Meine vier Wände, das schwedische Möbelhaus und ich

Klar dürfte definitiv sein, um welches Möbelhaus es sich handelt, welches ich im Titel erwähne. Der Möbelriese, mit den schwedischen Möbeln und dem gelben Logo auf blauem Grund. Man wird mit du angesprochen und so weiter und sofort. Spätestens jetzt, dürfte jedem klar sein, von welchem Geschäft ich spreche.

Neulich also ganz nach dem Motto „Hin und Mit“ drauf los getigert. Mit dem Zettel in der Hand und auf der Suche nach diversen Regalen, Schränken, Tischen und so weiter und sofort. Nicht zu vergessen, dass die Dekoabteilung nicht vernachlässigt werden darf.

Aussuchtechnisch war ich eigentlich auch ganz gut dabei. War mir von vornherein auch klar, dass ich nochmal kommen werde. Da wir mit einem normalen Auto angekurvt waren. Und bereits klar war, dass wir weder den Schrank, geschweige denn diesen riesigen Würfel unterbringen würde. Weshalb wir irgendwann nochmal anrücken müssen. Natürlich hätte ich es mir auch liefern lassen können. Allerdings wären die Lieferkosten recht hoch gewesen. Wobei was heißt hoch. Allerdings fahre ich für das Geld mehrmals dort hin. Und beliefere mich sozusagen mehrfach selbst.  Wenn man es mal so hochrechnet. Außerdem hätte man gerade meinen können, wenn man mehr kauft, werden die Kosten billiger. Aber es ist genau umgekehrt. Um so mehr man kauft, desto höher werden die Lieferkosten der Spedition. Wundert mich allerdings etwas, dass der schwedische Möbelgigant keinen eigenen Lieferservice hat, sondern das anderweitig irgendwie macht. Zumindest habe ich das so verstanden.

Nun gut. Ich habe dann auch einiges an Möbeln entdeckt. Zum einen das DVD Regal, dass ich unbedingt brauche. Weil es so schön platzsparend ist, ich aber trotzdem einige DVDs unterbringen kann. Im Lager die Ernüchterung, passt nicht rein, ist zu lang. Nächstes Regal aufgesucht, die Tischgarnitur, passt aber auch nicht ins Auto. Zu groß. Ganz prima. Und nur die Stühle mit zu nehmen, hielt ich für völligen Blödsinn.

Letztlich lief es genau darauf hinaus, dass ich lediglich mein Regal fürs Badezimmer mitnahm. Und diversen Dekokrimskrams. Den man eben so braucht. Aus lauter Frust darüber, dass ich sämtliche Dinge nicht mitnehmen konnte, die ich hätte haben wollen, packte ich mir gnadenlos noch einen Wohnzimmertisch ein. Brauchen würde ich ihn so oder so. Geschlagene 80 € bin ich losgeworden. Wahnsinnig!

Aus reinem Frust darüber, dass ich irgendwie nichts bekommen hatte, was ich haben wollte, weil es nicht ins Auto passte, fuhr ich kurzerhand, nachdem wir zu Hause waren, noch zu Poco. Obwohl ich offen gestehen muss, dass ich kein großer Fan von Poco bin. Aus welchem Grund auch immer. Bin ich eigentlich nicht. Trotzdem bin ich durchgeschlappt und habe herumgeschaut.

Man wird es nicht glauben, aber ich wurde doch tatsächlich fündig. Nachdem ich gefühlt 100 Schränke, Kommoden und Schuhschränke begutachtet und beäugt hatte. Und eigentlich schon kurz vor dem Entschluss stand, wieder zu gehen. Eine wundertolle Garderobe stand da vor mir. Mit Hacken für die Jacken. Einer Hutablage und einem kleinen Schränkchen der ein Schuhschrank war. Das beste, es war reduziert.

Okay, mitnehmen! Zettel rausgezogen, Richtung Kassen gewandert. Auf dem Weg dort hin noch ein paar Kleinigkeiten eingepackt, die ich für notwendig hielt. An der Kasse hieß es nur, ich hätte mit dem kleinen Zettel zu einem Mitarbeiter gemusst. Dieser Mitarbeiter hätte mir dann einen Kaufvertrag ausstellen müssen. Okay…..also nochmal zurück, Kaufvertrag machen und so weiter.

Leider musste ich erst mal ziemlich lange nach einem Mitarbeiter suchen. Kam mir beinahe vor, wie bei Mediamarkt. Man sucht nach einem Mitarbeiter und findet keinen. Entweder verstecken die sich alle oder halten Plausch miteinander. Auf die Idee zu kommen, die Kunden anzusprechen die irgendwie doof in der Gegend stehen, scheint fast schon zu viel des guten zu sein.

Irgendwann wurde es mir dann echt zu doof und ich quatschte zwei Verkäufer an, die sich angerecht flüsternd unterhielten. Was mir einen bösen Blick einhandelte, weil ich sie wohl bei einem sehr wichtigen Gespräch gestört hatte.

„Hallo, ich bräuchte einen Kaufvertrag.“

„Ja klar.“

„Für ne Garderobe“

„Da müssen Sie zu jemand anderem gehen, von drüben. Ich bin nur für diesen Bereich hier zuständig.“

„Aber….“

„Ich kann Ihnen hier den Auftrag nicht drucken lassen. Ich hab da keinen Zugriff drauf.“

„Ja toll, jetzt darf ich wieder einen Mitarbeiter suchen, der gar nicht da ist.“

„JA tut mir leid, da kann ich jetzt auch nix machen.“

Das verdrehen der Augen, dass übrigens sehr offensichtlich war, habe ich durchaus gesehen. Habe mich sogar kurzzeitig gefragt, ob ich mich darüber nicht sogar beschweren soll, war ich so oder so schon genervt genug. Und hätte genügend Lust drauf gehabt. Aber das hätte wieder Stress bedeutet. Und auf Stress habe ich allgemein nicht viel Lust.

Entsprechend musste ich schon wieder suchen. Ostern ist übrigens erst in ein paar Wochen, oder so in die Richtung. Nur so am Rande bemerkt. Rumstehen. Im Viereck laufen. Slalom durch die Möbel. Versehentlich einen nicht Verkäufer ansprechen. Körpergeruch überprüfen um festzustellen, dass mein Deo kurz vor dem Versagen zu sein scheint. Verkäuferin gefunden. Kaufvertrag in der Hand.

Auslieferung vor Ort mit dem Auto anfahren. Klingel betätigen damit die Lageristen wissen das ich da bin und mir meine Wahre ausgeben können. Dem Lagermensch meinen Auftrag in die Hand gedrückt. Gewartet. Mich über einen anderen Käufer gewundert, der definitiv gesehen haben muss, dass ich bereits geklingelt und mich mit dem Lagermann unterhalten haben. Meinte dieser nämlich er müsse nochmal klingeln. Logik minimal abhanden gekommen?

Mein Päckchen nach kurzer Wartezeit entgegen genommen. Mich gewundert, warum es denn so klein ist. Schon Zweifel daran gehabt, ob das Kästchen tatsächlich mit dabei ist. Ansonsten wäre der Preis Tatsache etwas überzogen gewesen. Mich kurzzeitig am Auto darüber gewundert, warum die Schachtel so schwer ist. Kurz überlegt ob ich den Lageristen nicht fragen soll, ob er mir beim Einladen hilft. Umdisponiert und eine Lösung gefunden wie ich es selbst schaffe.

Rückfahrt nach Hause angetreten. Mich gefreut wie Bolle. Vor mir ein Fahrer, der nicht so recht wusste was er will. Weshalb ich eine totale Vollbremsung hinlegen musste, was wiederum zur Folge hatte, dass mir mein Möbelstück in den Rücken geschossen ist. Das tut echt mal weh. Also dieser Aufschlag auf den Sitz. Wild gestikulierend auf die Hupe geschlagen und mich aufgeregt. Vom Fahrer keine Entschuldigung sondern die selben Wütenden Gesten kassiert. Was ich nicht kapiert habe. Hat er mich zur Vollbremsung veranlasst und nicht er sondern ich habe jetzt Rückenschmerzen, weil mir was in den Rücken geschossen ist. Prima… 🙂

 

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4 Gedanken zu “Meine vier Wände, das schwedische Möbelhaus und ich

  1. Auweia, das war wohl alles andere als ein entspannter Einkauf. 😦 Ich mag Möbelhäuser, auch den blauen Riesen, nicht besonders. Aber wenn, dann nutze ich IMMER den Lieferservice (ich habe auch gar kein Auto). Das kostet zwar schon recht viel, aber dafür schleppen die dir die Sachen auch in die Wohnung und liefern sogar am gleichen Tag noch, wenn gewünscht. Wenn ich Zeit und Frust hochrechne, ist es mir das meist wert. Bei Kleinkram verhafte ich immer irgendwen aus der Firma, der mich fahren muss. 😀

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  2. Ich mag Ikea echt total gern. Und die Ham auch ganz cooles zeug. Bei dem anderen bin ich überhaupt nicht gerne. Finde es nicht schön aufgemacht. Ist alles einfach hingestellt und gut. Keine Deko. Keine gestaltungsideen. Das Auge isst bekanntlich mit ^^ liefertechnisch hab ich mir noch nie Gedanken gemacht. Bis auf das Sofa haben wir bis jetzt alles immer irgendwie mit Auto und Hänger heim gebracht 🙂

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