Das literarische Solo

MitmachBlog

In Thornton Wilders „Die Heiratsvermittlerin“ gibt es einen schönen Monolog zum Thema „Laster“. Malachi Stack, seines Zeichens Trinker, findet auf dem Boden eine Geldbörse. Er erklärt daraufhin, warum er lieber nicht reinblicken möchte und falls doch, dann nur um den Besitzer ausfindig zu machen. Er sei Trinker, kein Dieb!

Die Theorie dahinter: Jeder Mensch braucht ein Laster, doch sollte er es dabei auch belassen und sich vielmehr auf dieses konzentrieren. Es sind genau jene Menschen schlecht, insbesondere für die Gesellschaft, die sich mehrere Laster zugleich leisten: „Lüsterne Lügner“ und „Diebische Trunkenbolde“.

<h2>Ist dem so?</h2>

Die Frage ist nun, wieviel Wahrheit in dieser Theorie steckt. Beschaffungskriminalität und Beziehungskrisen sind gute Belege dafür, dass es gar nicht so falsch wäre, sich auf ein Laster zu konzentrieren. Der stetige Betrüger fänd doch ein wesentlich entspannteres Leben, würde er es alleine mit wechselnden sexuellen Bekanntschaften verbringen, ohne eine feste Partnerin dauerhaft zu belügen. Auch…

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