Die Briefkastenverschwörung Kapitel 6

Kapitel 6

Weitere Recherchen mussten Folgen. Der Briefträger hatte mir ja nicht wirklich weiter helfen können. Wo suche ich also, ich der Sherlock Holmes der Blogger, also weiter nach hilfreichen Hinweisen? Ich schien mir selbst etwas im Weg zu stehen, konnte ich nach wie vor, die merkwürdigen Geschichten aus der Nachbarschaft nicht glauben. Aber ich konnte es auch nicht wirklich abhaben, dass angeblich Mein werter Herr von und zu Briefkasten an allem schuld zu sein schien.

Es musste doch auch noch andere Briefkästen geben, die nicht ganz sauber zu sein schienen. Aber vielleicht wollte man mir auch einfach einen Schlechten Streich spielen und alle Nachbarn UND sogar der Briefträger machten dabei mit. Aber warum sollte mir denn jemand etwas reinwürgen wollen? Wobei, da würde einem schon jemand einfallen. Zumindest mir. Herr Z. der in der Nachbarwohnung wohnt, scheint nämlich seit längerer Zeit ein dezentes Problemchen mit mir zu haben. Egal bei was, sei es wie und vor allem WO ich mein Auto parke, wie laut ich TV schaue, wann ich Koche, wann ich wie viel Besuch habe. Der typische Mekernachbar schlecht hin, der in seiner Erscheinung eher einem verschreckten Kaninchen, mit Meister Eder Brille und Schnauzer aussieht.

Vielleicht wollte er mich einfach in Angst und Schrecken versetzten. Allerdings fände ich diesen Scherz dann wirklich sehr schlecht. Vielleicht sollte ich dieser Annahme einmal nachgehen. Weshalb ich mit meiner Suche bei Frau B. weiter machte. Frau B.weiß nämlich so ziemlich über alles Bescheid, was im Haus passiert. Allerdings musste ich es geschickt anstellen. Denn aus einer kurzen Frage konnte gut und gerne ein einstündiges Gespräch werden, bei dem man nebenbei noch die gesamte Lebensgeschichte von Frau B. erzählt bekam, ob man wollte oder nicht. Das war nebensächlich. Man bekam es einfach erzählt.

Wie ich es dann bereits vorhergesehen hatte, wurde aus meinem Vorhaben ein langwieriges Gespräch mit Frau B. Sie erzählte mir nämlich, während sie Kaffee aufsetzte, tatsächlich ihre Lebensgeschichte. Gefühlt zum 10. mal, ich könnte schwören ich könnte sie beinahe auswendig im Schlaf herunterbeten. Als ich früher oder auch später irgendwann auf das eigntliche Thema zu sprechen kam, wurde ich mit einem etwas merkwürdigen Grinsen bedacht. Keine Ahnung was sie mir damit mitteilen wollte.

Die Briefkastengeschichte, schien laut ihren Angaben, jedoch kein Bubenstreich des Herrn Nachbarn Herr Z. zu sein, der mir eins auswischen wollte. Stellte sich heraus, dass die ganze Sache wohl schon länger so zu existieren schien. Nicht nur mein Briefkasten schien verrückt zu spielen, sondern auch die der anderen Nachbarn. Also war doch nicht nur mein Briefkasten an allem Schuld sondern auch die Anderen.

Frau B. versuchte mir den Mythos über die Briefkastenverschwörung beizubringen, was zu ihrem Bedauern, bei mir allerdings auf „Blödsinnige-Geschichten-Resistenz“ schlug. Wobei ich mir zu diesem Zeitpunkt nich mal mehr sicher war ob diese Geschichten wirklich erfunden waren. Hatte ich schließlich vor kurzem einen zusammengeknuddelten Brief gefunden.

Der Briefträger hatte auf die Frage, nach dem zerknuddelten Brief abweisend reagiert. Weshalb er denn bitte einen Brief mutwillig zerstören sollte. Sollte ich mich doch lieber mal an meiner eigenen Nase packen und zusehen, das ich herausfinde warum das denn so wäre.

Die Geschichten von Frau B. konnten mir auch nicht wirklich weiter helfen. Kamen sie mir zudem immer skurriler vor. Briefkästen, die Menschen anfallen. Briefkästen die Briefträger beißen (ich dachte das würden die Hunde schon tun). Briefkästen die plötzlich aussahen wie Mülltonnen. Briefkästen die nicht zu ihren Besitzern standen und die Namen änderten. Briefkästen die Singen würden. Und so weiter. Glaubhaft klang das alles nicht auf mich. Frau B. schien dies aber nicht zu interessieren, dass ich die ganze Sache nicht wirklich ernst zu nehmen schien.

Als ich ihre Wohnung verließ und nach frischer Luft schnappte, man tat die frische Luft gut, brauchte ich einen Plan. Ich musste die Briefkästen beobachten. Wohl am besten Nachts oder in den Frühen Morgenstunden, wenn noch niemand unterwegs war. Dann würde ich vielleicht etwas herausfinden können.

 

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7 Gedanken zu “Die Briefkastenverschwörung Kapitel 6

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