Titel? Was für einer? Tagesrückblick, Pferd, Gewitter und sonst so….

Mein gestriger Arbeitstag, nach vier Tagen Frei, begann mit einem Jahresgespräch gut 1 Stunde früher als gewöhnlich. Als ich im Büro die Dokumentation der letzten Tage las, und mit meiner Kollegin sprach, kam heraus, dass ein Bewohner wohl wieder eine schwierige psychische Phase durch macht. Attacken gegenüber den Mitarbeitern in der Früh, in der Arbeit musste er einzeln betreut werden, da er aggressiv war. Zuhause muss er durchaus auch wieder ziemlich angespannt und beinahe aggressiv gewesen sein.

Mein Chef, war an diesem Tag spontan zu einem Gespräch in der Arbeit. Mit der Mutter. Ich frage mich nach wie vor, warum er nicht direkt wieder eingewiesen wurde, wenn er wieder so aggressives und auch auffälliges Verhalten zeigt. Dies ist nämlich weder für die Betreuer noch für seine Mitbewohner dauerhaft tragbar. Ich hatte daraufhin eine etwas hitzige Disskussion mit meinem Chef. Diese baute lediglich auf meiner Aussage auf, dass es hier in der Gegend, eine Wohngruppe gäbe, die darauf spezialisiert sei Menschen mit schwerstmehrfach Behinderungen und einer psychischen Problematik zu beherbergen und zu betreuen. Und ob das nicht vielleicht die bessere Einrichtung für besagten Bewohner wäre. Ich war nach diesem Gespräch, das gut 20 Minuten dauerte, ziemlich erregt und genervt. Ich fühlte mich missverstanden und mit der Aussage „Damit musst du umgehen können, dass wird dir immer wieder vorkommen.“ Fühlte ich mich als ziemlich blöd verkauft. Mit meiner zum Teil vorhandenen Angst vor Nachtdiensten, wenn besagter Bewohner da ist, wurde ich stehen geblieben. Es war ein regelrechter Kampf, gegen die Meinung anzukämpfen und meine Aussagen zu rechtfertigen und zu begründen. Zum Glück ist mir situativ meine Kollegin, mit sehr konstruktiven Aussagen, beigestanden, sonst hätte ich mich wohl noch döfer gefühlt.

Nun gut, ich möchte nicht weiter darüber reden, da ich mich sonst wieder in irgendwas hinein steigere. Ende vom Lied war auf jeden Fall, dass ich fix und fertig zuhause ankam, mich in die Wanne legte, noch ein paar Blogbeiträge las und mich danach selbst ins Bett steckte, da ich so alle war.

Heute begann mein Tag wieder recht gut. Strahlender Sonnenschein und blauer Himmel. Also ließ ich heute das Auto stehen und fuhr mit dem Roller in den Stall zu meinen zwei Schätzen. Wollte ich doch heute wieder ein bisschen Gymnastik mit Sattel machen und den Bubi waschen, da er im Frühjahr/Sommer immer so Juckreiz auf der Haut hat und ihm einmal Wöchentliches Waschen mit Shampoo dabei hilft, dass es ihn nicht mehr juckt. Also flitze ich gleich in den Stall, schmiss beiden ein Häppchen Heu in die Box, a) damit sie vom Paddock in die Boxen kommen, b) damit Mausi nicht hungrig arbeiten muss. Mit dieser Theorie sind wir bis jetzt immer ganz gut gefahren. Also mit der Theorie, dass ein sattes Pferd bessere Leistung bringt, als ein hungriges Pferd. Außerdem ist sie dann beim Reiten um vieles zufriedener und giert nicht immer so extrem nach Gras.

Also ich also Mausi fertig hatte, begaben wir uns zu unserem ca 20 – 30 Minütigen Training auf unseren Pseudoreitplatz, der wie ich schon mal erzählt hatte, eigentlich ein Feld ist. Ich war begeistert, Mausilein, ließ heute sehr gut mit sich arbeiten. Stellung/Biegung ein absoluter Traum und das bereits im Schritt. Im Trab konnte ich es zwar nicht konstant halten, dennoch bot sie sich immer wieder an und wir konnten das Gesamtpackt immer eine gute weile länger halten, bevor sie die Nase wieder wegstreckte. Als ich auf beiden Händen geübt hatte und durchparierte zum Schritt um vom Schritt aus weiter zu arbeiten, konnte es ja nicht anders kommen. Mausi rutschte mit der linken Hinterhand, beim parieren, ein bisschen weg und verdrehte sich wieder den Fuß. Mausi hat jetzt wieder einen Humpelfuß, obwohl das ja inzwischen echt gut war. Ihr wisst ja, die Geschichte mit dem Spat und so. Da braucht es nur eine Winzige Sache und bumms, haste den Salat wieder. Gut dass wir sowieso schon durch waren mit dem Trab. Galopp, hatte ich sowieso vor ausfallen zu lassen. Kurz trocken reiten und zurück zum Stall. Natürlich kreuzte unseren Weg wieder das Gatter, welches zur Koppel führt. Da musste Maus natürlich ein bisschen auf nervös und unkonzentriert machen. Weil auf der Wiese, wie sollte es denn auch anders sein, gibt es nämlich ganz tolles Essen.

Mausi war dann schon beinahe eingeschnappt, als ich sie zuerst in Richtung Stall buchsierte, denn Absatteln auf der Wiese, habe ich mir inzwischen abgewöhnt. Es ist zwar nicht gerade weit bis in den Stall, trotzdem habe ich nicht immer ganz so viel Lust, den Sattel bis in den Stall zu schleppen. Klingt komisch, ist aber so. Im Stall angekommen, krallte ich mir nach dem absatteln gleich den Bubi. Wollte ich ihn doch noch ganz unbedingt waschen. Kaum dass ich fertig war, mit der Wascherei, sah ich, dass die Wolken immer mehr herzogen. Wo kommen die denn auf einmal her? Hatte ich garnicht so richtig mitbekommen, da für gewöhnlich die Wolken aus der Bergrichtung kommen, auf die ich ständig einen Blick habe. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Nun gut, also gleich Richtung Koppel gewandert, damit der Herr wenigstens noch ein bisschen Sonne abbekommt und zumindest soweit antrocknet, dass es nachher nicht mehr so schlimm ist.

Während der 45 Minuten Weidegang, zog es immer mehr zu. Die Wolken schienen schon beinahe Pech schwarz zu werden. Die Sonne so wie der blaue Himmel, verschwanden zunehmend. Zum einen machte ich mir Sorgen um den Bub, zwecks trocknen. Zum anderen dachte ich mir super, ich muss nachher noch zur Arbeit und bin mit dem Roller da. Ich enschtloss daher, vorher noch nach Hause zu fahren und das Auto zu holen. Meine Motivation, im Regen mit dem Roller zu fahren und dass dann auch noch im dunkeln und auf der Hauptstraße, ließ mich etwas im Stich. Berechtigterweise muss man sagen. Nun gut, nachdem ich also das Heuhäppchen für nach der Koppel hergerichtet hatte, holte ich beide von der Wiese. Bubi war natürlich noch nicht trocken. Allerdings soweit angetrocknet, dass sein Fell nur noch etwas feucht war und es somit nicht mehr lange dauern würde, bis er ganz trocken wäre. Moment, die haben schon wieder Heut bekommen? Kurze Erklärung: Meine zwei Schätze bekommen vor der Arbeit/Wiese immer etwas Heut, damit sie etwas trockenes im Bauch haben und nicht total Hungrig auf die Wiese müssen. Haben sie nämlich schon was im Bauch, schoppen sie nicht ganz so schnell und viel Gras rein. Danach bekommen sie es, damit sie nochmal was trockenes im Bauch haben, damit es nicht ganz so zu gähren anfängt. Wir hatten somit noch nie ein Problem mit einer Kolik J. Zum Glück. Kaum hatte ich also sämtliche Gatter zu, begann es immer schneller dunkler zu werden und sogar schon zu tröpfeln. Nachdem es sich jetzt auch schon nach Gewitter anhört und ich noch den Roller zurück bringen sollte, werde ich mich jetzt auf den Weg machen und mein Auto holen. Nicht zu vergessen, dass ich nachher ja pünktlich zur Arbeit erscheinen sollte. Nicht wahr?

Wäre das Gewitter, nicht eigentlich bereits für gestern gemeldet gewesen? Nun gut, nachdem ich jetzt dann soweiso zur Arbeit darf, ist es mir ziemlich egal, dass es nun schlechtes Wetter wird. Ich befinde mich sowieso in einem Haus J. Herzliches Beileid dennoch, an diejenigen, die von dem schönen Wetter nichts mitbekommen haben und für die es zum Feierabend hin schlecht wird.

 

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