Trense zerlegt

Nun werde ich hier auch mal drüber berichten. Vor einigen Tagen habe ich mir meine Trense mal etwas genauer angesehen. Und mich gefragt welchen Sinn denn der Nasenriemen überhaupt hat. Ich konnte mir daraufhin eigentlich keine wirkliche Erklärung abliefern. Außer, dass ich dass halt damals immer so gelernt hatte.

Nasenriemen und Sperrriemen an der Trense. Zuschnallen. Gut. Näheren Hintergrund nie erfragt. Den Sperrriemen hatte ich vor Jahren, an meiner Trense, bereits entfernt. Weil mir der Sinn dahinter nicht ganz zu deuten war. Außer dass damit irgendwie das Maul halt zugemacht wird. Irgendwer hat mir dazu mal versucht weiß zu machen, dass er dazu dient, dass das Pferd das Maul nicht so weit aufsperren kann und somit zu sehr gegen die Trense geht. Aber soll das Pferd nicht eigentlich auch kauen können? Naja egal. Bei meiner Trense hatte ich ihn bereits vor Jahren entsorgt. Nicht zuletzt weil ich das Gefühl nicht los wurde, dass sich Mausi damit alles andere als Wohl fühlt. Und was tut man nicht alles für sein Pferd

Kürzlich musste dann auch der Nasenriemen dran glauben. Starrte ich meine Trense eine Weile an. Wurde mir aber über den näheren Sinn dazu wirklich nicht ganz klar. Was tut der Nasenriemen da eigentlich? Hat das was mit der Druckverteilung zu tun? Aber wenn ich mit Gebiss reite, geht doch der druck eigentlich eher über das Gebiss? Ich wurde nicht schlauer draus. Weshalb ich den Nasenriemen kurzerhand ausgebaut hatte. Meine Trense besteht nun lediglich aus den beiden Backenstücken, die das Gebiss halten, dem Genickteil, dem Kehlriemen und dem Stirnband.

Nachdem ich den genaueren Sinn von Nasenriemen und Sperrriemen erforschen wollte, habe ich mal Google gefragt. Forum Beitrag, Forum, Forum, Beitrag.

In den Forenbeiträgen waren die häufigsten Argumente: Falsch verschnallt und in den falschen Händen kann das zur Quälerei werden. Müsste der Riemen (Nase als auch Sperr) einfach richtig verschnallt sein. Eine richtige Antwort, welchen Sinn der Sperrriemen hat oder auch der Nasenriemen, konnte keiner liefern. Das der Sperrriemen eigentlich mal für Kriegszwecke verwendet wurde, wegen den Kieferbrüchen und Co. beim Sprung über die Schützengräben, dürfte bekannt sein. Aber Krieg ist doch eigentlich nimmer? Also, durchforsten wir weiter das Netz.

Landete kurzerhand auf einem Beitrag von einem Blog zu diesem Thema. Den man übrigens Hier: https://www.pferdefluesterei.de/sperrriemen/ nachlesen kann.

Dagegensprecher gibt es viele. So meine Feststellung. Genaue Erklärungen zum Sinn dahinter habe ich aber irgendwie nicht so richtig gefunden. Weil irgendwie kein Mensch mir wirklich erklären kann, was der Sperrriemen in der heutigen zeit eigentlich bezweckt.

 

 

 

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6 Gedanken zu “Trense zerlegt

    1. Das könnte durchaus sein. Die einen Sagen, der muss ganz dringend hin. Damit das Gebiss nicht rumrutscht oder das Pferd den Mund nicht so weit aufsperrt (wobei ja eigentlich Kauen erwünscht ist ^^). Wobei man da natürlich zwischen Kauen und Mund weit aufmachen unterscheiden sollte. Aber irgendwie stört ja dann was und irgendwo ist vielleicht ein Problem.

      Aber die einen sind so die anderen so. Manche halten die für doof wenn du ohne reitest. Andere finde es okay. Schade finde ich nur, dass man Trensen inzwischen, grundsätzlich, nur noch mit sperrriemen bekommt. Ich hab inzwischen ja auch den Nasenriemen raus gemacht. War ne ganz gute Idee. Meine kommt damit ganz gut aus und findet inzwischen die Trense doch nicht mehr ganz so doof. Vielleicht ist sie im tiefsten inneren doch ein Pferd aus dem wilden Westen. 🙂

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      1. Zwischen Maul aufsperren und Kauen liegt ja schon ein Unterschied. Im Idealfall soll das Pferd kauen. Wenn der Reiter aber zu hart mit der Hand ist, will sich das Pferd den Hilfen entziehen und sperrt das Maul auf. Klar, im Krieg, wo das Pferd als Transportmittel diente und keiner gescheit reiten konnte, machte so ein Sperrriemen Sinn.
        Wer heute den Riemen so stark zuknallt, damit das Pferd sein Maul nicht öffnen kann, der ist schlichtweg ein kritikresistenter Reiter. Anstatt sich selbst zu reflektieren und an seinen Fehlern zu arbeiten, wird mit Hilfsmitteln das Problem umgangen.

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