Eingliederung von Menschen mit Behinderung auf dem 1. Arbeitsmarkt?

Ich interessiere mich ja auf gewisse weise dafür, wie das so läuft mit Eingliederung von Menschen mit Behinderung auf dem 1. AM. Zum einen weil ich im sozialen Bereich arbeite, zum anderen kann es einen auch selbst treffen. Alleine durch die Tatsache, dass man vielleicht einen Sportunfall hat und aufgrund dessen, an den Rolli gebunden ist. Wer weiß denn schon was die Zukunft bringt?

Der Text ansich ist nicht schlecht. Dennoch ist aus meiner Sicht immer sehr viel irgendwo im Gespräch, umgesetzt sieht das ganze schon wieder anders aus. Man plant und macht, denkt sich etwas dabei, scheitert aber an der Umsetzung oder lässt es so stehen wie es ist. Man ließt solche Texte, denkt juhu welch Wunder. Liest man sich die Texte darunter durch, also die Kommentare (sofern möglich), sieht es eher umgekehrt aus. Nicht das ich den Text schlecht reden möchte. Es runterwirtschaften will. Der Grundgedanke ist gut. Aber an der Umsetzung hängt es aus meiner Sich situativ ein bisschen.

 

Welche Chancen haben behinderte Menschen am Arbeitsmarkt? 3

Die Eingliederung behinderter Menschen in den Arbeitsmarkt ist eine der Grundvoraussetzungen für die Entfaltung der Persönlichkeit. Menschen mit einer Behinderung sollen eine Chance auf Teilhabe in der Gesellschaft und damit auch explizit am Arbeitsleben bekommen. Arbeit ist eine der Hauptgrundlagen für eine Lebensgestaltung in Eigenverantwortung und die Grundvoraussetzung für die Entfaltung der Persönlichkeit.
Leider ist die Lage auf dem Arbeitsmarkt so, dass nicht einmal Nichtbehinderte immer einen Job bekommen und deshalb wird der Integration der Behinderten auch von staatlicher Seite besondere Bedeutung beigemessen.

In Deutschland werden Behinderte gefördert. Der Gesetzgeber schreibt vor, dass Arbeitgeber die mehr als 20 Arbeitsplätze haben, auf fünf Prozent dieser Arbeitsplätze Behinderte Menschen beschäftigen muss. Frauen müssen dabei besonders berücksichtigt werden. Arbeitgeber, die dieser Festlegung nicht nachkommen, zahlen eine entsprechende Ausgleichsabgabe.

Für behinderte Menschen gibt es in vielen Bereichen des frei zugänglichen Arbeitsmarktes Arbeit. Oft haben Behinderte besondere Fähigkeiten. So können beispielsweise blinde Menschen viel besser hören, sich besser konzentrieren und genauer zuhören, sodass sie häufig in Callcentern einen Arbeitsplatz finden. Menschen, die gehörlos sind, können ihre Umwelt sehr gut beobachten und sind daher prädestiniert, Maschinen zu bedienen.

Natürlich ist es dennoch so, dass viele Behinderte ohne zusätzliche Hilfe keine Arbeit auf dem öffentlichen Arbeitsmarkt finden. Aufmerksamen Beobachtern wird nicht entgangen sein, dass in Stellenanzeigen der Tagespresse oder auch im Internet gerade bei öffentlichen Arbeitgebern häufig vermerkt ist, dass Behinderte bei gleicher Qualifikation den Vorzug erhalten. Behinderte werden von sogenannten Integrationsfachdiensten, die es in Deutschland flächendeckend gibt, unterstützt. Die dort arbeitenden Fachleute arbeiten mit den Arbeitsämtern und den Rehabilitationsträgern zusammen, mit dem Ziel für Behinderte Arbeit bei privaten und öffentlichen Arbeitgebern zu finden.

Die Arbeit der Integrationsfachdienste

Das große Ziel ist immer, den Behinderten Arbeit zu verschaffen. Dabei leisten die Integrationsfachdienste wichtige Aufgaben. Sie ermitteln die Fähigkeiten der Behinderten Bewerber und bieten auch berufliche Qualifizierungen an. Sie suchen geeignete Arbeitsplätze, begleiten die Behinderten, sofern es notwendig ist, am Arbeitsplatz oder bei beruflichen Trainingsmaßnahmen und helfen den Behinderten, wenn sie in einer Krise stecken.
Die Integrationsberater sind parallel auch Ansprechpartner für die Arbeitgeber. Die Integrationsfachdienste wurden geschaffen, um Menschen mit geistigen und seelischen Behinderungen und Menschen mit Körperbehinderungen zu helfen. Die Integrationsfachdienste unterstützen auch die Menschen, die in Behindertenwerkstätten tätig sind und eine Anstellung am freien Arbeitsmarkt suchen.

Arbeitgeber, die Behinderte beschäftigen, können als Ausgleich für eventuell höhere Aufwendungen bei der Einrichtung eines Arbeitsplatzes für Behinderte zum Beispiel sogenannte Eingliederungszuschüsse bekommen. Die Zuschüsse gibt es zeitlich befristet und sie können bis zu 70 Prozent des Lohnes inklusive der Beiträge für die Sozialversicherung betragen. Diesen Zuschuss gewährt der Staat auch Arbeitgebern, wenn sie noch keinen Behinderten beschäftigen, aber den Arbeitsplatz einrichten wollen. […] HIER mehr dazu lesen

Dazugehörige Kommentare:

Die Chancen für Behinderte auf dem Arbeitsmarkt sind überhaupt niht gut. Firmen zahlen lieber die Strafe, als jemanden einzustellen, der angeblich unkündbar ist.

 

INKLUSION ist für mich eine riesen Luftblase, mehr nicht. Ich bin IHK Bürokauffrau, habe also eine reguläre Ausbildung gemacht. Unterschied: Träger für Personen mit besonderen Förderbedarf! mit Übungsfirma, also kein richtiger Betrieb. Fazit: Hat nichts gebracht, Behindert ist Behindert, bleibt behindert… Nach 7 Jahren Hartz IV gings freiwillig in die Behindertenwerkstatt.

Dein Kommentar fand ich richtig gut.
Bin auch gerade am Bewerben und eigentlich nur minimal behindert und ohne Behindertenausweis. Aber dennoch. Für eine Behindertenwerkstatt bin ich nicht behindert genug. Für den 1.Arbeitsmarkt zu behindert.

Außerdem frage ich, wie ein Behinderter beweisen will, dass er auf Grund seiner Behinderung nicht eingestellt wurde ?


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