Das befristete Arbeitsverhältnis 2.0

Wir schreiben heute den 1. August. Sachen gibt es. Wenn der Text gelesen wird, ist bereits der 8. August und ihr wisst nun, dass ich den Beitrag bereits vorgeschrieben habe und er geplant wurde. So soll es sein.

Ich, Fräulein_ich, HEP, und noch in ihrer besten Zeit, macht sich Sorgen. Sorgen um ihre Arbeit. Wie man weiß, Arbeite ich in einer Wohngruppe für schwerst mehrfachbehinderte Menschen. Seit geschlagenen 9 Monaten. So ziemlich auf den Tag genau jetzt. Nun, mein Vertrag ist befristet. Läuft also in drei Monaten aus. Und dann, sollte ich keine Verlängerung erhalten, sitze ich auf der Straße. Umgangssprachlich gesehen.

Ich als Arbeitnehmer kam dann, meiner Pflicht nach, mich arbeitssuchend zu melden. Bin ich ja bis spätestens drei Monate vorher dazu verpflichtet, sonst würden mir Sanktionen blühen. Von wegen einwöchige Arbeitslosengeldsperre, was ich eigentlich überhaupt nicht brauchen kann. Übers Internet also über eine Stunde sämtliche Formulare ausgefüllt. Inzwischen, habe ich auch schon Post bekommen. Ich muss nun mein Profil mit einem Pin freischalten. Dann werde ich wohl regelrecht von Briefen vom Amt überrant, die mich dazu auffordern, mich zu bewerben oder mich zum Beratungsgespräch zu melden. Prima. Und dass alles nur wegen einem doofen Vertrag, bei dem ich nicht weiß ob er verlängert wird.

Auf Anfrage bei der Leitung, bekam ich leider vorerst eine eher schwammige Antwort. Was mir aber nicht klar machte ob ich übernommen werde oder nicht. Nun muss ich vorher noch den Feedbackbogen mit meinem Gruppenleiter durchgehen. Danach wird entschieden. Super. Mal davon abgesehen, dass derjenige, der vermutlich darüber entscheidet, erst mal für noch weitere 3 Wochen im Urlaub ist. Danach ist sein Chef, für den er Stellvertreter ist, auch nochmal 3 Wochen nicht da. Demnach, vergehen nun noch weitere 6 Wochen, bevor etwas passiert. Super.

Habe mich aber inzwischen schon noch wo anderst auf eine Leitungsstelle beworben. Fühle mich inzwischen dafür im Stande. Bewerbung abgeschickt. Warte inzwischen, wenn der Text online geht, fast 4 Wochen auf eine antwort. Vielleicht kam bis dato schon was. Aktuell warte ich seit 3 Wochen, auf ansatzweise irgendeine Reaktion. Am Telefon hieß es, dass es sich noch etwas in die Länge zieht, denn die Stelle würde ja erst im Oktober belegt werden. Toll. Nochmal ewig warten. Kann doch nicht sein. Man weiß dass die Stelle belegt werden muss ab Oktober und was tut man? Kurz vor knapp Panik bekommen und im September jemanden suchen. Kleine Bemerkung, ich habe eine Kündigungsfrist. Die ich Mitte September nicht mehr einhalten kann und somit frühestens zum 1.11. anfangen könnte, sollte ich tatsächlich die Kündigungsfrist nicht einhalten können.

Voraussetzungen, die einem die totale Motivation liefern. Nein besser gesagt aussaugen. Vielleicht ist genau dies aktuell das Problem, weshalb ich auf keinen grünen Zweig komme, was meine Blogbeiträge angeht. Zuviel anders, was mich zu sehr in den Wahnsinn zu treiben scheint. Überlegt man mal, dass ich dann, sollte ich tatsächlich arbeitslos sein, geschlagene 700 € weniger Geld bekomme, als wenn ich arbeiten gehe. 700 €….das ist ein ganzschönes Sümmchen. Aber gut, ich bekomme Geld, was besser als nichts ist. Aber…ehrlich gesagt….ich habe keine Lust, Wochen oder Monate zuhause zu sitzen und auf bessers Wetter zu warten. Da ist dann irgendwann auch nicht mehr gut Kirschenessen mit mir.

Bevor ich weiter im Selbstmitleid versumpfe, beende ich nun den Text. Die Post kommt hier ja netterweise immer erst gegen halb 1, und das mitten im Ortskern. Heißt ich bekomme frühestens heute abend, wenn ich aus dem Dienst komme mit, ob was kam oder nicht. Wenn nicht, wird es wieder eine weitere Woche voller Enttäuschung, Aufregungn, Entnervtheit und auf heißen Kohlen sitzen. Nur am Rande ich spreche hier von der Woche in der der 1.8. ist…also sobald der Text online ist, ist es eigentlich letzte Woche gewesen ^^

 

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17 Gedanken zu “Das befristete Arbeitsverhältnis 2.0

  1. Es ist zugegebenermaßen nicht immer ganz leicht Deinen Gedankengängen zu folgen. Aber wie war das mit dem Spatzen der nicht säht und nicht erntet…… Meine Errfahrung ist das je weniger man sich auf etwas versteift, desto eher hat man den Blick für die Dinge nebendrann. Wer weiß. vielleicht wartet dein Traumjob ja nebendrann…… Schau dich doch mal in Ruhe um. Getan, wenn ich das alles richtig verstanden habe, hast du ja bis hierhin alles.
    Liebes Grüßle. Luke.

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