Die Sache mit dem Versand

Ich kann es also doch nicht sein lassen. Alte Sachen, die ich nicht mehr brauche, verkaufe ich dann doch hin und wieder mal via Ebay. Nach gefühlt zig Monaten, habe ich es also doch mal irgendwann geschafft, diese überdimensional große Porzellan-Künstler-Puppe los zu werden. Ich sammle keine Puppen. Schon gar keine Künstlerpuppen. Ich kann damit nichts anfangen und sind für mich absolute Staubfänger.

Wie ich an diese Puppe kam? Wenn ich sie doch nicht sammle? Gekauft habe ich sie mit Sicherheit nicht, soviel sei schon mal gesagt. Zu dieser Puppe kam ich, nachdem eine Wohnung einer Verstorbenen, die wir kannten, geräumt wurde. Ich schrie damals ganz laut „Bring die mit und schmeiss sie nicht auf den Müll! Da bekommt man noch Geld für und wenn wir Glück haben sogar n hübsches Sümmchen!“ Also, Stand die werte Dame, mit einer stolzen Größe von 1,20 m inklusive Halteständer, bei uns über Wochen in der Wohnung, bevor sie endgültig in den Keller umziehen musste. Aus Platzgründen, versteht sich.

Auf Ebay war sie schnell eingestellt. Über mehrere Wochen wiederholte sich jedoch das Bild, dass ich den Wiedereinstellen Knopf klickte, mehrfach die Beschreibung änderte und bei jedem wiederholen ca 10 € vom eigentlichen Preis hinunter ging. Bis nun endlich, nach etwar 6 Monaten, die Puppe für 50 € den Besitzer wechselte. Nicht bedacht hatte ich jedoch die Tatsache, wenn ich diese Verschicken wollte, bräuchte ich dazu die entsprechende Kiste. Dies kam mir natürlich erst, als ich sie bereits inklusive Versand verkauft hatte. Mist was tu ich denn jetzt…

„Ich brauche eine Kiste!“

„Für was?“

„Für die Puppe die im Keller steht.“

„Ach, bist sie endlich los geworden?“

„Ja.“

„Wir haben umzugskartons im Keller, komm lass uns das gleich verpacken und erledigen.“

„Ich habe aber keine Lust abends um 20 Uhr noch rumzuwerkeln, ich möchte eigentlich aufs Sofa.“

„Komm mach ma schnell.“

Ich und mein Mitbewohner wandelten also doch schnell in unser Kellerabteil um die Puppe zu verpacken. Allerdings mussten wir feststellen, dass sämtliche Kartons zu kurz waren.

„JA komm die drücken wir bisi rein.“

„Nein hör auf das geht nicht! Die Kiste ist zu klein.“

„Doch doch, das geht schon.“

„Nein das geht nicht! Hör auf jetzt, ich hör die Puppe schon knirschen! Sei vorsichtig jetzt!“

„Das geht echt nicht, warte mal, wir versuchen das mal quer.“

„Nein hör auf, das geht nicht! Die geht sonst kaputt, und dann erklärst du dem Käufer warum er seine Puppe nicht bekommt!“

„Jaja, ist gut, ich lass es ja sein!“

„Danke.“

Daraufhin, kutschierte ich Püppi zu meinen Eltern, in der Hoffnung, sie hätten vielleicht eine passende Kiste, da die Mama ja schließlich auch die ein oder andere etwas größere Puppe hat, die ja irgendwie zu ihr geschickt wurde.

Dort angekommen, hatte ich jedoch genau so wenig Erfolg, keine Kiste wollte passen und die Puppe war in den meisten Fällen gut 10 cm zu lang. Scheibenkleister……Tagelanges Hirn durchgrübeln und immer mehr schlechtes Gewissen, weil die Puppe immer noch nicht unterwegs war. Hatte mich der Käufer doch explizit gebeten, die Puppe so schnell wie möglich abzuschicken, da er viel unterwegs sei und die Puppe gerne selber entgegennehmen möchte. Wiederholtes vertrösten, zwecks Verpackungsproblem zog sich über ca 4 Tage. Jeder andere hätte mir schon eine schlechte Bewertung abgeliefert. Oder sogar einen Fall geöffnet!

Nun war ich einfach nur noch gestresst, dieses doofe Puppenteil da, wie werde ich es jetzt los. Heiland…Was tun. Letztenendes, funktionierte ich zwei Kisten zu einer um. Ich hoffe nur, dass die Fünf Kilometer Klebeband halten, sonst habe ich ernsthaft ein Problem. Nach geschlagenen 70 Minuten, hatte ich werte Puppe dann endlich in die Kiste verfrachtet, gepolster und sonst was, damit sie geschützt war. Schweißdurchnässt, starrte ich beinahe wütend die Kiste an. Diese hat mich eindeutig meine letzten noch vorhandenen Nerven gekostet. Fehlt nur noch, dass man mir in der Poststelle erzählt, dass sie dieses Paket nicht annehmen, weil es vielleicht zu hässlich verpackt ist oder aus der Norm fällt. Am ende erzählen sie mir noch, sie können es nicht annehmen, weil es zwei Kisten sind die zu einer fabriziert wurden. Wahrscheinlich habe ich auch noch das Problem, dass es als Sperrgut läuft und ich auch noch die Versandkosten von 15 € zu niedrig angesetzt habe. Die Nerven liegen blank.

Mein aktueller Vorsatz: Ich verkaufe niemals nienicht wieder, einen Gegenstand, der in eine normale Kiste nicht rein passt. Sollte ich es doch tun, dann kann der Käufer selber schauen wie er dran kommt. Verschicken werde ich es nicht!

 

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2 Gedanken zu “Die Sache mit dem Versand

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