Schlapp und Müde? Ein Bericht der Apothekenumschau

 

 

Wer kennt das nicht? Man fühlt sich müde und schlapp. Selbst nach 8 Stunden schlafen, könnte man weiter schlafen und noch nicht aufstehen. Man hat keine Lust mehr groß was zu machen und möchte sich eigentlich lieber auf dem Sofa breit machen.

Ach, ja, dieser Film e nein, dieser Beitrag. Er liegt bereits seit 3 Monaten bei meinen Entwürfen rum. So ein komisches Ding aber auch. Auch dieser Beitrag bekommt die Chance online zu gehen. Inzwischen der vierte, welcher noch eine Chance bekommt. 🙂

Mir geht es zur Zeit oft so. Keine Lust auf nix. Nur am rumhängen. Ich habe dann mal mit einer Ärztin drüber gesprochen. Sie war der Meinung, dass es sich bei mir um einen Unruhigen und nicht erholsamen Schlaf handeln könnte. Außerdem hätte ich einen recht niedrigen Blutdruck und solte den ein bisschen puschen, in dem ich mehr Sport mache und noch mehr trinke, als ich sowieso schon tue. Ich habe dann mal die Apothekenumschau gefragt….da kam nämlich dann ein Beitrag dazu:

Kreislauf: Müde und schlapp? Das hilft!

Das Wetter oder alltägliche Belastungen zwingen manche Menschen in die Knie. Der Blutdruck sackt ab, sie fühlen sich schlapp und schwindelig. So trainieren Sie Ihren Kreislauf

Wenn Dr. Heinz Leuchtgens morgens auf dem Weg in seine Praxis in Bad Wörishofen die 50 Kilometer entfernten Berge anstrahlen, macht er sich Sorgen. Der Präsident des Kneippärzte­bundes weiß: Der imposante Anblick kündet von Kreislaufproblemen. „An solchen Tagen sitzen meist schon ein paar Patienten mit den typischen Beschwerden im Wartezimmer.“

Der warme Wind aus dem Süden, der Föhn, sorgt nämlich nicht nur für ein atemberaubendes Alpenpanorama, sondern verursacht bei manchen Menschen auch Unwohlsein, Schwindel, Müdigkeit, Schwäche oder sogar Ohnmachtsanfälle. Der Föhn ist zwar eine bayerische Spezialität, ähnlich instabile Wetter­lagen kommen vor allem im Frühjahr und Herbst aber in ganz Deutschland vor.

Nicht nur das Wetter lässt den Blutdruck sinken

Wegen der damit verbundenen starken Luftdruck- und Temperaturschwankungen sackt bei manchem vorübergehend der Blutdruck ab. Doch nicht nur das Wetter, auch lan­ges Stehen, rasches Aufstehen, ein längerer Aufenthalt in Menschenmassen, starke Schmerzen oder üppige Mahlzeiten können zu Kreislaufkrisen führen.

„Die Beschwerden entstehen, weil die Blutversorgung des Gehirns kurzzeitig stark sinkt“, erklärt der Kardiologe Professor Wolfgang von Scheidt, Klinikdirektor am Herzzentrum Augsburg-Schwaben. Normalerweise passen Herz und Blutgefäße ihre Leis­tung stets dem jeweiligen Bedarf des Körpers an. Koordiniert von Kreislaufzentren im Hirnstamm, laufen ständig viele Regulationsvorgänge ab. Ein feines Netz von Nervenfasern überträgt Befehle an Muskeln in den Gefäßwänden und den Taktgeber des Herzens. Von Scheidt: „Bei Belastungen schlägt das Herz schneller, und die Gefäße ziehen sich zusammen. Auf diese Weise fällt der Blutdruck kaum ab, und das Gehirn erhält weiter genügend Blut.“

Kreislauf reagiert nicht schnell genug auf Belastungen

Funktionieren diese Steuerungsmechanismen gar nicht oder nicht richtig, sprechen Ärzte von orthostatischer Hypotonie. „Bei Betroffenen, die an chronischen Krankheiten wie Diabetes oder Parkinson leiden, liegen den Kreislaufproblemen oft Nervenschäden zugrunde“, warnt von Scheidt, gibt aber gleichzeitig Entwarnung: „Bei den meisten Kreislaufgeplagten liegt eine reine Funktionsstörung vor. Ihr Kreislauf reagiert zwar auf die Be­lastung, jedoch nicht schnell genug.“

Kurz: Es fehlt an Training, weil sich die alltäglichen Belastun­gen in einem überschaubaren Rahmen halten: Wer tagsüber in einem wohltemperierten Büro arbeitet und sich auch in der Freizeit kaum körperlich anstrengt, fordert Herz und Gefäße zu wenig. Der Kreislauf muss sich zu selten neu anpassen. Das unterforderte System büßt allmählich seine
Reaktionsschnelligkeit ein und stößt dann schon bei kleineren Belas­tungen wie Luftdruck- oder Temperaturschwankungen oder schnellem Aufstehen an seine Grenzen.

Hinter Kreislaufproblemen können auch Krankheiten stecken

Auch wenn Hausarzt Leuchtgens beim morgendlichen Blick in sein Wartezimmer schon bei manchem, der dort sitzt, Kreislaufprobleme vermutet, stellt er die Diagnose immer erst nach einer ausführlichen Untersuchung.

Es gilt, andere Ursachen wie Blutarmut, Störungen des Herzrhythmus, der Schilddrüse oder des Stoffwechsels, Venenprobleme oder Nebenwirkungen von Medikamenten aus­zuschließen. Die Schilderung der Symptome – zusammen mit einer körperlichen Unter­suchung und den Kenntnissen aus der oft jahrelangen Betreuung der Betroffenen – erleichtert es Leuchtgens, die Diagnose zu finden. Nur machmal bedarf es weiterführender Untersuchungen wie eines EKGs oder einer Blut- oder Nieren­analyse. Den Kreislaufgeplagten schlägt er dann Sofortmaßnahmen für die akuten Beschwerden und eine langfristige Behandlungsstrategie vor.

Soforthilfe: Salz essen, Wasser trinken, Kälte einsetzen

Liegt keine organische Erkrankun­g vor, empfiehlt Leuchtgens, etwas salziger zu essen und ausreichend zu trinken, um Schwindel, Unwohlsein und anderen Kreislauf-Symptomen zu begegnen: „Das hebt den Blutdruck leicht an.“ Von Scheidt ergänzt: „Man sollte in fünf bis zehn Minuten einen halben Liter Wasser trinken. So lässt sich der Blutdruck für etwa eine Stunde stabilisieren.“

Als wirkungsvolle Sofortmaßnahme erweist sich mitunter auch ein Kälte­reiz: Ein kalter Waschlappen, seitlich am Hals angelegt, regt Blutdruckfühler des Kreislaufs an, die sich in der Wand der Halsschlagader befinden. Als Reaktion stellen sich die Gefäße enger, der Blutdruck steigt.

Auch pflanzliche Mittel mit Kampfer, Weißdorn oder Menthol helfen dem Blutdruck auf die Sprünge. „Ein paar Tropfen auf ein Stück Würfelzucker träufeln und das Ganze schlucken“, sagt Leuchtgens. „Meist geht es einem dann rasch besser.“

Bei Schwächeanfall hinsetzen oder -legen

Als Notfallmaßnahme bei einem Schwächeanfall empfiehlt er, sich sofort hinzusetzen oder hinzulegen, um einen Sturz zu vermeiden. Eine weitere positive Wirkung: Im Liegen strömt das Blut leichter zum Herzen zurück, und das stabilisiert den Kreislauf.

Herzspezialist von Scheidt legt Menschen, die regelmäßig Kreislaufprobleme haben, Vorbeugemaßnahmen nahe: „Eine Möglichkeit besteht darin, tagsüber Kompressionsstrumpfhosen zu tragen. Sie verhindern, dass zu viel Blut in den Beinvenen versackt, und stabilisieren so den Kreislauf.“ Darüber hinaus empfiehlt er, auf Alkohol weitgehend zu verzichten und etwas mehr Kochsalz zu sich zu nehmen. Das zusätzliche Salz bindet Flüssigkeit im Körper und erhöht so die Blutmenge, und das kommt wiederum dem Blutdruck zugute.

Kritische Situationen meiden

Auch Schlafen mit erhöhtem Oberkörper sei von Vorteil, meint von Scheidt: „In dieser Position sinkt die nächtliche Wasserausscheidung über die Nieren.“ Das Plus an Flüssigkeit sorge ebenfalls für einen stabileren Kreislauf. Für besonders wichtig hält es der Kardiologe, kritische Situationen zu meiden: „Die meisten Menschen wissen genau, was ihnen nicht guttut. Gegen das Wetter ist natürlich nichts zu machen, aber man kann darauf achten, nicht zu lange zu stehen, immer langsam aus dem Sitzen aufzustehen und sich nicht zu lange in dichtem Gedränge aufzuhalten.“

Heinz Leuchtgens gibt gefährdeten Patienten zudem Anziehtipps: „Im Frühjahr schwanken die Temperaturen oft stark. Zieht sich jemand zu warm an, weil er die morgendliche Kühle fürchtet, kann das am Nachmittag den Kreislauf ziemlich belasten.“ Am besten trägt man mehrere Kleidungsstücke übereinander: Wird es zu warm, legt man so viele Schichten wie nötig ab. […]

 

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