Ist eine Existenzgründung zum Scheitern verurteilt?

Das Übliche zur Einleitung

Bewerbung hier, Bewerbung da. Absage da, Absage dort. Keine Rückmeldung von hier. Manchmal scheint es aussichtslos zu sein und keinen Ausweg findbar. Was mich wieder mal zu dem Gedanken kommen lies, eigentlich solltest du dich selbstständig machen.

Aber er scheint gar nicht so einfach zu sein. Zumindest kommt es mir so vor. Bei allem was ich mir irgendwie in den Kopf gesetzt habe zumindest.

Was ich mir so einrede

Irgendwie scheint derzeit alles nicht so zu funktionieren wie ich mir das so vorstelle. Jobwechsel klappt nicht. Brauche aber irgendwie was anderes. Möchte gerne wieder in einen Betrieb zurück in dem ich schon gearbeitet habe. Der Bewerbungsprozess zieht sich aber leider noch etwas hin. Entsprechend schwinden meine Hoffnungen immer mehr, an meiner aktuellen Lage irgendwas zu verändern.

Entsprechend habe ich mir immer wieder Gedanken über eine Änderung im Sinne der Existenzgründung gemacht. Ideen schießen durch meinen Kopf, dass man manchmal beinahe glaube könnte, der Kopf verkraftet das auf lange Sicht schon gar nicht mehr.

Habe ich zur Zeit zwei Ideen, die ich mir einrede. Zum einen bin ich immer noch fest und schwer davon überzeugt, dass ich Reittherapeut werden möchte. Und darauf aufbauend ein Angebot für Menschen mit Behinderung entstehen lassen möchte.

Die zweite Idee, wäre die Gründung eines ambulanten Pflegedienstes. Schwerpunktmäßig allerdings eher Richtung Alltagsbetreuung. Beziehungsweise Alltagsunterstützung und Gestaltung.

Allerdings scheint es doch einige Knackpunkte zu geben, an denen es zum Scheitern verurteilt zu sein scheint.

Woran es beim Pflegedienst scheitert

Habe ich hier natürlich das Internet durchforstet. Haufenweise Seiten durchgelesen und mich informiert. Aber es scheint an einigen Dingen zu scheitern, die ich nicht bedacht hatte. Gibt es diesbezüglich nämlich ziemlich viele Auflagen, die ich erfüllen müsste um dies durchzuziehen.

Es scheitert an so vielen Aspekten wie z.B. meiner Berufserfahrung die noch nicht so lange anhält. An einem Buissinesplan, bei dem ich nicht wüsste wie ich ihn schreiben sollte. An der Tatsache, dass ich noch keine Führungsfortbildung habe, die ich für die PDL bräuchte. Auch wüsste ich nicht, wo ich zwei Vollzeitkräfte herbekommen sollte, die mich beim Start unterstützen. Geschweige denn, dass ich wüsste wo ich Geschäftsräume anmieten sollte (wo natürlich die Geldfrage im Raum steht). Ganz davon abgesehen, dass es hier in der Gegend wahrscheinlich doch schon einige Ambulante Pflegedienste gibt. Mit denen ich konkurrieren müsste.

Was außerdem noch hinzu kommt ist, dass ich selber nicht sonderlich davon überzeugt bin. Zumindest noch nicht. Gerade Arbeitszeitentechnisch kann ich mich selbst nur schwer von einem Ambulanten Dienst überzeugen. Weshalb von vornherein genau der Plan eigentlich schon hinfällig ist. Weil die Überzeugung dazu fehlt, es zu machen.

Woran es aktuell beim Reittherapeuten hängt

Das kommt aktuell aus der Pistole geschossen. Es scheitert am Geld. Eindeutig. Spare ich zwar gerade jeden Cent auf die Seite. Scheint es dennoch so, dass nichts vorwärts zu gehen scheint.

Denke ich genauer darüber nach, mich mit Reittherapie selbstständig zu machen, komme ich unterm Strich auf den Punkt, dass ich es Anfangs eindeutig nicht als Vollzeitjob machen könnte. Würde ich wahrscheinlich vorher verhungern. Müsste ich also im Grunde zwei Jobs haben. Teilselbstständig aber dennoch irgendwo angestellt. Damit ich meinen Lebensunterhalt bestreiten kann. Der ja nicht gerade gering ist. Ganz zu schweigen vom Unterhalt, den ein Tier bedarf.

Woran es bei der Kooperation hängt

Habe ich mir auch weitere Gedanken gemacht. Darüber mit einem Betrieb zusammen zu arbeiten. Mit einem Träger. Allerdings scheitert es wohl aktuell auch hieran. Daran, überzeugend rüber zu bringen, was meine Intension ist. Überzeugend rüber zu bringen, warum man genau DAS als Erweiterung für den Arbeitsmarkt für Menschen mit Behinderung nutzen soll.

Es scheitert nicht daran, dass ich keine Idee hätte. Die Ideen wumseln nur so in meinem Gehirn. Es scheitert wohl tendenziell daran, das alles zu Papier zu bringen. Daran auf Papier, in Textform das ganze gut rüber zu bringen. Daran, dass ich mir unheimlich schwer tue, den Text professionell und Aussagekräftig zu formulieren.

Scheitert es gerne auch mal daran, dass mir keine Idee kommt, wie ich meinen Text überhaupt anfangen soll. Ich lange da sitze und mir denke, die Idee ist doch da, warum bekomme ich jetzt die weiße Seite da nicht voll.

Rückschlagtechnisch ist es für einen Selbst dann auch nicht gerade von Vorteil, wenn auf einen Weiteren Versuch noch keine Reaktion kam. Man sich die Frage Stellt, was man eigentlich verkehrt gemacht hat. Sich dies nicht erklären kann. Man sich einredet „Ich war nicht professionell genug.“ Fraglich ist allerdings nur, was wird denn eigentlich als Professionell bezeichnet? Vielleicht sollte ich mich zu Anfang erst einmal genau mit dieser Frage auseinander Setzten.

Eine Lösung?

Eine Lösung scheine ich derzeit nicht so recht zu haben. Außer mich nochmal hin zu setzten und mir zu überlegen, wie ich es zu Papier bringe. Zu Papier bringe, von was ich überzeugen will. Versuche es nochmal professionell klingen zu lassen.

Vielleicht schaue ich auch nochmal im Internet nach Tipps. Da findet man ja so einiges. Fraglich ist nur, ob ich es umsetzten kann. Bin mir selber auch gerade nicht ganz sicher ob ich mich zu sehr auf was einschieße. Aber aufgeben kommt gerade nicht in Frage. Möchte ich es nicht.

Es wird doch irgendeine Lösung geben, die Sinnbringend ist. Das muss doch irgendwo sein. Besser der Lösungsweg, der richtig ist, muss irgendwo vorhanden und da sein.

 

 

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5 Gedanken zu “Ist eine Existenzgründung zum Scheitern verurteilt?

  1. Lieber etwas mehr Gedanken vorher machen als nach kurzer Zeit zu scheitern.

    Aber nicht dadurch abbringen lassen, sondern es eher als erste Herausforderung des Selbstständigseins ansehen.

    Vielleicht gibt es ja auch etwas Hilfe bei einer Handwerkskammer oder wie bei uns der Wirtschaftsförderung. Die Material, Hilfe, Schulung und/oder Beratung anbieten zum Erleichtern einer Existenzgründung.

    Gefällt 1 Person

  2. Es wird ja oft über die Arbeitsagenturen geschimpft, aber so viel ich weiß, beraten die auch Menschen wie dich, die sich aufgrund mangelnden Hintergrundwissens nicht so richtig entscheiden können. Vor allen Dingen ist die Arbeitsagentur auch in der Lage, dir direkt etwas über den jeweiligen aktuellen Bedarf an Fachkräften zu sagen.
    Liebe Grüße, Achim

    Gefällt 1 Person

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