Das Leben mit einem Pferd mit chronischer Nierenerkrankung [Fütterung]

Nun, als der erste Schrek überwunden war, war ich auch wieder im Stande weiter zu denken. Was tun. Wie geht es weiter? Wie sollte ich füttern? Ich überrante den Tierarzt regelrecht mit Fragen. Er konnte mir dabei aber sehr gut behilflich sein.

Bezüglich der Erznährung, soll ich nun weiterhin darauf achten, dass Mausi wenig Salz als auch Eiweiß zu sich nimmt. Kohlehydrate sind vollkommen in Ordnung. Zu Anfang bekam Mausi über eine Woche dreimal täglich eine Portion Heucobs oder Zuckerrübenschnitzel, damit sie zunimmt. Nun bekommt sie Morgens Cobs und abens Zuckerrübenschnitzel. Tagsüber energiearmes, langes Raufutter. Sie hat inzwischen wieder normale Formen angenommen.

Heißt also, wir müssen das Gras auf kleinere Mengen reduzieren. Heu gibt es hauptsächlich nur noch das lange energiearme. Was aber eigentlich sowieso selbstverständlich sein sollte. Ab und zu eine Abwechslung ist in Ordnung.

Zusätzlich bekommt sie Abends noch zwei Becker Luzernmüslie. Luzern sind eine etwas hochwertigeres Heu, dass sich beruhigend und auch positiv auf den Magen auswirkt.

Einige Tage später, hatten wir dann auch endlich, die Medizin für Mausi. Es entpuppte sich als ein leicht zäher Saft, der nicht gerade sehr prikelnd riecht. Täglich bekommt sie einmal 20 ml über ihr Futter geschüttet und untergemischt, dass sie zugefüttert bekommt. Sie findet es zwar nicht ganz so toll. Aber sie nimmt es ganz gut an, wenn es in den Cobs vermischt ist.

Von dieser Medizin benötigen wir aktuell 1 1/2 Flaschen mit 250 ml Inhalt. Beim Tierarzt haben wir dafür 20 Euro pro Flasche bezahlt. Und sie mussten sie erst bestellen. Nun habe ich mich im Internet etwas schlau gemacht. Dort fand ich sie bei Shop-Apotheke für 16 € für 250 ml, weshalb ich mich entschied sie dort zu bestellen. Denn im Grunde macht es keinen Unterschied, ob ich sie über den Tierarzt bestellen muss oder gerade selber bestelle. Lediglich Geldmäßig macht es auf das gesamte Jahr beinahe 100 € auf meinem Tierkonto aus. Und 100 € haben oder nicht haben. Und es handelt sich um das selbe Medikament, vom selben Hersteller, mit selber aufschrift usw. Lediglich 4 € machen den Unterschied.

Außerdem muss ich es inzwischen wohl akzeptieren, dass Mausi inzwischen tatsächlich eine etwas ältere Dame ist. So feierte sie kürzlich erst, ganz entspannt auf der Koppel, ihren 20ten Geburtstag. Also müsste sie umgerechnet etwar 60 Menschenjahre alt sein. Ich muss mich damit abfinden, dass Mausi Tage hat an denen es ihr richtig gut geht und Tage an denen sie eher etwas schlapp und müde auf dem Padock steht.

Aber wir bekommen es aktuell ganz gut in den Griff. Sie wirkt im Moment sehr zufrieden und ausgeglichen. Was auch mit der Futterumstellung zusammen hängen könnte. Momentan haben sie beinahe ganztägig Heu auf dem Padock, an dem sie herumknabbern kann. Sie frisst auch wesentlich langsamer und gemütlicher. Auf die Koppel darf sie natürlich auch. Allerdings aktuell nur ein bis zwei Stunden am Tag je nach Wetterlage.

Nun komt aber bestimmt die Frage zum Thema Reiten auf, darüber werde ich aber noch in meinem nächsten Beitrag berichten.

 

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2 Gedanken zu “Das Leben mit einem Pferd mit chronischer Nierenerkrankung [Fütterung]

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