Meine Wohnung und Ich #0115

Ich habe meine Wohnung und somit auch auf gewisse Weise meine Freiheiten. Ich kann tun und lassen was ich will (fast zumindest). Ich mache meinen Haushalt wann ich will und wie ich will. Keiner Pfuscht mir rein.

Grundlegend bekomme ich auch immer zu hören:

„Mensch, deine Wohnung ist aber echt günstig in der Miete!“

„Was du zahlst nur so wenig Warm im Monat? Ein richtiges Schnäppchen.!“

40 qm, dass reicht doch für dich vollkommen aus.

Eigentlich will und kann ich mich nicht wirklich beschweren. Zumindest nicht im großen Stiel. Ich habe es relativ ruhig. Meine Vermieter und Nachbarn sind in Ordnung. Was will ich mehr? 40 qm scheinen für eine Einzelperson, mit Katze, auch vollkommen ausreichend zu sein. Könnte man so für sich denken und auch meinen.

Allerdings muss ich doch ein wenig meckern. Hätte ich mal langsam getan. Aber langsam tun ist nicht immer das Beste, zumal die Mietpreise derzeit nicht gerade feierlich sind und die meisten anderen Wohnungen, mit selbiger oder geringerer qm Zahl, weitaus teurer im Unterhalt waren.

Trotzdem gehen mir nach und nach immer mehr Dinge dezent auf den Zeiger.

Fangen wir also mal bei der nicht Vorhandenen Spülmaschine an.

Zu Anfang dachte ich mir ganz flapsig, in meinem jugendlichen Leichtsinn, ach was brauchste nicht. Bei deinem geringfügigen Geschirrverschleiß wird eine Spülmaschine völlig überbewertet. Denkste. Meist komme ich erst gegen Abend nach Hause. Meistens vollkommen platt und sogar schon zu Faul mir was zu kochen. Manchmal war ich zuvor noch im Fitness. Meistens hält sich meine Laune dann schwer in Grenzen, noch großartig Geschirr zu spülen. Man würde auch garnicht glauben, was man als Einzelperson an Geschirr braucht. Möge vielleicht auch an meinem sehr hoch angesetzten Kaffeekonsum liegen. Kurz um: Es nervt, haufenweise Geschirr von Hand spülen zu müssen.

Weiter geht es im Grunde mit dem nicht vorhandenen Stauraum.

Einen Keller habe ich nicht, denn ich bin der Keller. Und ein Keller unter dem Keller, ich weiß ja auch nicht. Diverse zusätzliche Räume, die ich als Abstellkammer verwenden könnte, Fehlanzeige. Katzenfutter, Katzenstreu (von dem ich grundlegend 3 bis 4 Säcke auf Vorrat zu Hause habe), der Katzentransporter, diverse Schuhe, Jacken, Staubsauger, Wertstoffe, Hausmüll und Krempel, werden notdürftig irgendwie in der Wohnung untergebracht. Letztlich komme ich mir immer leicht so vor, als würde ich gerade umziehen. Weil manche Sachen nur doof in der Gegend rumstehen und unverräumten Eindruck erwecken. Eine gewissen Ordnung ist vorhanden, aber das es wirklich richtig Ordentlich aussieht….Fehlanzeige aufgrund mangelnder Staumöglichkeit.

Weil ich der Keller bin….

Habe ich dauernd eine dezente Luftfeuchtigkeit in der Wohnung. Ganz schlimm wird es immer dann, wenn ich Wäsche in der Wohnung trocknen muss, weil das Wetter zu schlecht ist um sie raus zu stellen. Ich muss zugeben, rein Finanziell kann ich mir derzeit keinen Trockner leisten. Manch einer würde nun sagen, ja Lüfte doch einfach. Ja erzähl das mal meiner Wohnung. Könnte ich mich wohl halb zu Tode lüften, die Luftfeuchtigkeit würde sich wohl trotzdem nur geringfügig bessern. Zu allem Überfluss habe ich auch noch so einen sau blöden Mitbewohner bekommen, den man so bekommt, wenn man zu viel Feuchtigkeit in der Luft hat. Wurde aber inzwischen im Keim in Spiritus ersäuft. Ich glaube der unerwünschte Mitbewohner hat nun eine akute Alkoholvergiftung und wir diese, wohl oder übel, nicht überleben. Aus lauter Frust habe ich mir jetzt einen Luftentfeuchter gekauft. Ich bin ja mal gespannt ob der was bringt.

Die Sache mit der Katze

Prima, Kellerwohnung, kann ich die Katze raus lassen. Denkste. Ich wohne zwar nicht direkt an der Hauptstraße, dennoch rauschen regelmäßig haufenweise Traktoren in den nicht weit entfernten Weiler. Eine überfahrene Katze? No Way! Aber das dürfte nicht alles sein. Eigentlich bräuchte ich eine Katzenklappe, so eine die über Chip funktioniert und so. Ihr wisst schon. So ein (wahrscheinlich) sau teures Katzenklappenteil. Das Aber bleibt allerdings nicht aus. Ich befinde mich dort in einer Mietwohnung. Und kurzum werde ich einen Teufel tun, mir eine sündhaft teure Katzenklappe in eine Mietwohnung einzubauen. Vielleicht ziehe ich ja in einem Jahr schon wieder aus, und was bringt mir dann die Klappe? Nicht mehr viel.

Im Großen und ganzen? Bin ich ein wenig genervt von der aktuellen Gegebenheit. Weil mir nach und nach immer mehr Dinge auffallen, die ich mir eigentlich so nicht vorgestellt habe. Irgendwie. Allerdings wird so schnell erst mal nicht ausgezogen. Rein Finanziell funktioniert das wohl nicht so ganz. Da geht mein Plan vorerst wohl nicht so ganz auf. Außer ich bekomme innerhalb der nächsten Monate eine Gehaltserhöhung, was ich allerdings im Moment noch nicht zu erwarten habe.

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