Wohnungsalltag

Eine eigene Wohnung hat schon was. Das muss ich offen zugeben. Ich bin mein eigener Herr und entscheide wann ich was tue. Allerdings, auch das muss ich zugeben, gehen mir mittlerweile einige Dinge gekonnt auf den Kecks.

Nun sollte man meinen, 40 qm wären für eine Person, mit Katze, vollkommen ausreichend. Aber, ich muss jeden, der diese Meinung vertritt, eines anderen Zustandes informieren.

Man stelle sich nun folgendes vor:

40 qm Wohnung. Diese ist der Keller, somit kein zusätzlicher Bonus zur Lagerung. Da ich ja dort wohne. Badezimmer extra. Der Rest der Wohnung ist ein Raum. Alles schön und gut, aber wo räume ich nun meine Vorräte und Co hin? Gute Frage. Stauraum habe ich nicht viel. Außer ein paar Kommoden und Regale.

Weiter geht es mit der Küche. Das was sich als Arbeitsplatte ausgibt, wird zu 85 % von Wasserkocher und Kaffeemaschinen eingenommen. Ja ich gebe zu ich habe zwei Maschinen, die das braune Gesöff kochen können. Eine Kapselmaschine (die übrigens Unmengen Plastikmüll produziert) für morgendlichen Kaffee mit Caramellgeschmack. Und dann noch eine Filtermaschine, für den Fall, dass Gäste kommen die viel Kaffee trinken oder mir die Kapseln ausgehen. Rein vorsorglich also.

Danach kommen direkt meine Herdplatte, gefolgt von meiner Spüle. Neben der Spüle stapelt sich regelmäßig Geschirr. Denn über das Luxusgut Spülmaschine verfüge ich nicht. War nicht im Inventar inbegriffen. Regelmäßiges Geschirrspülen von Hand, ist also Pflichtprogramm. Offen gestanden, ein sehr lästiger Zeitgenosse, dieses von Hand spülen. Gerade bei diesem Tassen Verschleiß.

Würde man einer einzelnen Person gar nicht zutrauen, so viel schmutziges Geschirr zu produzieren. Ich war auch überrascht. Dieser Zustand führt, regelmäßig dazu, dass ich mich dagegen entscheide, zu kochen. Regelmäßig, nein eigentlich ständig, sieht es nach meiner Exkursion in die Welt der Köche danach aus, als wäre dort der Krieg ausgebrochen. Es sieht aus, wie auf einem Schlachtfeld. Und es nervt. Es nervt tierisch, wenn man 30 Minuten abspülen muss. Und weniger Wasser verbrauche ich damit nicht unbedingt.

Die neueste Eigenart meiner Wohnung (sofern Wohnungen so was überhaupt haben können) ist mein Außenlicht. Wobei das nun auch nicht mehr ganz so neu ist. Hatte ich vor ein paar Monaten schon mal. Der Bewegungsmelder schlägt derzeit bei jedem Käse an. Seit neuestem, brennt es einfach mal, ab mitten in der Nacht, durch. Es brennt und brennt und leuchtet vor sich hin, als gäbe es kein morgen mehr. Der Pure Wahnsinn.

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13 Gedanken zu “Wohnungsalltag

  1. Hi! Ich bin hier gerade hereingestolpert und musste doch etwas grinsen… das Setup erinnert mich sehr an meine Studentenbude, damals… Nur war ich im zweiten Stock, Kellerstauraum hatte ich dennoch nicht.
    Ich habe damals ein paar halbhohe Billy-Regale bei Ikea geholt und als Raumteiler vor die Küche gestellt, eine Reihe in Richtung Küche, eine Reine in Richtung „Wohnbereich. Oben auf eine im Baumarkt geschnittene Sperrholzplatte, selbst umklebt mit farbig zur Küche passender Folie, und damit hatte ich a.) Mehr Stellplatz/Arbeitsfläche und b.) Stauraum.

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    • Oh da bin ich ja froh, dass ich da nicht ganz alleine da stehe :D. Davon abgesehen, dass ich kein Student mehr bin, sondern ein Normalverdiener, der sich nur nichts teureres leisten kann 😀

      Die Idee mit den Billyregalen hatte ich auch schon. Diese vierer Würfel. Da spare ich auch gerade fleißig drauf. Zumal ich auch noch einen Esstisch brauche. Esse ja, nach wie vor, auf dem Sofa, an einem Sofatisch. Nicht immer die beste lösung, gerade dann nicht, wenn man da so halb krumm drüber hängt ^^

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      • Die Viererwürfel agen mir grade gar nichts… ich hatte damals einfach so knapp arbeitsplattenhohe Regale, die auch eine gute Höhe für die Arbeitsfläche ergeben haben.

        Essen am Sofatisch kommt mir auch irgendwie bekannt vor… Wir wohnen so halb in Belgien und halb in Bayern, und die Wohnung in Belgien hat auch keinen Esstisch, sondern nur einen Tisch, auf dem die Basteleien meines Mannes liegen, und einen Sofatisch… wo da gegessen wird, ist ja klar 😉 Leider auch keinen Platz für einen richtigen Esstisch dort. Wenn mein Mann nicht drauf besteht, dass wir uns an den Tisch setzen, esse ich auch einfach am Schreibtisch bei der Arbeit… auch nicht die gesündeste Lösung, habe ich mir sagen lassen.

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      • Es gibt so eine Art Würfelregale bei Ikea. Gibt’s glaube ich als vierer Würfel, aber auch als Großformat mit irgendwie 16 Fächern. Aber das passt leider nicht rein. Das wäre dann tatsächlich zu viel des guten. Aber zwei von den vierern wäre, glaube ich, nicht ganz falsch.

        Naja, den Platz für einen Esstisch hätte ich, im Grunde, schon noch. Habe mir da auch eine ganz nette Essgruppe bei Ikea ausgeguggt, die nicht mal so teuer war. Mit Stühlen. Aber irgendwie, hat es sich immer noch nicht ergeben, nochmal hin zu Fahren und es zu holen. Was wohl auch ein wenig daran liegen könnte, dass mein Geld gerade (eigentlich jeden Monat) ganz andere Wege nimmt als ich es eigentlich plante.

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      • Ikea-Regale leben bei mir leider nicht mehr lange, weil ich Großpapageien in der Wohnung habe, und die Ikea-Bretter gegen die Schnäbel keine Chance haben… Früher war ich auch komplett in Ikea eingerichtet, jetzt haben wir nur noch Massivholz und Metall/Glas. Stühle sind auch so ein Dauerthema bei uns… der aktuelle Satz ist doch inzwischen arg angenagt…

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      • Oh weh, das ist natürlich dann ein anderes Thema. Da ist es dann Tatsache so, dass Ikea Möbel da nicht sehr langlebig sind und recht schnell zerlegt sind. Ich bin mal gespannt wie meine Mizi auf die neuen Möbel reagiert. Wenn sie dann mal da sind. Hatte mal das Problem, als sie noch keinen Kratzbaum hatte, dass sei auch an die Lederstühle ging. Im Moment findet sie ihren Kratzbaum ziemlich doof, was daran liegen könnte, dass sie diesen inzwischen (fast) auf Herz und Nieren zerlegt hat. Jetzt leidet gerade das hölzerne Getränkeregal von Hornbach unter ihrer Kratzwut

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      • Da habt ihr ja richtig Luxus. Wobei ich nicht sagen will, dass es kein Luxus ist, seine Vierbeiner zu Hause zu halten. Mir gehen manche Sachen aber einfach ab. Wie zum Beispiel eine Banalietät wie ein anständiger Reitplatz oder für den Winter eine Reithalle. Ich könnte zwar, bei dem Hof bei dem ich Reitunterricht nehme, die Halle gegen Bezahlung auch nutzen oder im Unterricht mit reiten, allerdings bin ich immer dort hin geritten, wenn ich es in Anspruch genommen habe.

        Fünf Kilometer hören sich im ersten Moment total wenig an. Allerdings muss man hier bedenken, dass man das ganze ja hin und zurück reitet und im Unterreicht z.B. mit düst. Als Jungspund hat das meine Dame noch recht gut weggesteckt. Inzwischen, mit 21 und diversen Wehwehchen, ist das einfach nicht mehr machbar. Würde ich nur im Unterricht reiten, würde es noch gehen. Allerdings bring ich meine Omi in keinen Hänger mehr rein.

        Habe mich nun damit abgefunden, tatsächlich nur noch der Wald und Wiesenreiter zu sein, wenn ich mit meinem Hotti unterwegs bin :).

        Aktuell bin ich auch am überlegen mir noch ein zweites Pferd her zu tun. Allerdings wird dieses dann eingestellt. Die ersten Jahre zumindest. Allerdings muss ich dafür erst mal das nötige Kleingeld auf die Seite bringen. Woran ich gerade schwer arbeite 😀

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      • Aw. Ist aber doch schön, dass deine Omi im Alter auch bei dir bleiben darf!
        Unsere sind noch richtiggehend jugendlich dagegen.., Alle drei sind Showpferde und treten auch mit uns auf – wir machen historisches Re-Enactment, also Nachspielen historischer Begebenheiten an oder in der Nähe der Originalschauplätze an oder nahe der jeweiligen Jahrestage. Dafür braucht man allerdings auch genau die passenden Pferde, was die Suche nicht gerade einfacher macht: historisch kompatible Rasse, am besten Barockpferd, mit dem Nervenkostüm eines Polizeipferds (Schlachtfelder sind laut, auch wenn nur mit Platzpatronen geschossen wird) und wenigstens solide angeritten, weil wir zwischen Vollzeitjobs, Auftritten und den bestehenden Pferden die Zeit nicht hätten, von Null auszubilden.

        Pferd zuhause halten wäre für mich ein Traum. Allerdings wohnen wir eher so mitten in Brüssel, da geht das schlecht. Wir haben zwar auch ein Haus in Bayern, wo es rein theoretisch direkt hinterm Haus einen Offenstall mit großer Weide gäbe, aber das ist für uns praktisch nicht ausführbar… da müssten wir sie dann ständig die 750 km mit nach Belgien fahren für die Events. Auch durch diese Sache mit den zwei Wohnsitzen sind wir auf unsere Vollpension und den Reitservice bei uns am Stall angewiesen. Hat andererseits auch wieder den Vorteil, dass die drei dran gewöhnt bleiben, eben auch von anderen Leuten mal gehandelt und geritten zu werden – das wiederum kann im Auftritt dann entscheidend sein, wenn ein Pferd kurzfristig umgeplant werden müsste.

        In der Reithalle habe ich immer das Gefühl, die anderen Benutzer zu stören. Halle für sich alleine ist bei uns leider so gut wie unmöglich.

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      • Uiuiui. Da habt ihr ja doch einiges zu tun, muss ich sagen :). Ja zu Hause halten hat Tatsache was. Aber auch das einstellen. Es haben beide Seiten so ihre guten Seiten. Aber manchmal habe ich das Gefühl, wenn ich erzählen, dass ich meine Tiere zu Hause habe, mein Gegenüber oft nicht weiß mit wie viel Arbeit es verbunden ist. Und das dennoch Kosten auf einen zu kommen.

        Fängt es schon damit an, dass du schauen musst wo du Futter und Streu her bekommst. Wir haben z.B. immer ein Drama mit dem Stroh, da ich ständig über Ebay Kleinanzeigen schauen muss, wer in der näheren Umgebung Stroh verkauft. Und das dann noch in Mengen, die wir abnehmen und nicht bloß 5 Ballen. Mal abgesehen davon, dass man immer mit dem Preis schauen muss. Dazu kommt, dass man das ja selbst noch holen muss etc. und so weite rund sofort. Viele unwissende sehen nur „cool du musst keine Boxmiete bezahlen“

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      • Ja, kann ich mir vorstellen. Ich war gerade eine Woche bei einer Freundin, die ihr Pferd zwar eingestellt hat, aber quasi als Selbstversorger. Es ist schon alleine ein Unterschied wenn man unterwegs war und auf der Rückfahrt im Stau steht… mein Mann und ich rufen dann halt schnell im Stall an – wir schaffen’s heute nicht mehr, bitte dafür sorgen, dass unsere Pferde rauskommen; Füttern, Misten usw. wird ja sowieso erledigt für uns. Bei meiner Freundin fängt dann irgendwann die Hektik an, denn Pferd braucht ja Futter, will auch nochmal raus (auch wenn diese Oma mit 31 Jahren nicht mehr unterm Sattel geht, sondern „nur“ als sehr großes Hündchen an der Hand… das dafür nach wie vor mit großer Freude)… Da empfinde ich unseres schon ein bisschen als „Pferdehaltung light“, allerdings nicht so boshaft gemeint, wie es vielleicht klingt.

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