Eine Facebookhysterie, Fruktan im Gras und Pferde grasen lassen

Hallöchen! Ich melde mich auch mal wieder zu Wort und das mal mit einem Text und nicht nur mit Bildern. Kann ich doch so das ein oder andere Erzählen. Zum Beispiel über die aktuelle Panikmacherei in Facebook. Bin ich doch dort in verschiedenen Pferdegruppen. In diesen Pferdegruppen geht es im Moment sehr heiß her über das Thema Fruktan im Gras. Die Meisten dort, warnen davor, die Pferde im Moment auf die Wiesen zu tun, da Gras im Moment sehr viel Fruktan bilden würde.

Die meisten betieteln es gerne als Frostschutzmittel, welches die Pflanzen entwickeln. Allerdings entwickeln Pflanzen dies in erhöhter Masse, sind bestimmte Bedingungen nicht optimal fürs Wachstum, wo durchaus auch Kälte mitspielt. Allerdings, informiert man sich mehr im Internet, stellt man fest das auch Faktoren dazu gehören, wie z.B. zu wenig Sonne, wenig Wasser, Nährstoffmangel im Boden oder ein zu häufiger Wetterwechsel.

Außerdem handelt es sich bei Fruktan (könnte man auch von Fruktose ableiten) um eine Zuckerart. Und Zucker ist grundlegend IMMER blöd. Nicht wahr? Die Meisten schieben nun Panik, dass Pferde durch fressen des Grases, Hufreheschübe bekommen. Unter anderem war auch ein Hufschmied dabei, der sehr überheblich, angepisst und keine Ahnung wie, auf das Thema einging. Beinahe schon pissig war. Informiert man sich jedoch weiter, oder schaltet den Gesunden Menschenverstand ein, beziehungsweise schaut erst mal was Fruktan überhaupt ist (Zucker), stellt man fest, dass sich Zucker nicht nur im Gras befindet. Sondern auch im Heu, Äpfeln, Brot, diversen Ergänzungsfuttermitteln. Dies wird jedoch nicht mal im Ansatz erwähnt. Auch eine Überfütterung, die auch zu Hufrehe führen kann, wird ausser acht gelassen. Ganz zu schweigen von mangelnder Bewegung. Allerdings, so heißt es weiter, ist Zucker nur einer von vielen Faktoren, die Hufrehe hervorrufen können. Demnach kann es nicht nur aufs Fruktan geschoben werden, weshalb ein Pferd Rehe bekommt.

Ich komme mir ja schon beinahe blöd vor, dass ich so gegenargumentiere, dennoch sehe ich es nicht ein, dass plötzlich ein Hyp entsteht und man alles und jedem glaubt, der was im Netz erzählt. Ich muss ehrlich gestehen, ich hatte bis vor 1 Woche noch nicht mal was von diesem Fruktan gehört. Weshalb ich, wie die letzten 10 Jahr auch, Mitte April sofern das Gras schon grün und lecker aussah, begann mit Anweiden. Beziehungsweise dieses Jahr war es bereits Anfang April. Natürlich ist klar, dass man ganz langsam mit der Anweiderei beginnt. Gerade nach dem Winter, wenn die Pferde das Gras nicht gewohnt sind. Natürlich ist auch klar, dass gerade das Frühlingsgras extrem treibt und viel Energie Schießt um in die Höhe zu kommen. Weshalb man ja auch im Frühjahr darauf achtet, die Tiere nicht zu lange auf der Wiese zu lassen. Auch achtet man im Allgemeinen darauf, dass Pferde nicht gerade auf überweideten wiesen mit kurzem Gras fressen, da das Gras gerade dann, extrem viel Energie rauspulvert um zu überleben.

Irgendwie habe ich gerade den Faden verloren. Ach so, genau, auf jeden Fall, habe ich die letzten Jahre keinerlei Probleme mit Hufrehe etc. gehabt. Weshalb ich vermute, dass es eine Gewisse gewohnheit benötigt. Sowie manch ein Pferd eher empfindlicher reagiert und ander davon vielleicht einfach tendentiel eher nur zunehmen. Aber bei diesem Thema scheiden sich die Geister extrem. Die einen erzählen dies die anderen das. Läuft man aus der Norm, wird man gerne als blöde erklärt. Auf der anderen Seite denke ich mir immer, dürfte ich meine zwei schon garnicht mehr auf die Wiese lassen. Nicht unter so und so viel Grad, nicht wenn das Wetter so und so ist oder war, nur wenn es so warm ist, nur wenn es nicht regnet, nur wenn….wenn,…wenn. Und ein Wettertagbuch müsste ich ja auch noch schreiben. Oh Gott.

Was durchaus noch am Rande erwähnt sein sollte, ist, dass es durchaus klar ist, dass die Gräser eher auf Energiereich und sagen wir mal „puschend“ Gezüchtet wurden, um den „Hochleistungskühen“ den nötigen Energiebedarf liefern zu können damit diese genügend Milch und auch Fleisch produzieren. Was jedoch für die Pferd fatal sein kann. Aber hier würde ich persönlich sagen, man muss alles in einem gewissen grad Konsumieren. Irgendwo muss die Energie auch fürs Pferd her kommen. Die Energiezufur auf der Weide muss jedoch auf einen nicht zu langen Zeitraum beschränkt sein. Außerdem benötigt das Tier natürlich ausreichend Bewegung. Ohne genügend Bewegung, wird auch der Mensch von zu energiereicher Nahrung dick. Oder sehe ich das Falsch? Nimmt man aber Energiereiche Nahrung im richtigen Maß zu sich bzw. sorgt für ausreichend Sport, ist es meistens kein Problem mehr.

Bevor ich mich jedoch wieder in Rage rede, werde ich mich über dieses Thema, demnächst mal mit unserem Tierarzt als auch Hufschmied unterhalten. Was beide dazu sagen. Einfach mal ein paar Meinungen hören. Dennoch werde ich weiterhin, meine Zwei auf die Wiese lassen, auch wenn es nur 60 Minuten sind. Aber ich hatte bis jetzt noch keinerlei Probleme mit Rehe. Was heißt, dass mein Plan aufgeht. Mein System passt. Warum sollte ich ihnen das grüne Leckerchen vorenthalten, wenn sie überall um sich herum Grünzeug sehen? Wäre ja beinahe so brutal, wie wenn man mir Lakritze oder Eis verbieten würde. 🙂

Wie steht ihr zu dem Thema? Habt ihr auch schon davon auf FB gehört?


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