Die Briefkastenverschwörung Kapitel 3

Kapitel 3

An diesem Morgen schien etwas anderst zu sein als sonst. Beim verlassen der Wohnung, um pünktlich zur Arbeit zu kommen, züngelte der Nebel um meine Füße. Es war noch still. Die Vögel waren noch nicht am zwitschern, was im Herbst meistens eher selten war, dass sie dies tat. Dieser Morgen hatte etwas beklemmendes. Was es war, war mir nicht genau bewusst.

Ich begab mich daher auf den Weg zum Auto. Auf dem Weg musste ich nochmals an die Geschichte denken, die mir die Freundin erzählte. Die Geschichte über die merkwürdigen Anwandlungen von Briefkasten. Briefkästen die verschwanden, ihre Erscheinung veränderten oder auch plötzlich die Namensschilder auf merkwürdige Weise verschwanden. Nicht nur die Geschichte der Freundin brachten mich ins Grübeln. Auch die merkwürdigen Geschichten der Nachbarn, schienen immer merkwürdiger zu werden.

Laut den Nachbarn, passierten dem Postboten, in letzter Zeit immer öfter merkwürdige Dinge. Merkwürdige Dinge, die mir persönlich garnicht als so merkwürdig erschienen waren. Merkwürdig verformungen der Briefe, sobald diese den Briefkastenschlitzen zu nahe kamen. Merkwürdige Wunden an den Händen, die Bissspuren sehr ähnlich sahen. Briefe die mehrfach aus dem Kasten zu fallen schienen, als würden diese wieder herausgeworfen. Ich tat dies in den letzten Wochen, als Geschwätz der älteren ab. Als Geschwätz, dem ich keinerlei Bedeutung zuordnete. Simpler und pumper Versuch Kontakt zu den anderen Hausbewohnern aufzunehmen. Ich glaubte nicht daran, dass etwas an den Geschichten dran sein könnte. Wieso auch?

Der Nebel schien nach wie vor, regelrecht meine Knöchel zu umzüngeln, als wolle er meine Füße fesseln und festhalten. Die Erinnerungen über die Geschichten, schallten noch in meinem Kopf. Die Beklemmung schien zu wachsen. Aber sollte man diesen ganzen Geschichten glauben schenken?

Ein leises rascheln. War da nicht gerade eine schemenhafte Figur? Lief dort gerade nicht jemand? Für einen Menschen war dieses etwas jedoch viel zu eckig. Zu kantik. Für eine Katze, war dieser beinahe das selbige, zusätzlich war dies dafür auch noch ein gutes Stück zu wuchtig. Ich schien noch nicht ganz wach gewesen zu sein, meine Sinne schienen mir einen Streich gespielt zu haben.

Ein scheppern. Ein knall. Ich fuhr vor schreck, mit einem unterdrückten Schrei, herum. Was war das! Wieder etwas Schemenhaftes, silber glänzendes, dass nun in der Einfahrt eines Hauses zu verschwinden schien. Ich rannte zu meinem Auto und sprang hinein. Atemlos darin sitzend, kam ich mir langsam vor wie im falschen Film. In eine andere Geschichte versetzt. Kam mir vor, als würde ich mitten in einer neuen Geschichte von Harry Potter sitzen. Voldemort verfolgend und nicht aus der heiklen Situation hinaus kommend.

 

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