Ist die Rollenverteilung wirklich klar?

Um ehrlich zu sein, bin ich mir da nicht immer so ganz sicher und fühle mich manchmal, von meiner Kollegin überrumpelt. Habe sogar in manchen Situationen das Gefühl, man Reißt mir mein Aufgabenfellt mal eben aus der Hand. Was mich zeitweise stink sauer macht.

Manchmal darf ich mir Vorwürfe gefallen lassen, wenn ich am PC sitze und Administrative Tätigkeiten ausführe. Die sogar, laut Stellenbeschreibung, in mein Aufgabengebiet fallen. Die erfüllt werden müssen, weil es sonst zu Problemen kommen kann, wenn es nicht auf dem aktuellen Stand ist. Mal davon abgesehen, dass ich dafür den Kopf hinhalten muss.

Aber nicht nur in diesem Bereich, kommt es regelmäßig zu Unstimmigkeiten. Thema Urlaub fällt auch des Öfteren darunter. Oder eben allgemeine Abwesenheit, wegen Fortbildungen oder Einweisungen. Oder auch wegen Terminen zu diversen Gesprächen. Es dreht sich immer um das gleiche Thema „Alleine mit allen zu Betreuenden und das ist ja schien nicht machbar.“ Ich frage mich manchmal, wie oft ich mir das noch anhören muss. Witziger Weise ist es meistens nur dann ein Problem, wenn ich nicht anwesend bin, aus oben genannten Gründen. Ist es allerdings umgekehrt, stellt es plötzlich kein Problem mehr dar. Ich kapiere diese Logik nicht.

Schießt man dazu aber die klare Aussage ab, dass es sehr wohl alleine machbar ist, bzw. man halt den Mund gegenüber den Kollegen auf machen muss, wenn man Hilfe braucht (riechen können die das nämlich nicht), erntet man in den meisten Fällen einen bösen und schon fast beleidigten Gesichtsausdruck. Ich verstehe die Logik einfach nicht.

Ich glaube das wird noch einige Zeit dauern, bis mal realisiert wird, dass man auch in der Lage sein muss, für einen kurzen Zeitraum, alleine zu Arbeiten. Man sich nicht immer alles so richten kann, wies für einen passend ist. Ich werde den Teufel tun, meinen Urlaub nach der Anzahl der zu Betreuenden in der Gruppe auszurichten. Tut man mir gegenüber ja auch nicht. Von mir wird einfach erwartet, dass ich es tue und dazu in der Lage bin.

Während meiner Abwesenheit werden, zeitweise, einfach mal eben Dinge beschlossen oder verändert. Ohne mich darüber, im Vorfeld, zu informieren. Woraus resultiert, dass ich dastehe wie der Ochs vorm Berg und zusehen kann, wie ich manches, gegenüber der Leitung, rechtfertigen und erklären kann.

Am meisten nervt mich zur Zeit aber, die ewige Lästerei über meine Vorgängerin, die ständig zum absoluten Thema heraufbeschworen wird. Die Faulheit anderer Kollegen und ihre eigene Unzufriedenheit.

In regelmäßigen Abständen müssen die Verhältnisse der Rollenverteilung wieder geklärt werden. Das zermürbt auf Dauer. Dann gibt es aber wieder Phasen, in denen klar zu sein scheint, wie es abläuft.

Manchmal frage ich mich, wenn sie das alles so stört was ich zu tun habe, warum sie sich damals nicht auf diese Stelle beworben hat, als sie noch intern ausgeschrieben war. Rein vom Berufsbild her betrachtet, hätte sie diese Stelle nämlich auch besetzten können. Aber wer nicht will der hat schon.

 

 

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