Feiertagsdienst

Wie ich diesen heutigen Feiertag verbrachte? Ist das gerade wirklich der Rede wert? Nun ja, vielleicht schon. Ich verbrachte kurzum den Tag heute beim Arbeiten. Auch wenn ich den Tag heute Wettertechnisch weitaus lieber lesend auf dem Sofa verbracht hätte. Aber, wie sage ich so gerne, die Leute mit denen ich arbeite sind auch am Wochenende und an Feiertagen behindert.

Positiv an der ganzen Kiste ist natürlich der Feiertagszuschlag, den ich dafür bekomme, dass ich heute arbeiten war. Erinnere mich da gerade an die eine Story von vor kürzlich. Die tatsächlich so geschah. Fragte mich ein Bewohner, warum ich mehr Geld bekomme, wenn ich am Feiertag zu ihnen in die WG zum Arbeiten komme. Konnte das irgendwie nicht so ganz verstehen warum das so ist. Vielleicht wollte er es auch nicht. Bin ja immer noch der Meinung, dass er es unfair fand, dass ich für Feiertag und Wochenende arbeiten, als ausgleich (das ich nicht frei habe wie er) Geld bekomme. Und das auch noch zusätzlich zu dem was ich sowieso schon bekomme. Aber gut.

Irgendwie, hat mich der heutige Arbeitstag schon ziemlich geschlaucht. Bin es eigentlich eher gewöhnt, dass ich maximal 5 Stunden pro Schicht arbeite. Wenn dann aber so ne ganztages Schicht kommt, ist das immer ziemlich heftig. Bin es einfach nicht mehr gewohnt 8 oder 9 Stunden zu arbeiten pro Schicht. Und heute lief alles wieder mal ganz anders.

Kaum das ich die WG betrat, wurde mir offenbart, dass ein Bewohner gleich mit dem Sanka abgeholt wird. Weil er ins Krankenhaus muss. Prima, ist innerhalb von einem Jahr bereits das zweite mal, dass ich Mittags zum Dienst auftauche und ein Bewohner ins Krankenhaus gebracht wird. Ich eine heillose Situation aufzufinden scheine, mit aufgewühlten und aufgelösten Kollegen. Alles drunter und drüber zu gehen scheint. Und da soll dann noch irgendwer einen Plan bekommen und durchblicken. Und dann noch Ruhe bewahren. Bewohner inklusive Kollegin wurde dann also abgeholt.

Diese also weg, mussten nun die anderen noch bekocht werden. Beim Mittagessen wurde mir dann erst einmal erklärt, dass sämtliche Abmachungen die wir eigentlich bereits vor eine Woche getroffen hatten eben ma über Bord geworfen wurden. Mittagessen war nicht, stattdessen wurde ein Ausflug unternommen. Natürlich nur mit ausgewählten Bewohnern und wieder die selben saßen zu Hause.

Während die anderen bereits unterwegs waren und ihren Spaß hatten, saßen ich und meine Kollegin mit dem Rest vom Schützenfest zu Hause und warteten auf den Anruf der Kollegin im Krankenhaus, welcher auch prompt eintrudelte. Dieser bescherte mir heiteres gerenne um Kleidung und Pflegeartikel zusammen zu suchen, damit der Bewohner für den nächtlichen Überwachungsaufenthalt, ausgerüstet ist.

Verbrachte daraufhin noch ziemlich lange im Krankenhaus, bis wir gehen konnten. So kann man seinen Dienst und den Feiertag auch vorbei bringen, wenn man das möchte. In dem man im Krankenhaus herumrennt. Menschen den Bewohner erklärt und zurück in der WG nochmal mit der diensthabenden Schwester Telefoniert.

Bin nach wie vor davon überzeug, dass das Krankenhaus mit Menschen mit Behinderung total überfordert ist. Wäre dafür, dass die dort Arbeitenden Menschies, sich im Bereich Behindertenversorgung fortbilden müssen. Damit sie den Umgang mit diesen auch beherrschen. Kommt es schließlich oft genug vor, dass auch Menschen mit Behinderung mal in ein Krankenhaus müssen.

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5 Gedanken zu “Feiertagsdienst

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