Hufschmied

Neulich war der Hufschmied da. Meine Beiden waren nämlich wieder fällig. Der 10 Wochen Intervall war erreicht. Manch einer würde mir nun wahrscheinlich Vorhaltungen machen, warum  der Hufschmied bei mir nur alle 10 Wochen kommt. Wären doch alle 6 bis 8 Wochen angebracht.

Von Vorhaltungen und Belehrungen dieser Art, bitte ich abstand zu nehmen. Möge es bei manch einem Pferd gerechtfertigt sein, alle 6 bis 8 Wochen den Huf zu bearbeiten. Bei meinen zwei beiden sind aber 10 Wochen angebracht. Aufgrund von Hufwachstum, Beanspruchung, Hufeisenhaltbarkeit etc. Dieser Intervall ist ausreichend und natürlich mit dem Hufschmied genauestens abgesprochen.

Nun begab es sich, dass aktuell Sommer ist. Soll so viel heißen wie, dass Mausi beschlagen wird. Mit ihren Sommerschuhen. Den Duplos. Nein ich meine damit nicht die längste Praline der Welt, sondern eine bestimmte Art bzw. Marke von Hufeisen. Die Schweine Teuer sind und nicht für jedes Pferd geeignet. Irgendwann habe ich da glaube ich schon mal drüber berichtet. Kurz um, es handelt sich um ca. 2 cm dicke Kunststoffhufeisen mit Stahlkern. Die hinten geschlossen sind und nur ein wenig vom Strahl frei lassen. Gut für Kiesempfindliche Tiere. Aufgrund von Erhöhung und Schutz vor diesem. Aber nicht nur das, Schläge werden mitunter etwas abgedämpft, zum Bleistift durch Kies.

Durchaus schon oft genug gehört, diese Teile seien angeblich voll doof etc. Nun ja, können ja nicht alle das selbe mögen. Ich find sie super und wenn man es nicht ausprobiert, weiß man auch nicht, obs wirklich so unnütze ist. Basta. Ich, das Fräulein, bestätige, dass ich diese Teile für sehr Sinnvoll und gut erachte. Durchaus sogar besser als Hufschuhe. Wobei ich bei diesem Thema, eventuell, nicht drum rum komme.

Eisen runter, alle viere ausgeschnitten und bearbeitet. Danach wäre eigentlich die Planung gewesen, die Eisen wieder drauf zu packen. Aber irgendwas ist an dem Tag dezent schief gegangen. Nicht das unser Schmied irgendwie die Eisen nicht anständig drauf gemacht hätte, seinen Job macht er nämlich sehr gut.

Mausi hatte das Problem. Von jetzt auf gleich. Warum, war uns beiden ein Rätsel. Mausi ließ sich nämlich nicht beschlagen. Man könnte beinahe sagen, dass sie am Rad gedreht hat. Sich nicht mehr hinstellen wollte, geschweige denn anständig den Fuß rausgerückt hätte. Und ganz übel wurde es, als es um den Bock ging.

Nach mehreren anlaufversuchen haben wir es dann aufgegeben. Beschlossen, dass Mausi Barhuf läuft. Blöd nur, dass der Huf so geschnitten wurde, dass eigentlich das Eisen drauf kommt. Eigentlich nicht passend für Barhuf. Allerdings konnten wir beide nichts ausrichten. Und erzwingen so oder so nicht. Nicht das Madam noch ein riesen Problem aus dem Hufschmied macht.

Mich lässt die ganze Sache gerade nicht ganz los. Irgendwas stimmt da nicht. Irgendwas zwickt oder tut weh. Normal ist sie nämlich nicht so drauf. Stellt sich hin und lässt machen. Irgendwas stimmt da nicht.

Bekomme dann immer gleich Kopfkino. Ist wieder was mit den Nieren? Hat sie wieder irgendeine Entzündung in den Beinen? Hufreheschub? Nein, der Hufschmied konnte nichts sehen.

Vielleicht hat sie auch eine Blockade in der Schulter. Schoss mir eine Erzählung einer Freundin durch den Kopf. Ähnliches Problem, alles gut, beim Aufbocken die Kriese bekommen, Diagnose des Pferdephysiotherapeuten = Blockade in der Schulter. Blockade gelöst, alles wieder gut.

Aktueller Plan, Tierarzt anrufen und nochmal Blutbild von den Nierenwerten machen lassen. Rein Vorsichtshalber. Zeitgleich mal die Füße und den Rücken abchecken lassen. Und wenn wir gerade dabei sind, könnte man noch nach den Zähnen schauen. Ich freue mich ja jetzt schon auf die Rechnung.

Osteophaten (sagt man das so?) organisieren, kontaktieren und Termin ausmachen zum Lage checken. Bitte von Oben bis Unten. Vielleicht hat sies auch irgendwo im Kreuz. Vorher die Pferdefreundin nochmal fragen, ob sie ihren mal auskundschaften kann, ob er noch jemanden nimmt. Der soll nämlich gut sein.

Testen wie sie sich auf Kies macht, wird wahrscheinlich Probleme geben. Bin ich mir zu 90 % sicher. Über Hufschuhe informieren und darüber nachdenken mir welche zuzulegen um die Hufeisenlosigkeit zu überbrücken. Ob auch Gebrauchte Hufschuhe was taugen würden?

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