Arbeitswoche vom 25.9.17 – 29.9.17

Montag und Dienstag hatte ich diese Woche frei. Wir waren im Europapark. Den Dienstag habe ich bewusst noch frei genommen, da mir irgendwie klar war, dass wir am Montag erst sehr spät nach Hause kommen würden. Was sich auch bewahrheitet hatte.

Mittwoch 27.09.

Der heutige Tag war recht anstrengend. Und als ich nach Hause kam, hat es mir, offen und ehrlich, gereicht. Es stand mir schon wieder Oberkante Unterkante.

Die letzte Nacht schon unheimlich schlecht geschlafen, da ich mitten in der Nacht mit unglaublichen Halsschmerzen aufgewacht bin. Ich hatte bereits seit gestern Husten. Ich dachte mir nur, scheibe jetzt wirste doch wohl nicht krank. Morgens um 06:30 Uhr, rollte ich mich total kaputt aus dem Bett. So oder so schon zu spät, wollte ich eigentlich schon vor über einer halben Stunde aufstehen.

Auf dem Weg zur Arbeit tastete ich meine Lymphknoten ab. Die am Hals schon leicht geschwollen. Prima, ich werde wohl doch krank. Die Nebenhöhlen fühlen sich leicht zu an. Im Tagesverlauf machte meine Nase immer mehr zu, der Husten kam mehr und mehr durch. Kopfschmerzen machten sich breit so wie Genickschmerzen. Trotz gefühlt literweise Tee. Fitness kann ich mir also schenken. Würde wohl noch mehr rausprovozieren. Mal abgesehen davon, dass ich es gar nicht verschnaufen würde.

Tolle Voraussetzungen für effektives Arbeiten. Als erstes habe ich mich dann mal darüber erkundigt, was in meinen zwei Tagen Abwesenheit eigentlich alles war. Nicht nur weil ich die Gruppenleitung der Gruppe habe und wissen sollte was mit meiner Gruppe los ist, sondern auch, weil ich anständig arbeiten können muss.  Und dazu brauche ich Infos.

Frau Downsyndrom war heute wieder sehr in ihrer Welt. Brauchte sehr lange bis sie irgendwas selbst machte. Brauchte viel Input und ich musste viel neben ihr sitzen. Ihr vieles mehrmals sagen. Was für mich jetzt nicht so schlimm ist. Gewundert habe ich mich eher darüber, was sie an hatte. Eigentlich war sie schick angezogen. Allerdings entpuppte sich ihre Leggins als ausgemusterte Herren Skiunterhose. Nicht gerade sehr edel. Ihre Übergangsstiefletten waren wieder die, mit dem abgerissenen Reißverschluss. Zu machen wird da wirklich schwierig. Ich habe wiederholt nicht kapiert, warum sie auf der einen Seite Markenkleidung trägt, auf der anderen dann wieder in abgetragene Kleidung gestopft wird. Es ist mir ein Rätsel.

Herr Rollstuhl kam, zum Glück, sehr gut gelaunt in der Arbeit an. Leider hatte seine Mama geschrieben, dass er am Vortag sehr still nach Hause gekommen wäre. Was meistens nichts gutes bedeutet. Aber lassen wir mal so stehen. Tagsüber fühlte ich mich, ein wenig, von ihm veralbert, da er, gerade das Trinken, verstärkt seitlich herauslaufen ließ, anstatt es zu schlucken. Außerdem steigerte er sich verstärkt in die Essensituation hinein. Regte sich auf, weil er nicht essen wollte obwohl es sein Lieblingsessen war. Verschluckte sich verstärkt und spukte mir das Essen entgegen. Blöd wenn er eigentlich zunehmen sollte, weil er doch recht dünn ist.

Frau Autistin setzte dem Ganzen jedoch die Sahnehaube auf. Sie hatte wiederholt sehr schlechte Laune. Der Geräuschpegel war, irgendwann, unerträglich. Da sie viel herum schrie und wir nicht wussten was los ist. Irgendwann saß ich, wieder mal, auf der Leitung. Total entnervt und überaus gereizt, weil der permanente Geräuschpegel einfach zu hoch war. Und die ausgebrochene Erkältung hat ihr übriges dazu getan.

Muss mir jetzt dann erst mal noch diverse Rezepte organisieren, für Medis gegen Erkältung. Um das übelste abzufangen. Allerdings vermute ich, dass es auf das hinaus läuft, worauf es bei meinen Erkältungen immer hinaus läuft. Einwöchiger Totalausfall, mit Taschentüchern, Wolldecke und Tee auf dem Sofa. Unfähig mich nur einen Zentimeter zu bewegen.

Donnerstag 28.09.

Heute morgen ging es mir schon wieder besser, was die Erkältung anbelangt. So kam es mir zumindest vor. Dennoch habe ich mir heute schwer getan, aufzustehen, wegen dem krank sein.

Das übliche Morgenprogramm vollführt. Kaffee kochen, anziehen, Kaffee trinken und rauchen, zum arbeiten fahren. Auf dem Weg zur Arbeit habe ich dann, voller entsetzten, festgestellt, dass ich mein Mittagessen schon wieder vergessen hatte. Hieß also, entweder hungern oder Glück haben, dass noch was vom Mittagessen übrig bleibt. Ich hatte Glück und es war noch was übrig, von dem ich noch was essen konnte.

Im Laufe des Tages habe ich immer wieder gemerkt wie sehr mich die Erkältung doch schlaucht. Gegen Mittag war ich dann wieder so fertig, dass ich dachte ich überstehe die restlichen 3 Stunden nicht mehr. Aber irgendwie hab ich es dann doch geschafft.

Vormittags hatte ich heute das Vergnügen, mich bei der Mitarbeitervesammlung vorstellen zu dürfen. Ich mag so was überhaupt nicht. Vor vielen Leuten stehen und dann soll ich da auch noch was erzählen. Allerdings habe ich es doch ganz locker hinbekommen.

Mittags noch eine Mail erhalten, dass was mit meiner Anwesenheit nicht stimmt. Ich wäre Montag und Dienstag gar nicht da gewesen. Was ja auch stimmt. Aber eigentlich hatte ich schon lange vorher, einen Urlaubszettel geschrieben und abgegeben. Irgendwas muss da wohl schief gegangen sein. Schauen wie es da jetzt weiter geht und es geregelt wird.

Frau Autistin war heute wieder sehr launisch. Es war ziemlich anstrengend. Gerade wenn ich krank bin, ertrage ich einen gewissen Geräuschpegel einfach nicht. Das macht mich dann irgendwann selber aggressive, wenn jemand permanent eine schlechte Stimmung versprüht. Auch die anderen Gruppenmitglieder waren irgendwann genervt. Was ja auch gerechtfertigt ist.

Ansonsten hatte ich kurzzeitig mal wieder das Gefühl, man entscheidet einfach mal Dinge über meinen Kopf. Meine Kollegin hat heute wieder ein bisschen auf eigene Faust entschieden. Sie hatte eine Idee, hat vor sich hin gemurmelt und kurzerhand die Mutter der zu betreuenden angerufen und alles geregelt. Was ich nicht so prickelnd fand. Als ich sie drauf ansprach, hatte ich kurzzeitig das Gefühl sie fühlt sich angegriffen. Obwohl eigentlich ich diejenige bin, die sich in diesem Moment hätte angegriffen fühlen müssen.

Aber ich pack das einfach nicht, wenn man einfach macht ohne mich mit einzubeziehen. Schließlich bin ich die Leitung dieser Gruppe und muss für alles den Kopf hin halten. Egal was. Letztlich kommt man immer auf mich zurück.

Im Kalender, außerdem, einen Eintrag gefunden, über den man mich nicht informiert hat. So kann ich nicht arbeiten. Ich erwarte einfach, dass man mich über Entscheidungen Informiert, die meine Gruppe betreffen. Weil der Arsch bin letztlich ich, wenn irgendwas passiert oder schief läuft.

Nach Feierabend habe ich dann die totale Fotzen bekomme. Meine Erkältung hat sich schwer zu Wort gemeldet. Müde und schlapp. Gefühlt nicht dazu in der Lage irgendwas zu machen. Fitness war somit gestorben, Sauna sowieso. Hatte dann noch einen Termin zum Probeessen, für die Hochzeit meiner guten Freundin, deren Trauzeugin ich bin. Hatte ehrlich gesagt bedenken ob ich überhaupt was schmecken werde. War auch erst nicht sehr motiviert. Absagen wollte ich aber auch nicht mehr. Entpuppte sich dann aber doch als recht netter Abend.

Freitag 29.09.

Kurzum, endlich Wochenende. Heute war es wieder sehr anstrengend. Zum einen, weil meine Erkältung sich, wieder mal, sehr krass zu Wort gemeldet hat. Eins ist mir auf jeden Fall klar, wenn ich so erkältet bin, dann sind auch 2 1/2 Arbeitstage fast schon zu heftig. Habe den Verdacht, dass es mich übers Wochenende niederstrecken wird.

Konnte mich heute, zum Glück, ein bisschen aus dem Alltag heraus ziehen, da wir heute zu dritt waren. Ich manchmal einfach nichts zu tun hatte. Konnte also in aller ruhe Administratives, am PC, abarbeiten, damit alles seine Richtigkeit hat.

War ich auch nicht böse drum. Denn Frau Autistin hatte heute, wieder, einen schlechten Tag. Sie war heute sehr übellaunig. Zu ihrer üblen Laune kam hinzu, dass sie sehr unsicher auf den Beinen war. Sie war sehr wackelig und machte den Eindruck als wäre ihr schwindlig. Zusätzlich Zitterten ihre Hände und sie wirkte extrem nervös. Vor lauter Anspannung war sie auch sehr verschwitzt. Vermutlich war das, mitunter, der Auslöser für ihre schlechte Laune und ihren Geräuschpegel. Wobei sich ihre üble Laune, bereits seit einigen Wochen durchzieht. Bereits mit dem Sozialdienst drüber gesprochen. Er wollte sich mit der WG mal in Verbindung setzten. Vielleicht wäre eine erneute Vorstellung beim Psychologen nicht ganz verkehrt und eine Neueinstellung ihrer Medikamente, zwecks ihrer zusätzlichen psychischen Diagnose. Einen stationäre Betreuung in der Psychiatrie lehnt allerdings die Mutter kategorisch ab.

Frau Downsyndrom hingegen, war heute guter Laune und schien recht fröhlich zu sein. Wenigstens eine im Bund. Leider gefällt mir der aktuelle Ton meiner Kollegin, ihr gegenüber, nicht ganz. Dieser ist mir viel zu patzig und schroff. Frau Downsyndrom ist einfach ein Mensch mit einer geistigen Behinderung und versteht manches vielleicht einfach langsamer. Braucht mehr Zeit zur Verarbeitung.

Weiß allerdings im Moment nicht, wie ich Kollegin, auf ihren schroffen Umgangston ansprechen soll. Habe im Moment das Gefühl, dass alles was ich sage (vor allem Kritik) sehr auf die Goldwaage gelegt und sofort persönlich genommen wird. Wie die Situation neulich, mit dem Medikament von Herrn Rollstuhl.

Sehr bestimmend wurde mir entgegen geschleudert, dass er jetzt seine Medizin braucht. Zum einen ist mir das sehr wohl bewusst, zum anderen bin ich kein Praktikant mehr, dem man das anschafft. Zumal es auf die zwei Minuten, in dem Moment, auch nicht drauf angekommen wäre.

Zum einen will Kollegin gerne anschaffen, auf der anderen Seite muss ich mir dann aber doch wieder anhören, dass ich ja die Fachkraft bin. Warum lässt man mich dann aber nicht einfach meinen Job machen und mischt sich ständig in bestimmte Angelegenheiten ein? Muss wohl mal mit der Abteilungsleitung das Gespräch suchen. Sitze da nämlich etwas auf dem Schlauch.

Frau Randaletti wusste dafür nicht so recht was sie mit sich anfangen soll. Frühstück ja, dann doch nicht. Mir flog das Essen um die Ohren, das sie ausspuckte. Auch der Saft wurde einmal quer, über den Tisch, gespuckt. Frau Randaletti spukte verstärkt Speichel aus und schmierte sich diesen ins Gesicht. Sehr lecker.

Darauf folgte, dass Frau Randalette vom Stuhl rutschte und über den Boden robbte, während sie einen Wutanfall ausfocht. Kurze Zeit späte dann die Meldung, dass Frau Randaletti doch essen wolle. Kurz, knapp und sehr direkt klar gemacht, dass sie dann am Tisch sitzen bleiben soll. Sobald sie wiederholt vom Tisch weg ginge, wäre das Frühstück beendet. Eine Regel, an die sie sich halten muss. Und es Situationsbezogen auch kann. Allerdings muss dies, in direkter  Verbindung mit der Essenssituation stehen. Alles andere ist zu weit in die Zukunft gegriffen und der Bezug ist nicht da.

Hat ganz gut geklappt und sie hat doch gut gegessen. Abgesehen von ihrer Anwandlung, dass sie, aus Wut über die Rüge zwecks ihres Verhaltens, nach mir treten wollte. Was die nächste Rüge mich sich zog. Erst dann, nachdem die Fronten neu geklärt waren, konnten wir vernünftig essen.

Hoffe allerdings nur, dass Frau Randaletti nichts ausbrütet. Habe gesehen, dass sie ein Fieberbläschen an der Lippe hat. Was ja meistens ein Anzeichen für ein geschwächtes Immunsystem ist. Vielleicht mag sie deshalb auch, gerade, ihren heißgeliebten Apfelsaft nicht trinken. Könnte sein, dass es brennt, bei Kontakt mit der Blase. Vielleicht hat sie auch Halsschmerzen. Sagen kann sie es mir nicht, da sie leider nicht sprechen kann.

In Bezug auf meine Kollegen heute, nach längerer Zeit, dass Gefühl gehabt, ich werde gekonnt ignoriert und meine Meinung wird gekonnt untermauert. Wurde schon gar nicht mehr gefragt, wenn eine Idee aufkam. Oder ein Plan. Wurde einfach gemacht. Fand ich nicht so toll. Zumal ich die Leitung habe und solche Infos, immer noch, brauche um anständig arbeiten zu können.

Kollegin schien dezent angefressen zu sein, dass ich mich ins Büro zurückgezogen habe. Aber es bringt auch nichts, wenn wir uns, zu dritt, auf die Füße treten. Habe schon wieder den Verdacht, dass sie nicht verstehen kann und will, wie viel Aufwand es ist, die ganzen Berichte zu verfassen und auf dem neuesten Stand zu halten. Zu Kontrollieren, welche Berichte zur Überprüfung anstehen usw. Es gehört einfach dazu. Und von alleine schreiben sie sich auch nicht.

Azubine hat sich sehr unparteiisch verhalten. Nachdem sie allerdings, zwei mal, zu zweit verschwunden waren und mir keiner sagte, was eigentlich abgeht, hatte ich einen Verdacht. Zumal es immer längere Zeitabschnitte waren. Vermute das sich Kollegin, bei Azubine ausgkotzt hat.

Gegen Ende des Arbeitstages hat man nur noch das nötigste mit mir gesprochen. Wenn man mir nicht sagt was nicht passt, kann ich auch nicht gegenargumentieren und begründen. Riechen kann ich das nämlich nicht. Mit dem Schnupfen schon gleich gar nicht. Komme eigentlich gut mit Kollegin aus. Manchmal hat Kollegin allerdings Tage, an denen ich nicht weiß was los ist. Und ich es einfach nicht verstehe. Weil man es mir nicht sagt.

Ich mag es nur nicht, wenn man sich in meine Aufgabengebiete einmischt, ohne mich darüber auf dem Laufenden zu halten. Zumal ich immer alle über alles Informiere und mit einbeziehe. Ausgeglichen ist das Verhältnis derzeit nicht. Mal sehen wie es nächste Woche ist. Sofern es mich nicht dahin gerafft hat.

Hospitation für den Nebenjob habe ich dann, direkt nach Feierabend, verschoben. Hätte ich wegen meiner Erkältung heute nicht geschafft. Fühlte mich einfach nicht fit genug. Mal abgesehen davon, dass ich eigentlich ansteckend bin.

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