Pokemon Go vs. Altrnativmarkt

Sonntag hatte ich kurzzeitig ernsthaft das Gefühl, ich schnappe jetzt dann über. Mal davon abgesehen, dass ich öfters mal etwas übergeschnappt zu sein scheine. Was eigentlich dann schon fast meine Persönlichkeit zu sein scheint. So irgendwie. Glaube ich.

Am letzten Wochenende, um genau zu sein, Sonntag und Feiertag, war bei uns vor Ort der Alternativmarkt, der jedes Jahr am 3 Oktober und am Wochenende davor stattfindet. Was für die Ortsansässigen Bewohner heilloses prügeln um Parkplätze so wie gebettel weiter in den Ort fahren zu dürfen und nicht auf den Parkplatz umgeleitet zu werden, bedeutet. Mal davon abgesehen, dass man als Ortsansässiger häufig schon fast aufpassen muss, keinen Festbesucher über den Haufen zu mähen, da diese ganz plötzlich vergessen, dass dort auch während dem Markt noch Menschen wohnen. Und das auf einer Straße durchaus Autos fahren und diese nicht gezwungen als Gehweg dient. Ganz zu schweigen, dass manch ein Fußgäner zu vergessen scheint, dass ein Auto weitaus mehr an einem Menschen kaputt machen kann, auch wenn vieles an den heutigen Autos aus Plastik besteht.

Wie es sich irgendwie jedes Jahr begab, wollte ich ganz dringend natürlich selbst auch auf den Markt. Der Herr Mitbewohner wurde natürlich postwendent dazu gezwungen mit zu kommen. Aufgrund des nicht ganz so guten Wetters, war zwar schon einiges los. Aber uns blieb das an den Ständen vorbei geschoben werden erspart.

Alternativmarkt. Die erzählt immer von diesem Markt. Ja, Himmelherrgott, was ist das für ein Markt! Was gibt es dann? Was es da gibt? Naja, der heißt Alternativmarkt. Weils da halt alternativ gibt und so. Früher hätte ich es wohl als voll Bio und tendenziell eher als Hippi bezeichnet. Inzwischen würde ich wohl eher behaupten, man findet dort ausgesprochen interessante Dinge. Händler und Bauern aus der Region sind in vielerlei Ausführung dort zu finden. Regionale, alternative Produkte werden angepriesen und es riecht irgendwie auf dem ganzen Markt ein wenig nach Räucherstäbchen. Trinkhörner, Obst, Gemüse, Honig, gestrickte Kleidung aus Schafswolle (viele Mützen, Jacken und Stulpen), Lederschmuck, Holzschmuck, gefilzte Deko, Kochutensilien aus Holz, Deko aus Holz, Tongeschirr und und und. Alles was halt alternativ ist. Aus der Region und Bio. Ohne Zusatz- und Konservierungsstoffe. Nicht zu vergessen natürlich die massenweise in scharen auftauchenden Fressstände die man nicht los wird und die beiden Oliven/Pasten/Fladenbrot Verkäufer.

Ich mag den Markt, auch wenn ich alternativ nicht so ganz erklären kann. Ich weiß was damit gemeint ist, kann es aber nicht erklären. Komische Verkettung. Egal.

Ich liebe diesen Markt einfach. Ich kaufe dort so gerne Fladenbrot und Aufstrich zum tunken. Schlendere gerne hindurch und begutachte was es so alles gibt. Nicht zu vergessen, dass ich dort überaus unfreiwillig Geld liegen lasse. Weil mir mein Hirn sagt, dass brauchst du jetzt ganz dringend! Weshalb es darauf hinaus lief, dass ich mir zu meiner Modernen Strick-Winter-Jacke-aus-Schafswolle noch Stulpen kaufte. Eigentlich wollte ich ja ne Mütze, aber den Stand wo ich die Jacke her hatte, fand ich nicht dieses Jahr. Irgendwie,war der weg. Weshalb ich beim Stulpenstand halt machte. Die mussten mit. Die Standbesitzerin erklärte mir jedoch (Die ich übrigens aus dem Reitstall kenne), dass mein Jackenstand, eigentlich in der Kurve stehen müsse. Gefunden habe ich ihn immer noch nicht, aber dafür dann doch eine Mütze, die meiner Jacke sehr nahe kommt.

Weiter ging es natürlich immer noch. Und es blieb nicht nur bei der Mütze und den Stulpen. Balsamico und Honig, sowie ne Tasse und ein Buch, fanden zusätzlich den Weg in meine Tüten. Ich weiß auch nicht warum die das gemacht haben. Geschafft hatten sie es trotzdem.

Mein Mitbewohner hingegen, schlenderte mir etwas gemächlicher hinterher. Inklusive Tablett unter dem Arm. Obwohl wir abgemacht hatten, Pokemon Go würde an diesem Tag daheim bleiben. Was aber nicht funktioniert hatte. Gefühlt alle paar Minuten, hörte ich deshalb meinen Mitbewohner quiken, ich müsse schnell warten und stehen bleiben. Warum? Weil Mister wieder an einem Pokestop war oder ein Pokemon auftauchte. Wollte eigentlich auch ein wenig was spielen, aber nur kurz weil ich mich auf den Markt fokussieren wollte. Spielen viel für mich jedoch ins Wasser, da ich zwar normalen Empfang hatte, jedoch nach verschiedenen Herangehensweisen beim besten Willen, kein Mobiles Internet hatte.

Dieses ewige, aufs Gerät starren und stehen bleiben, ging mir dann irgendwann ganz gewaltig auf den nerv.

„Warte, da ist ein Pokemon!“

„Super“

„Jetzt warte, ich muss den Fangen!“

„Ich finde das irgendwie jetzt ganz schön unhöflich von dir.!

„Warum denn?“

„Weil du dauernd stehen bleibst um auf das Blöde Gerät zu glotzen!“

„Aber das Spiel!“

„JA schön, ausgemacht war aber, dass wir es während dem Markt nicht spielen!“

„Aber das Spiel! Ich hab ihn gefangen!“

„Hallo, das ist Unhöflich gegenüber Freunden.“

„Wieso?“

„Weil ich ach noch da bin.“

„Du bist aber keine Freundin, sondern meine Mitbewohnerin.“

„Und deshalb schaust lieber dein Gerät an, dass eigentlich meins ist.“

Diese Situation, hat mich Sonntag beinahe den letzten Nerv gekostet. Erst nach mehrfacher Überzeugungskunst, verschwand das Tablett in der Tasche.

Sonntag war ich dann wieder an dem Punkt angelangt, wo mich Pokemon einfach nur noch genervt hatte. Könnt ihr das glauben? Wenn der Mitgeher immer und ständig nur auf das Handy/Tablett glotzt und man sich nicht unterhalten kann? Übel.

 

 

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7 Gedanken zu “Pokemon Go vs. Altrnativmarkt

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