Der Verkaufswahnsinn im Netz.

Klein ich hat heute mal wieder einen spontanen „Ich reg mich mal kurz auf“ Beitrag in der Bearbeitung. Den ihr jetzt auch gleich lesen dürft. Ja ich habe gerade wieder eine aufregtendenz bei mir zu erkennen.

Wir kennen ja alle das Phenomen. Wir haben Krimskrams zu Hause und man will es los werden. Daraufhin wendet man sich dann an diverse Plattformen auf denen man es eventuell und auch ggf. loswerden könnte. So auch ich.

Immer wieder stelle ich fest, dass gerade auf Plattformen die nicht Ebay heißen sondern Ebay-Kleinanzeigen, Kleiderkreisel oder Mobile.de, verhandelt wird, dass es kracht. Wenn sich denn dann mal jemand für seinen Artikel unter Millionen interessiert. Manche Ansichten sind für mich durchaus nicht nachvollziehbar und einfach idiotisch. So erging es mir zum Beispiel erst vor kurzem mit meinem Motorrad. Mein Motorrad steht seit gut einem Jahr, ungefahren in der Garage. Abgedeckt, gepflegt, allerdings keinen TÜV mehr. Sie war damals in der Vermietung bei einem Händler und wurde beim Händler regelmäßig gewartet. Zugegeben, es ist verschrammt, hat ein paar Dellen und schon verhältnissmäßig viele Kilometer auf dem Buckel. Ist kleiner gelegt, nein niedriger, als sonst. Ein tolles Anfängermotorat eben. Bei dem es nicht so schlimm ist, wenn es mal umfallen sollte. Gut. Das ich den damaligen Kaufpreis nicht mehr bekomme, ist mir durchaus bewusst. Verliert ja an wert. Aber dennoch, hat sich trotzdem noch einen Wert und ich eine Vorstellung davon, wie weit ich runter gehen kann mit dem Preis.

Es hat sich dann ergeben, dass sich jemand für meine Maschiene interessiert hat und sogar vorbei kam um sie sich anzusehen. Wundervoll. Der potentielle Käufer, war von der Maschiene nicht abgeneigt und fand sie eigentlich ganz okay, zum anfangen. Ihm war klar, dass ich für die Maschine noch 800 € haben möchte, so stand es ja auch im Netz drin. Er wollte sich vorerst noch ein paar andere Maschinen ansehen, die ihm vielleicht besser gefallen. Kein Thema, man muss ja nichts überstürzen, auch wenn ich meine Maschine dadurch vielleicht nicht an den Mann bekomme. Beim Gespräch zeigte ich alle Mängel, die die Maschine hat. So wie ich ihm auch erklärte, was mit der Maschine vorher war. Durchaus auch darauf hingewiesen, dass die Reifen noch kaum abefahren sind und auch die Bremsen einen guten Zustand vorweisen. Eine Batterie die neu hineingekauft wurde, ist auch vorhanden. Allerdings müsste diese geladen werden.

Kurze Zeit später, bekam ich eine Whatsapp nachricht, vom potentiellen Käufer. Er fragte mich, ob ich auch noch verhandeln würde was den Preis angeht. Ich fragte ihn, was er denn für eine Vorstellung hätte, was das angeht. Kurze Zeit später kam seine Reaktion und ich bekam rote Stressflecken im Gesicht. Mich hat es beinahe aus den Latschen gesemmelt, als ich seine Nachricht las. Darin erklärte er mir, dass ihm vor seiner Nase eine beinahe identische Maschine weggekauft wurde. Diese hätte wohl weniger Kilometer gehabt als meine sowie Tüv, was meine ja nicht hat. Außerdem hätte die andere auch noch mehr PS gehabt. Der Preis wäre bei 650 € gelegen, 50€ unter meinem eigenen Limit. Er meinte dann noch im Anhang, er würde dann schon erwarten, dass meine Maschine vom Preis unter den 650€ liegt, damit er sie kauft. Außerdem hätte er angst vor Volgekosten.

Das ich nicht zu Hyperventilieren angefangen habe, war die Krönung. Ich musste mich einfach aufregen. Was denkt der sich denn, bin ich die Heilsarme oder was! Bin ich hier eine Spendenstelle die alles verschenkt oder was. Gehts eigentlich noch! Ich bin vom eigentlichen Kaufpreis bereits gut runter gegangen und dann sowas. Also jetzt aber. Bitte was. Hä wieso warum weshalb. Außerdem, wenn er Angst vor Folgekosten hat, dann darf er sich gar kein Motorrad kaufen! Egal ob die Maschiene Tüv hat oder nicht, irgendwann kommen sie! Ist egal ob die jetzt dieses Jahr kommen oder in zwei. Irgendwann muss man immer investieren und was tauschen. Wer bin ich denn. Ich werde definitiv nicht nochmal Geld rein stecken, dafür dass ich sie nicht mal Fahre und dann soll ich sie am besten immer noch herschenken. Also nenene. So gehts nicht. Alles was recht ist. Aber ne.

Ich habe mir ja dann so meine Gedanken gemacht und habe entschieden, dass ich maximal auf 700 € runter gehen kann. Habe nicht sofort zurück geschrieben. Darauf kam dann gleich eine Meldung ob ich denn noch verkaufen wollen würde, weil er noch nicht sofort was gehört hat. Ich habe es ihm dann nett und knapp geschrieben, dass ich nicht unter 700 gehen kann. Das ist ein Tag her. Jetzt ist Funkstille. Vielleicht muss er auch erst überlegen. Dennoch bin ich etwas erregt darüber, dass es grundsätzlich und sowieso immer so ist, dass manche meinen man verschenkt. Egal was es ist. Also okay.

Ich bin dann mal fertig. Ich werden dann mal noch mein altes Snowboard in Ebay-Kleinanzeigen einstellen, in der Hoffnung, dass ich es jetzt noch los werde und nicht jeder meint auf limit runter zu Handeln. Ich würde es ja gerne bei Ebay einstellen, allerdings weiß ich nicht wie ich das Brett denn verschicken sollte. Darum ist es mir beinahe lieber, wenn es abgeholt wird. Muss ich es schon nicht abschicken. Ob 50 € für ein gebrauchtes Snowboar, dass 14 Jahre alt ist und ein Anfänger Brett ist, zu viel ist? Ich probiere es mal aus. Ich habe eher die Befürchtung, dass jetzt im Januar keiner mehr ein Snowboard kaufen wille.

 

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3 Gedanken zu “Der Verkaufswahnsinn im Netz.

  1. Deswegen verkaufe ich so selten auf ex- Kijiji. Leute lesen nicht, Leute wollen alles billiger oder sogar kostenlos haben. Zwar finde ich Ebay auch verpönt, doch dort kann man sich fast sicher sein, dass man die Sachen los wird und man das Geld dann auch bekommt.

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