dem Essen, weitere Arbeitsteilung. Klient xy, mit dem Trinkproblem wird vom Rollstuhl ins Bett gelagert um den Po zu entlasten und Person xy in eine andere Haltung zu bekommen. Andere wiederum werden zum Schläfchen hingelegt oder legen sich selbst hin. Eine andere Person wird in den Stehständer gestellt um die Mobilität zu erhalten. Auch hier ist ein Mitgrund (so vermute ich) ein Stellungswechsel und eine andere Belastung der Muskeln durch ständiges Rollstuhlsitzen. Inhalieren, Omas rein lassen, Pflege. Alles Dinge die über den Nachmittag/Mittag erledigt werden sollen und müssen. Danach Spaziergang mit Person xy, welche sich gerne und oft in den Mittelpunkt stellt und mich bereits in vorherigen Beiträgen zum Wahnsinn getrieben hat. Ich alleine mit Praktikant im Haus, da die andere Kollegin Großeinkauf für 14 Leute tätigte und der andere Kollege unterwegs war. Es muss immer eine Fachkraft im Haus sein. Also war ich diese Fachkraft.

Danach wieder unterhaltung mit den Kollegen, zwischenzeitlich hatte ihc es auch einmal geschafft zu rauchen. Eine wirkliche Pause von durchgehend 30 Minuten, nix gibts. Zwei Bewohner von meinem Stockwerk waren fällig bezüglich Baden. Ich wollte eigentlich ursprünglich das Fliegengewicht machen. Anderst kam es am Ende jedoch trotzdem. Fliegengewicht machte der Kollege und den Stehständerstehenden Bewohner hatte ich. Warum ich eigentlich den leichteren machen wollte? Ich habe eine Problem mit meinem Handgelenk. Muss und soll es nicht zu sehr belasten. Aktuell gestützt durch Tapeband das elastisch ist, da ich keine komplett fixierende Schiene besitze. Orthopädentermin erst am 29.1.

Nun gut, sollte ich meinen Schmerz im handgeleng trotz stützfunktion beschreiben würde ich folgendes antworten: Die ersten Stunden alles okay, im laufe des Abends, schmerz stetig steigend. Auch ohen Belastung. Auf einer Skala von 0 bis 10 würde ich sagen war es eine 3 -4. Dennoch schmerzt mich meine Hand. Nach sämtlichen aktionen ging es dann über zum Abendessen. Wieder selbes Spiel, Essen eingeben, Diabetisvorarbeit, Tabletten, Trinken. Dana baden. Währenddessen hatten wir jedoch spaß. Plantschen, blödeln, quatsch machen. Der Feierabend rückte immer näher.

Als Nervennahrung gönnte ich mir einen Burger von McKotz, Bilder habe ich mir gespart. Nachdem ich selbst einfach doch jetzt ziemlich müde bin und ein Bett haben will und mich außerdem Frage wer das alles ließt, mache ich hier und jetzt einen Punkt. Ich beende vorerst diesen Text.

Also Leute, macht es gut, schlaft schön usw.

Bis dann!

 

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