Einkaufsgewohnheiten werden verändert. Jetzt.

Umzug fast geschafft. Ein paar Kleinigkeiten fehlen noch. Dann ist der ganze Zauber über die Bühne. Ab morgen werde ich die erste Nacht dort verbringen. Und dann ist es wohl offiziell. Ich wohne alleine. Als eigenständiger Haushalt. Komisches Gefühl irgendwie. Eine Mischung aus Freude und mulmig. Wird schon werden. Irgendwie. Denke ich.

Wegen der ganzen Umzugsgeschichte, scheint sich mein Konto gerade sehr darüber zu amüsieren, schneller leer zu sein, als es mir lieb ist. Habe ich zumindest diesen blöden und bösen verdacht. Und freut es wohl auch die Bank, dass sie von mir Gebühren bekommen, aufgrund der momentan regelmäßigen Überziehungszinsen. Oder so in die Richtung.

Aufgrund dieser Tatsache, und der Tatsache, dass ich feststellte oft Lebensmittel zu kaufen, die dann ihr gewisses Eigenleben entwickeln, habe ich beschlossen mir genau zu überlegen WAS ich kaufe. Was ich dann natürlich auch wirklich und in ganz echt esse.

Normal bin ich nämlich eine derjenigen, die in den Laden watschelt und wahllos alles in den Wagen schmeißt was ihr gerade in den Kram passt oder schön aussieht. Man könnte ja Lust drauf haben und brauchen könnte man es so oder so mit hoher Wahrscheinlichkeit (nicht). Dann wundere ich mich auch noch  darüber, warum am Ende der Einkauf eigentlich so teuer war. Mal ganz zu schweigen von den oft viel zu viel gekauften Fertigprodukten, die mich zu guter Letzt teurer zu stehen kommen, als mir das lieb wäre. Und meinen Mülleimer füttere ich oft auch noch mit.

Also stand es sehr schnell fest: Überlege mit Bedacht, was du isst. Letztlich lief es darauf hinaus, man möge mich jetzt für Wahnsinnig erklären oder auch nicht, bleibt jedem selbst überlassen, einen Speiseplan für genau eine Woche anzufertigen. Und ich werde nur einmal die Woche zum einkaufen fahren und nicht fünf mal. Süßigkeiten bleiben im Regal zurück und gekauft wird aufgrund dessen, was ich essen möchte.

Ist aber gar nicht so einfach. Zum einen musste ich mir fürs Wochenende jetzt überlegen was ich koche. Da wird einmal warm gekocht und basta. Dann geht es weiter, dass ich einen neuen Job habe. Dafür brauche ich zum einen etwas für die Frühstückspause, sonst überlebe ich das bis Mittag nicht. Dann Mittagessen für die Arbeit (sollte ich mir selbst mitbringen sonst sitze ich auf dem Trockenen) was ich mir am Vortag natürlich vorkochen sollte. Beziehungsweise die Reste vom Abendessen sein werden. Und dann wäre natürlich noch genau zu überlegen was ich eigentlich abends essen möchte.

Und Gesund sollte das ganze dann bitte auch noch sein. Und die Fertigpizza bleibt im Regal. Mache ich günstiger selbst. Meine Einkaufsliste ist lustigerweise auch gar nicht so sonderlich lange. Da ich manches, wie Eier und Nudeln schon zu Hause habe. Praktisch. Kartoffeln kann ich dann auch direkt im 1,5 Kg Sack kaufen, woraus sich zum teil schon fast 3 Mahlzeiten erstellen lassen. Womit ich schon einiges abgedeckt habe. Mit EINEM Produkt.

Ich frage mich nur, wie lange ich das durchhalte. Mich jeden Freitag oder sogar schon Donnerstag hin zu setzten. Mir zu überlegen was ich eigentlich essen will. Was ich dazu brauche. Und dann auch noch nur einmal in der Woche den riesen Einkauf absolviere. Nun gut, es wird drauf raus laufen, dass ich nur einmal die Woche einkaufen gehe. Alleine aus der Tatsache raus, dass ich zu meinem Lieblingsgeschäft doch gut ein bisschen zu fahren habe. Was mich wiederum dazu nötigt, es auf einmal zu beschränken und direkt zu wissen, was ich eigentlich brauche.

Werde mir wohl doch das ein oder andere Kochbuch für gesunde, Gemüsehaltige Gerichte zulegen. Aufgrund dieser Grundlage, könnte ich nämlich dann einkaufen. Zumal ich beschlossen habe, es kommt mir nur frisches Zeug ins Haus. Adiöööööö fertiges essen. Das sogar oft teurer und weitaus ungesünder ist.

 

Aktueller Plan ab Freitag

Freitag:

Nochmal in der Arbeit essen

Samstag:

Morgens: Früchtemüsli mit Joghurt

Abends: Ofenkäse mit Gurke, Paprika und Brot

 

Sonntag

Morgens: Früchtemüsli mit Joghurt

Abends: Spagetti mit Hackfleisch und Tomatensalat

 

Montag

Morgens: Müsli

Abends: Pellkartoffeln mit Kräuterquark

 

Dienstag

Morgens: Erdbeerquark für die Arbeit, Müsli zu Hause

Mittags: Couscous mit Gemüse

Abends: Lachs mit Pellkartoffeln und Buttersoße

 

Mittwoch

Morgens: Müsli zu Hause, Vollkornbrot mit Frischkäse und Gemüse für die Arbeit

Mittags: Rest vom Vorabend

Abends: Gemischter Salat

 

Donnerstag

Morgens: Müsli zu Hause, Vollkornbrot mit Frischkäse und Gemüse für die Arbeit

Mittags: Nudeln mit Tunfisch

Abends: Reisgemüse mit Feta

 

Freitag

Morgens: Wie die letzten Tage auch

Mittags: Spagettie bei den Eltern

Abends: Spiegelei mit Spinat und Kartoffeln

Gespannt wie Bolle, wie mein Einkauf ausfallen wird. Wirklich. Könnte den jetzt hier auch noch auflisten, dass wäre meiner Ansicht nach, aber relativ. Zu dem Ganzen Zeug was ich offensichtlich, aufgrund meines Essensplans brauche, kommen noch Getränke dazu. Also Wasser mit und ohne Blubb, aufgrund meines Flüssigkeitskonsums jeweils zwei Packen. Zusätzlich wird noch Saft organisiert. Davon brauche ich aber, wenn ich mich jetzt nicht verrechnet habe, maximal 4 Liter für die Woche. In etwa. Mal sehen.

Vielleicht wird es auch mehr, da ich im Grunde von den Limo und Eisteesachen weg möchte. Aber doch gerne mal Saft trinke. Dadurch könnte der Saftkonsum durchaus steigen. Wir werden sehen.

Außerdem muss noch Klopapier, Zewa und Spüli mit. Meinen Schwarztee muss ich auch noch auffüllen, sonst habe ich bei meinem morgendlichen Schwarzteeritual bald ein klitzekleines Problem.

Haben nämlich folgendes beschlossen. Frühstück wird bereits vor dem zu Bett gehen hergerichtet. Zum Frühstück wird reichlich getrunken. Bedeutet eine Tasse Tee, ein großes Glas Wasser für den Anfang und ein Glas Saft. Kaffee gibt’s dann to go aus der Maschine für die Fahrt zur Arbeit. Bevor ich es vergesse, muss ich die Tage noch dran denken, dass ich einen Teevorrat in der Arbeit anlege. Muss mich in gewissem Maße dort häuslich einrichten. Zumindest in bestimmten Punkten. Aber spätestens Freitag muss ich gezwungenermaßen meinen Spind beim aktuellen Arbeitgeber räumen. Da dürften noch ein paar Schachteln Tee raus kommen, die ich noch nicht ganz aufgebraucht habe.

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5 Gedanken zu “Einkaufsgewohnheiten werden verändert. Jetzt.

  1. Super Idee das mit dem Essensplan! Ich werde mich bald auch damit beschäftigen müssen, da ich ab nächster Woche wieder alleine wohne. Mein Ziel wäre vor allem sparen, Geld und Kalorien. Mittags kann ich allerdings so günstig essen hier auf der Arbeit, dass es sich nicht wirklich lohnt, etwas mitzunehmen, oder vielleicht nur ab und zu.

    Dein Umzug ist ja schon hinter dir, mir steht er erst noch bevor, aber ich habe auch noch zwei Monate Zeit bis dahin.

    Ich wünsche dir einen guten Start ins alleine wohnen 🙂

    Gefällt 1 Person

  2. Das mit dem Essenplan ist definitiv nicht verrückt, mache ich übrigens zu Hause auch. Auf Arbeit sowieso, deshalb dann zu Hause auch übernommen. So weiß man genau was man braucht und kauft nicht unsinnig ein. Momentan bin ich gerade dabei , meine Tochter auf die Schiene zu bringen. Sie kauft auch mehr für den Mülleimer ein. -_-
    Ich wünsche dir alles gute in deiner neuen Wohnung! Und denke daran: Was man in der ersten Nacht unter einem fremden Dach träumt, geht in Erfüllung!
    LG JJacky

    Gefällt 1 Person

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