Was man so in der Schule lernt…Umgang mit Demez zum Beispiel

Zwischendurch gehe ich mal wieder zurück zur Theorie. Mal wieder was über meine Ausbildung. Was man in der Schule lernet. So im Unterricht. Über sein Alter möchte dieser Beitrag nicht sprechen. Dies hält er lieber geheim. Was man ihm vielleicht verübeln könnte oder auch nicht.

Eins meiner Lieblingsfächer während der Ausbildung, war Psychiatrie. Das ich das Fach so liebte, lag auch stark an der Lehrerin, die den Unterricht sehr, sagen wir mal, Praxisnah mit vielen Beispielen gestaltete. Sie hatte eine sehr aufgeweckte Art und hüpfte meistens regelrecht durch den Klassenraum. Langeweile trat hier beinahe nicht auf.

Unter anderem war ein Thema, der Umgang mit dementen Menschen. Durchaus ein Thema, auch in der Behindertenarbeit. JA auch Menschen mit Behinderung können im Alter dement werde. Oder auch schon sehr weit früher, als es ein normalo bekommen würde.

Da denkt man sich durchaus aber auch wirklich, manchmal zumindest, da sind sie schon „gestraft“ mit einer starken geistigen Behinderung, und sind dann vielleicht körperlich auch noch ziemlich eingeschränkt und dann werden sie am Ende noch dement. Da kommt doch Freude auf. Aber ich möchte nicht ausschließen, dass ich nicht auch irgendwann mal dement werde.

Umgang mit dementen Menschen

Störung der örtlichen Orientierung:

  • Namensschilder an oder auf der Tür, Zimmernummern, Stockwerkbezeichnung
  • Alles außreichend groß schreiben, dass man es auch ohne Brille lesen kann
  • Möbel, Dekoration, Bilder an markanten Stellen unverändert lassen
  • Vertraute Gegenstände
  • Helles Licht (Schatten verunsichern) auch Nachtlicht
  • Stolperfallen vermeiden, Sicherheit von Treppen beachten

Störung der Zeitlichen Orientierung

  • Kalender
  • jahreszeitliche Deko
  • Wanduhr
  • aktuelle Zeitung

Störung des Gedächtnisses, des Denkvermögens

  • sich ggf. jedes mal neu vorstellen
  • nie von hinten ansprechen, Gesicht zugewandt, auf Augenhöhe
  • klare Anweisungen, nur eine Information pro Satz, keine Schachtel- und Nebensätze
  • Routine im Tagesablauf, Rituale
  • Handlungen immer gleich durchführen
  • Bewusste Pflege des Langzeitgedächtnisses: Fotos, Volkslieder…

Apraxi (bzw. Bewohner kann Gegenstände nicht mehr adäquaten Handlungen zuordnen)

  • alle Arbeitsschritte in der gleichen Reihenfolge durchführen
  • mit Körpersprache arbeiten ( Zahnbürste geben und in den Mund führen, am eigenen Mund Putzbewegung zeigen)
  • viel lob, Fehler übergehen
  • wenn Hilfe erforderlich ist, Handlungen übernommen werden müssen, vorab informieren (Ich helfe ihnen jetzt, den Pullover anzuziehen)

Gefühl bestohlen zu werden

  • keinen Nachweis führen, dass der Betroffene selber die Sachen verlegt hat
  • darauf eingehen, dass es ärgerlich ist, wenn Sachen verschwinden
  • Vorschläge machen, wo man suchen könnte, Hilfe anbieten

Kommunikation und Zuwendung

  • viele Demente mögen Berührung
  • alle Sinne ansprechen (Basale Stimmulation)
  • loben bringt mehr als kritisieren
  • Validation
  • Vorwürfe, Aggressionen nicht persönlich nehmen

Gefahr des Delirs, von  Verwirrungszuständen

  • Auf ausreichend Flüssigkeitszufuhr achten

Zum Glück hatte ich noch nicht, so direkt Kontakt zu jemanden mit Demenz. Wobei doch, kurzzeitig habe ich es bei einer Klientin im Anfangsstadion mitbekommen. Was einen extremen und auch schnellen Abbau zur Folge hatte. Sowohl Körperlich als auch vom Kopf her. Die Dame ist inzwischen jedoch verstorben.

 

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s