Das Leben mit einem Pferd mit chronischer Nierenerkrankung [Die Diagnose]

Ich habe nun eine Weile gebraucht um mich dazu zu überwinden, diesen Text zu schreiben. Hin und her überlegt ob ich darüber überhaupt berichten soll oder es einfach lasse. Allerdings denke ich, handelt es sich eher um einen Erfahrungsaustausch.

Allerdings sollte ich dazu ein wenig ausholen und werde den Text in mehrer Etappen aufteilen, da er sonst einfach zu lange wird. Und wer ließt schon gerne lange Texte, die zum Teil auch noch von Theorie gespickt sind.

Alles begann Mitte Juni. Mitte Juni begab es sich das Mausi nicht mehr richtig gefressen hat. Sie begann sogar, irgendwann, ihr Heu zu verschmähen. Sie rührte es nicht mehr an und zum Teil ließ sie es komplett in ihrem Heunetz. Was sie aß, war Gras, Mören und ihr Seniorenmüsli. Ich begann mir Sorgen zu machen. Beinahe Zeitgleich, verschmähte auch Bubi das Heu. Derweil, hatten wir DAS Heu unter den Heuen. Omaden, der zweite oder erste Schnitt. Der Sonntagsbraten unter dem Heu. Der erste Verdacht war demnach, sie mögen einfach das Energiereiche Zeug nicht mehr. Ist sowieso nicht gut.

Allerdings rief ich dann vorsichtshalber doch beim Tierarzt an, da dich den Verdacht hatte, dass Mausi wieder Probleme mit den Zähnen hat. Was sich kurze Zeit später auch bestätigte. Durch ihre Kaubewegungen, hatte sie sich einige Scharfe Kanten und Hacken geschliffen, die ihr beim Fressen schmerzen bereiteten. Nach der Prozedur inklusive Sedierung, gab ich ihr gute drei Tag. Da die Schleimheute durch die Behandlung durchaus verletzt sein können und sich das Pferd erst mal gewöhnen muss, dass alles wieder normal ist.

Es schien sich jedoch nichts zu bessern sondern tendenziell zu verschlechtern. Mausi fraß weitere 5 Tage nichts bzw. nur kaum. Stand dann eines Tages auch auf der Wiese und verschmähte das Gras. Weshalb ich wieder den Tierarzt orderte, da Mausi immer mehr abbaute und ich mich aufgrund dessen auch nicht mehr traute sie zu reiten. Glücklicherweise, dass muss man sagen, trank Mausi sehr viel. Was mich sehr Stuzig machte.

Einen Tag bevor der Tierarzt kam, hatten wir auch langes sehr energiearmes, extrem trockenes Heu fertig. Witzigerweise schlang sie dies Hinunter als gäbe es kein Morgen mehr. Trotztdem wollte ich den Tierarzt nicht absagen. Wer weiß was da noch dahinter steckt. Und lieber kommt der TA einmal zu oft, als einmal zu wenige und es ist zu spät.

Der Tierarzt nahm eine Blutprobe und empfahl mir Zuckerrübenschnitzel und Heucobs zuzufüttern. Beides muss jedoch eingeweicht werden, da beides aufgeht wie ein Hefeklops und durch nicht vorher einweichen, böse Koliken hervorrufen kann. Beides fraß Mausi mit Vergnügen.

Zwei Tage nach dem zweiten TA Besuch, hatte ich gegen späten Vormittag noch nichts von der Tierarztpraxis gehört und dachte mir, dass bei den Laborergenissen nichts heraus kam. Etwar 20 Minuten später Stand der TA bei uns zuhause. Mir schwante böses. Er teilte mir mit, das Mausi an einer chronischen Nierenerkrankung leiden würde. Dies wohl schon länger und es nun wohl durch Stress oder andere Faktoren erst wirklich zum Vorschein kam. Er teilte außerdem mit, dass laut den Werten eine Schädigung von 70 % da wäre. Also pro Niere 35 prozent die nicht mehr funktionieren. Aber, dies bedeutet, dass sie noch über 1 Niere hat die normal arbeitet. Mir wurde ganz anderst. Mir war schlecht, schwindelig und zum heulen zu mute.

ICh dachte, jetzt ist es vorbei. Alles vorbei und zu Ende. Allerdings gab es Hoffnung. Der Tierarzt erklärte uns, dass es ein Medikament, ein Natürliches, gibt dass den Nieren und dem Körper beim Entgiften hilft und was ihr helfen kann, die aktuellen Werte zu halten oder vielleicht sogar zu verbessern. Mir viel ein Stein vom Herzen. Dennoch blieb eine restliche beklemmung zurück.

Über das weitere Vorgehen erzähle ich euch im zweiten Teil.

 

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