Wie einst ein Bericht in der Ausbildung von mir Aussah.

Ach ja, ich habe durchaus, auch einen Vorbericht meiner Ausbildung gefunden. Hach ja, dass waren noch Zeiten, in denen ich über 18 Seiten Bericht schreiben musste, ob ich wollte oder nicht. Hach jaaaa. Ich dachte mir ich teile es einmal mit euch, damit ihr so einen kleinen Einblick in meine Ausbidlungszeit habt. Was wir da unter anderem tun durften und es nicht immer nur um Kaffeetrinken und im Netz surfen ging. Wahnsinn, was ich da Zeit vor dem PC verbracht habe um diese Berichte fertig zu schreiben. Wahnsinn. Ich schreibe ja nicht gerade langsam. Ich bin eigentlich ein ziemlicher schnell Tipper. Aber da bin ich dann schon eine Weile gesessen. Wird man nicht glauben ist aber so. Die Namen wurden von mir natürlich umgeändert bzw verändert. Die Personenbeschreibung mit Vorgeschichte, Erkrankung, Alter und Familiengeschichte habe ich weggelassen. Aus Datenschutzgründen. Nehmt mir das nicht übel 🙂

Beim durchlesen ist mir aufgefallen, dass es sich hier wohl um eine der „Förderungen“ handeln musste, die mir meine Anleitung damals angeleiert hat. Mein Gott hab ich sie damals gefressen gehabt. Aber das ist ein anderes Thema. Darüber erzähle ich euch ein anderes mal. Ist eh alles ganz anders gelaufen wie es eigentlich hätte laufen sollen.


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Equiva

 

  1. Analyse

 

1.1. Rahmenbedingungen

 

Zum 01.09.2014 hat sich ein neuer Grundkurs im Berufsbildungsbereich (BBB) zusammengesetzt. Die Klienten kommen aus verschiedenen Bereichen, zum einen kommen sie direkt von der [Zensiert] und der [Zensiert] Schule  in [Zensiert], zum anderen wurden die Klienten über die Agentur für Arbeit und die Rentenversicherung an uns vermittelt und haben zum Teil schon auf dem 1. AM gearbeitet.

Aufgrund dessen, dass viele neue Teilnehmer im Berufsbildungsbereich sind und diese auf das spätere Arbeitsleben vorbereitet werden sollen und müssen, finden im Rahmen dessen verschiedene Schulungen im Bereich der Sicherheit statt. Hierzu zählen zum Beispiel Feuerschutzübungen, der Umgang mit verschiedenen Werkzeugen, die richtige Körperhaltung am Arbeitsplatz, Sicherheitszeichen und vieles mehr.

Die Schulungen finden einmal wöchentlich im Gruppenraum des BBB statt. Dort werden immer wieder neue Themen begonnen und alte Schulungsthemen wieder aufgegriffen und wiederholt. Die Dauer der Schulungen ist abhängig vom Thema, meist beläuft sich die Dauer der Einheiten auf 30 – 45 Minuten um eine Überforderung und zu viel Input zu vermeiden.

 

1.2. Allgemeine Beschreibung der Personen

 Der Berufsbildungsbereich besteht derzeit aus 17 Personen, mit verschiedenen Behinderungen und verschiedenen Behinderungsgraden, so wie unterschiedlicher Altersgruppen.

Ein Teil der Klienten hat bereits eine abgeschlossene oder abgebrochene Ausbildung, andere wiederum kommen direkt von den Schulen in [Zensiert]. Einige wenige Teilnehmer sind für einen ausgelagerten Arbeitsplatz geeignet, der Großteil der Gruppe sind jedoch typische WfbM Klientel.

Da alle Teilnehmer neu sind, gibt es im BBB vieles zu lernen, da der Großteil im Bereich der Arbeit noch keine Erfahrungen hat. Daher werden durch verschiedene Aufgaben in der Montage so wie bei Kreativ und in Schulungen herausgefunden, welche Dinge die Teilnehmer bereits können und wo Förderbedarf besteht, dies wird durch Beobachtungen im Arbeitsalltag, so wie in Kreativ und durch ein bestimmtes Testprogramm (Hammet und Melba) herausgefunden.

Außerdem werden den Klienten bestimmte Inhalte durch Schulungen/Kreativ/Arbeit vermittelt, die sie für ihren weiteren Arbeitsweg, sei es in der WfbM oder auch auf dem 1. AM dringend bzw. weiterhin benötigen werden.

  1. Planung

 

2.1. Begründung der Themenwahl

Ein Bestandteil des Grundkurses ist, dass Schulungen durchgeführt werden, wie Sicherheitsunterweisungen oder die richtige Handhabung von Geräten um Unfälle, Verletzungen und eventuelle Spätfolgen zu verhindern.

Da der Grundkurs gerade neu begonnen hat und fast alle Teilnehmer des BBB diese Schulungen noch nicht hatten, diese aber während des Eingangsverfahrens durchgeführt werden müssen, bietet es sich derzeit an, eine Schulung mit allen Teilnehmern zu einem bestimmten Thema durchzuführen.

Mein Thema für die Aktuelle Schulung, ist das Thema „Ergonomie am Arbeitsplatz“. Hierbei soll den Teilnehmern der Schulung die richtige Haltung am Arbeitsplatz vermittelt werde um Spätfolgen wie z.B. Bandscheibenvorfälle zu vermeiden und ihnen einen sinnvollen Einsatz von Arbeitsmaterealien so wie Hilfsmitteln zu vermitteln. Außerdem soll vermittelt werden, dass durch die Handhabung von Hilfsmitteln wie z.B. Transportwägen unnötige Strecken vermieden werden können, indem mehr Material auf einmal Transportiert werden kann.

2.2. Zielplanung mit methodischer Grobplanung

Ausbildung von Lebensfertigkeiten

  1. Kognitiver Bereich, Merkfähigkeit

 

FZ 1: Die Teilnehmer der Schulung merken sich einen Punkt der Ergonomie-Schulung, der zu beachten ist, bis zum Ende der  Schulung

 

FZ 2: Merken sich bis zum Ende der Schulung zwei Gründe warum Ergonomie so wichtig ist.

 

Bildung von Lebenshaltung

  1. Sozialer Bereich, Rücksichtnahme

                        FZ 3: Wenn ein Teilnehmer eine Frage des GL während

der Schulung beantwortet soll, lassen ihn die anderen

aussprechen.

 

Lernzielkontrolle der Feinziele:

FZ 1: Teilnehmer der Schulung, können einen wichtigen Punkt der Ergonomieschulung am Ende bei der Zusammenfassung nennen.

FZ 2: Teilnehmer können am Ende der Schulung nennen, warum Ergonomie so wichtig ist und warum man dies beachten sollte.

FZ 3: Teilnehmer der Schulung, können abwarten ob derjenige der spricht Hilfe bei der Antwort benötigt und Antworten erst wenn der Gruppenleiter ihnen das Wort erteilt.

Begründung für die Ziele/methodisches Vorgehen

FZ 1: Die Teilnehmer der Schulung sollen im späteren Arbeitsleben ihren Arbeitsplatz soweit selbstständig einrichten können, dass gerade und richtig sitzen und ein gutes Arbeitsergebnis erzielen können.

FZ 2: Teilnehmer der Schulung sollen wissen, warum Ergonomie so wichtig ist und einen Sinn hinter der richtigen Haltung am Arbeitsplatz sehen und dies verstehen können.

FZ 3: Manche Teilnehmer sprechen ohne Aufforderung während der Schulung rein, da sie die Antwort wissen. Da allerdings auch andere MamB die Chance bekommen sollen ihr Wissen mittzuteilen, sollen die Teilnehmer lernen erst auf Nachfrage oder Aufforderung des Gruppenleiters während einer Frage zu sprechen. Dies erfolgt durch direktes Ansprechen der Person, von der die Antwort erwartet wird. Kommt die Entpsrechende Antwort nicht, kann nach einigen Versuchen die Fragen an die Runde gestellt werden. Spricht dennoch davor jemand rein, sollte derjenige darauf hingewiesen werden, dass gerade jemand anders dran ist.

2.3. Organisation/Vorbereitung

Für die Durchführung der Gruppenschulung, werden verschiedene Dinge benötigt, dazu gehören beispielsweise bereits vorbereitete Arbeitsblätter zu dem geplanten Thema, wie z.B. Bilder der verschiedenen Sicherheits- und Warnzeichen so wie Verbotszeichen die in der richtigen Farbe angemalt und benannt werden müssen.

Außerdem werden verschiedene Unterlagen, die bereits in einem Ordner abgelegt sind benutzt um einen Leitfaden für die Schulung zu haben. Außerdem können Laminierte Karten benutzt werden, auf welchen die Sicherheitszeichen bereits abgedruckt sind um den Teilnehmern visuelle Unterstützung zu bieten. Bezüglich des Themas Ergonomie, habe ich bereits ein Blatt vorbereitet, welches ich als Leitfaden nutzen werde.

2.4. Verlaufsplanung

 

Zeit Inhalt Methodisches Vorgehen Begründung für das Vorgehen Ziel
12:15 Begrüßung der Teilnehmer, kurze Abfrage was nun laut Stundenplan stattfindet, kurze Erklärung, dass S. mir heute zuschaut und sich sachen über mich aufschreibt, da ich noch Azubi bin und lernen muss und S. meine Anleiterin ist. Erklärung, dass es hier um mich geht und nicht um die Teilnehmer und ich bewertet werde. Ich erkläre, dass S. mit dabei sein und zuschauen wir weil sie meine Anleiterin ist und mir Sachen beibringen soll. Ich erkläre den Teilnehmern außerdem, dass S. mir zuschaut und mich bewertet und nicht sie. Außerdem sage ich den Teilnehmer, dass sich Steffi vielleicht Sachen aufschreibt, die sich aber nur auf mich beziehen, da sie später mit mir bespricht wie ich es gemacht habe. Außerdem ist S. während der Schulung nicht ansprechbar, während dieser Zeit bin ich der erste Ansprechpartner und wenn Fragen aufkommen sollen sie mich darauf ansprechen. Warum S. mir zuschaut und sich Sachen aufschreibt, erkläre ich den Teilnehmern daher, da manche darauf nervös reagieren könnten bzw. eine solche Situation für sie noch gänzlich unbekannt ist. Daher wird ihnen mitgeteilt was los ist, damit sie ruhig bleiben und mit der Situation angemessen umgehen können. Außerdem soll ihnen klar werden, dass es in dieser Situation nicht um sie geht, sonder darum das ich Bewertet werde und ich eine Note darauf bekomme und nicht sie bewertet werden, sondern mein Vorgehen und mein Handeln. S. wird dabei sein, da sie meine Anleiterin ist und mir etwas beibringen soll, weshalb sie mich bei dieser Einheit mitunter auch beobachten wird.
Ca 12:20 Uhr Beginn der Schulung durch den GL (bzw durch die Schülerin)

Vieles wird durch den GL erfragt, da die Leute selbstständig darauf kommen sollen.

 

Arbeit mit Bildern an der Pinnwand, die mit auf den Tisch geholt werden damit alle die Bilder ansehen können.

Durch erfragen herausfinden was die Teilnehmer bereits wissen. Unwissenheit durch Tipps und weiteres erfragen ggf. durch Hilfe von andern Teilnehmern herausfinden. Bilder und praktische Beispiele benutzen um den Teilnehmern bestimmte Dinge verständlich zu machen und ihnen ein Bild von der Situation zu geben.

 

Praktische Darstellungen vielleicht durch die Teilnehmer zeigen lassen um sie selbst in Aktion zu bringen

Die Teilnehmer sollen zu einem weitgehendst selbstständigen Handeln und Denken „erzogen“ werden. Daher wird viel durch erfragen erarbeitet, damit die Teilnehmer selbst auf die Lösung kommen.

 

Die Bilder dienen zum besseren Verständnis und damit sich die Teilnehmer das richtig Vorgehen besser merken können.

FZ 1 und 3
12:45 Uhr Allgemeine Zusammenfassung darüber was sich die Teilnehmer während der Einheit gemerkt haben. Nachfragen, was die Teilnehmer noch darüber wissen, was Ergonomie ist. Da die Teilnehmer soweit wie möglich selbständig werden sollen, sollen ihnen durch die Schulungen ein bestimmtes Wissen angeeignet werden, welches sie im späteren Arbeitsleben selbstständig umsetzen können. FZ 2

 

2.5. Mögliche Störungen/Reaktionen darauf

Aufgrund der Ungewohnten Situation können verschiedene Reaktionen einzelner Klienten kommen, da diese eine solche Situation noch nicht kennen.

Frau J.J. reagiert auf ungewohnte Situationen meist mit einer Rückzugstendenz. Sie wird sehr ruhig und wirkt in sich gekehrt, antwortet nur mit Kopfnicken oder schütteln bzw. gar nicht auf Fragen die an sie gerichtet sind. Antwortet sie doch verbal, kann es sein das ihre Antwort auf alle Fragen „Ich weiß nicht“ lautet. In solch einer Situation sollte Frau J.J. in Ruhe gelassen werden und zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal gefragt werden. Wird es Frau J.J. immer noch zu viel, wird ihr eine Auszeit eingeräumt, in der sie den Raum verlassen kann.

Aufgrund seines Krankheitsbildes Autismus reagiert Herr J.M. auf Unbekannte Situationen mit Nervosität oder reagiert nicht auf Fragen seitens eines Gruppenleiters die direkt an ihn gerichtet sind, obwohl er die Antwort kennt. In Situationen, in denen es ihm zu viel wird und er direkt angesprochen wird, macht er eine abwehrende Handbewegung und antwortet nur kurz und knapp bis gar nicht bzw. dreht sich von dem ihn ansprechenden Gruppenleiter weg und reagiert nicht mehr auf Fragen die an ihn gerichtet sind. Hier sollten auch Herrn J.M. Pausen eingeräumt werden und Fragen zu einem späteren Zeitpunkt an ihn gestellt werden.

Außerdem können Störungen durch MamB erfolgen, die in den Gruppenraum kommen um etwas vorbei zu bringen oder zu fragen. In einem solchen Fall sollten die entsprechenden Mitarbeiter darum gebeten werden zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal zu kommen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  1. Entwicklungsmöglichkeiten/Perspektiven

 

Schulungen gehören im BBB zum Wochenalltag, da die betreffenden Teilnehmer bereits innerhalb der ersten drei Monate (Eingangsverfahren) bestimmte Schulungen erhalten müssen wie z.B. Feuerschutz, Sicherheit am Arbeitsplatz, persönliche Schutzausrüstung uvm.

 

Im weiteren Verlauf des BBB werden die Schulungen erweiter bzw. die bereits erhalten Schulungen wiederholt um das bereits gelernte zu festigen und zu wiederholen. Damit sich die Teilnehmer die Inhalte der Schulungen definitiv merken können, da sie diese auch im weiteren Verlauf ihres Arbeitslebens benötigen werden.

 

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