Mein Alltag als HEP im Schichtbetrieb

Wenn wir schon dabei sind, über alltägliches zu schreiben, kann ich auch gleich dabei weiter machen, wie mein Alltag als HEP aussieht. Leider musste ich aber gerade feststellen, dass irgend ein Beitrag nicht gespeichert wurde, bei dem ich eigentlich über das ganze Geschrieben habe, wie das so ist mit der Bloggerei und wie da der Plan aussieht. Blöd gelaufen. Aber soll vorkommen. Berichte ich eben nur über meinen Alltag als HEP

Werde ich schließlich oft genug gefragt, was ich beruflich mache. Auf meine Antwort Ich bin HEP und arbeite in einer Wohngemeinschaft für schwerst mehrfachbehinderte Menschen werde ich oft genug mit großen Augen angesehen. Meist kommt daraufhin die Frage was ich da eigentlich mache.

Mein Tagesplan

Frühschicht:

Habe ich Frühdienst, beginnt für mich der Tag bereits um 5 Uhr morgens, wenn der Wecker runter geht. Halb verschlafen und viel zu müde schleppe ich mich meistens dann erst mal in die Küche um die Kaffeemaschine anzuschmeißen. Dann heißt es währenddessen: Anziehen, Haare machen, etwas Farbe ins Gesicht. Danach zische ich mit meinem Kaffee auf den Balkon um meiner Sucht zu fröhnen. Schaue währenddessen auf mein Handy um zu guggen ob es bei WordPress, Instagram und Co. irgendwas neues gibt, was wichtig sein könnte.

Danach flitze ich gegen kurz nach halb los um pünktlich um 6 Uhr in der WG zu sein, in der ich arbeite. Dort fängt alles erst mal mit einer zweiten Tasse Kaffee und einer Übergabe vom Nachtdienst an. Gegen kurz nach 6, werden dann die Bewohner geweckt, gewaschen, frisch gemacht, angezogen, ggf. vom Bett in den Rollstuhl umgesetzt, gefrühstückt, Brotzeit für die Arbeit richten, Übergabebuch für die Werkstatt schreiben, Jacken anziehen, zur Tür bringen und die Bewohner an den Fahrdienst übergeben.

Sind alle Bewohner soweit versorgt und außer Haus, ist noch nicht Schluss. Weiter geht es dann mit Haushalt, wie Wäsche waschen, Wäsche abhängen und zusammenlegen so wie auf die Zimmer verteilen. Spülmaschine an machen, Küche aufräumen und Müll weg bringen. Wenn notwendig mit Bewohnern Termine wahrnehmen oder noch diverse Telefonate führen. Gegen 9 Uhr ist meistens dann der Spuk vorbei und Feierabend für den Tag.

Danach verschwinde ich für gewöhnlich, meistens Richtung Pferdchen. Frühstücke entweder davor noch zu Hause oder zwischen durch. Danach sind manchmal noch Fitnessstudio so wie Bloggen drin.

Spätdienst:

Habe ich Spätdienst, schlafe ich in den meisten Fällen bis 9 oder 10 Uhr. Brauche dann aber dennoch meinen Kaffee und meine Zeit bis ich in Schwung komme. Manchmal blogge ich dann bereits am Vormittag. Aber nicht immer. Gegen Mittag verschwinde ich dann in den Stall zum Misten und Füttern. Aber auch zum Reiten oder Spazieren gehen mit dem Getier. Danach esse ich manchmal noch was, oder verlege es dann auf die Arbeit. Auch kann es durchaus sein, dass ich Nachmittags nach der Stallarbeit noch einen kurzen Beitrag verfasse.

Um 15:30 Uhr beginnt dann auch schon mein Dienst. Dort laufen dann auch wieder eher Alltägliche Geschichten, wie Wäsche machen, Abendessen herrichten, die Bewohner ausziehen, mit ihnen den Nachmittag der noch über ist gestalten. Dann kommen noch übliche Dinge wie, Baden gehen, Abendessen, die Bewohner Bettfertig machen, Medikamente verabreichen, ggf. noch Telefonate führen, Arztbesuche, Einkaufen. Gegen 21 Uhr endet dann mein Dienst. Zuhause verseppel ich dann meistens vor dem Fernseher, vor dem ich dann auch das ein oder andere mal einschlafe.

Nachtdienst:

Am Tag des Nachtdeinstes läuft mein Alltag eigentlich fast genau so ab, wie wenn ich Spätdienst habe. Mit dem kleinen Unterschied, dass ich erst zwischen 18 und 19:30 Uhr Arbeitsbeginn habe. Ich helfe dann noch im WG Alltag mit, da wo ich gebraucht werde. Ab spätestens 22:30 Uhr sind dann soweit alle Bewohner im Bett und schlafen. Meistens erledige ich dann noch ein wenig Papierkram oder schreibe etwas an diversen Berichten für die Kostenträger weiter. Ab 23 Uhr beginnt für mich dann die Bereitschaft, in der ich schlafen darf. Was ich aber nicht immer kann, wie ich glaub ich schon mal erzählt habe.

Am Tag, an dem ich aus der Nacht komme, arbeite ich morgens noch im Frühdienst mit. Gehe aber früher, als diejenigen, die zum Frühdienst gekommen sind. Zuhause angekommen, kommt es meistens darauf an, wie die Nacht gelaufen ist und ob ich geschlafen habe. HAbe ich nicht geschlafen, lege ich mich meistens bis frühen Nachmittag nochmal hin und schlafe ein paar Stunden. Meistens komme ich dann aber auch nicht richtig in Schwung und mache das Nötigste. Benötige ich nach dem Nachtdienst meistens ziemlich lange, bis ich mich davon wieder erholt habe.

 

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