Die Projektsache: Aufklärung für Leser

Ich warte immer noch auf eine Reaktion. Auf eine Reaktion oder zumindest auf eine Rückmeldung auf  meine Projektidee. Das Warten macht mich Wahnsinnig! Wirklich!

Ich müsste dazu allerding glaube mal, eine kurze Aufklärung abliefern, damit man einfach als Leser hier, mitkommt, von was ich eigentlich spreche. Weil ich glaube zu meinen, mich nicht immer ganz klar ausgedrückt zu haben.

Vorwort

Was nehme nich denn als Vorwort? Ich, irgendwas um die 20 Jahre alt, Heilerziehungspflegerin. Heilerziehungspflegerin mit einer Mission. Zumindest meine ich dies als Mission betieteln zu können. Die Mission den Arbeitsmarkt für Menschen mit Behinderung zu erweitern. Das Angebot größer zu machen.

Überlegt man kurz, fällt auf, dass der Mensch mit Behinderung im Grunde gerne in folgende Schiene geschossen wird: Behindert = Werkstatt. Wobei man durchaus sagen muss, dass Ausnahen definitiv bestehen. Und es manch einem Menschen mit Behinderung durchaus gelingt, auf dem 1 Arbeitsmarkt zu bestehen. Allerdings ist dies nur ein recht kleiner Teil. Der andere Teil und somit der größte, arbeitet in einer WfbM (Werkstatt für behinderte Menschen). Ein weiterer kleiner Teil der Menschen mit Behinderung, versucht sein Glück zwar auf dem ersten Arbeitsmarkt, erleben allerdings dann einen Rückschlag und landen daraufhin dann auch in der WfbM.

In der WfbM haben sie dann zwar einen behütenden Rahmen und auch verschiedene Arbeitsbereiche. Der Arbeitsbereich, ist jedoch relativ schmal gehalten. Vereinzelte Mitarbeiter mit Behinderung, arbeiten in/auf/bei einem Außenarbeitsplatz. Aber was ist mit denjenigen, die es weder auf dem 1. AM noch auf einem Aussenarbeitsplatz schaffen würden? Was ist mit denjenigen, denen das Angebot der WfbM nicht zusagt? Die weder in der Hauswirtschaft oder in der Montage arbeiten wollen? Haben nicht behinderte Menschen nicht eine riesen Auswahl an Ausbildungs und Arbeitsplätzen? Der nicht Behinderte Mensch kann Studieren gehen. Kann eine Ausbildung machen. Gefällt ihm seine Arbeit nicht mehr, wechselt er den Arbeitsplatz oder sogar die Branche. Aber das habe ich glaube ich schon mal irgendwie erzählt. So in einem Beitrag von vor ein paar Tagen, fällt mir gerade so ganz am Rande auf.

Dementsprechend habe ich mir schon während der Ausbildung die Haare gerauft. Was kann man machen? Ich selber bin ja ein absoluter Tiernarr. Total vernarrt in Pferde. Warum also nicht mit Reitterapie ankommen? Allerdings kam ich während meiner Überlegungen zu dem Schluss, dass die WfbM wahrscheinlich auch den Aspekt sehen wird, dass ein Projekt sich irgendwie finanzieren muss. Was mich auf die Idee bringen ließ, das ganze mit einer Landwirtschaftlichen Gruppe zu kombinieren. Also Reittherapie als Therapeutisches Maßnahme und neben zu noch die Landwirtschaft. Reittherapie eigentlich eher für diejenigen unter den Menschen mit Behinderung, die vielleicht gerne in der Landwirtschaft arbeiten würden, es aufgrund der schwere ihrer Behinderung allerdings nicht können. Deshalb sollten die ja auch eine Möglichkeit bekommen, irgendwie an einem solchen Projekt mitmachen zu können.

Ich schrieb also drauf los.

Die Idee

Ich schrieb also eine Projektidee und ein Konzept darüber, dass man eine Arbeitsgruppe im Landwirtschaftlichen Bereich entstehen lassen könnte. Integriert mit Reittherapie. Ich Tippte wie eine Irre. Allerdings muss ich dazu sagen, ich bin eher der Macher und nicht der Schreiber, weshalb es mir teilweise richtig schwer viel, meine Idee zu Papier zu bringen. Oder aufs Papier, wie auch immer. Damit es nicht nach Gedankensprung klingt, sondern voll Professionell und so. Ihr wisst schon was ich meine. Hoffe ich zumindest.

Ich hatte daraufhin die ersten Gespräche. Allerdings oblag die Entscheidung bei zwei Personen. Wo leider Person a nicht wusste was Person b tat. Zumindest ganz am Anfang. Erst nach einem gemeinsamen Gespräch, stellte sich heraus, dass vorerst nichts draus werden würde. Also aus der Sache mit dem Landwirtschaft und so.

Wobei natürlich, dass muss man dazu sagen, mehrere Ideen im Raum standen. Wie z.B. ein Begleitendes Angebot, das man erst mal Stundenweise schaut was man tut. Oder es als Außenarbeitsplatz oder Praktikum macht. Sich bezüglich der Reittherapie vielleicht erst mal mit einem bereits bestehenden Reitbetrieb in der Nähe zusammen tut usw.

Nachdem ich dann aber die Arbeitsstelle wechselte, ließ ich es erst einmal auf sich beruhen. Weil ich einfach auch total Ideenfrei war. Nicht ganz wusste, wie und wo und was und warum. Vielleicht lag es auch einfach daran, dass ich viel zu sehr damit beschäftigt zu sein schien, mich in meine neue Arbeit einzubringen. Dort rein zu kommen. Einen Plan davon zu haben, was eigentlich abgeht. Teilweise einfach nicht die Zeit oder Lust hatte, groß was zu tippen oder so. Allerdings hielt dies nicht lange. Dies auf sich beruhen lassen.

Ich habe den Laptop wieder mal in die Hand genommen. Habe alles nochmal überarbeitet. Überdacht und es etwas anders geschrieben. Ich bin ja wirklich mal gespannt. Ich hoffe wirklich das es klappt. Das eine Zusammenarbeit zustande kommt. Das irgendwie doch was draus wird.

Kann doch die Arbeit in der Landwirtschaft so vieles aus- und bewirken. Aber das Hauptproblem scheint tatsächlich das Geld darzustellen. Es wäre irgendwie gut, doch ein paar Firmen noch zu finden, die mitmachen würden. Und sei es nur in Form einer Spende. Oder in Form von Arbeitsplätzen die sie zur Verfügung stellen.

Ich frage mich situativ tatsächlich, wo das Probelm ist, den Arbeitsbereich für Menschen mit Behinderung zu erweitern. Ich frage mich dann immer wieder, ist dass dann auch schon weider Tunneldenken? Das machen wir schon seit 20 Jahren so, es hat geklappt, und deshalb wird auch nichts geändert.

Wie sage ich immer so gerne? Wenn man es nicht zumindest mal versucht, weiß man auch nicht ob es funktioniert.

Persönlich muss ich glaube ich erst mal aufpassen, dass ich nicht wieder frustiert die Flinte ins Korn werfe. Zumal ich nicht mehr in direktem Kontak mit dem Betrieb stehe, dem ich den Vorschlag, überarbeitet, wiederholt vorgelegt habe.

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