Galway

Wer dachte, ich wäre schon fertig damit, über meinen Irland Urlaub zu berichten, der hat da leider zu früh die Flinte ins Korn geworfen :). Nein, es geht tatsächlich noch weiter. Ein bisschen habe ich noch zu berichten. Ein klitze kleines bisserl.

Auf unserer Reise, waren wir auch in Galway. Daraus resultierend, dass ich wohl, zu viel, das Lied Galway Girl gehört habe. Und unbedingt dort hin wollte. Wegen dem Lied. Hört sich albern an, ist aber so. Und die Entscheidung, war meiner Meinung eine sehr gute.

Ankunft in Galway, war am frühen Abend. Über die Unterkunft werde ich noch separat berichten. Hier soll es sich nur um Galway drehen. Also Koffer aus dem Auto raus, kurz Pause machen und duschen. Dann ins Auto und runter in die City.

Galway bei Nacht

Ehrlich gesagt, gebe ich offen zu, war ich zu erst ein wenig frustriert. Wenn ich im Englischsprachigen Raum in eine Stadt fahre, dann habe ich irgendwie immer die Einbildung, dass es überall so abgeht wie in London. Aber wer dieser Vorstellung nach geht, wird feststellen, dass es eben nicht so ist. London ist eine ganz eigene Stadt und nicht in Vergleich zu setzten, mit anderen Städten. Schon gar nicht mit den Irischen. Auch wenn sie sich, auf gewisse weise, ähneln. Aber keine ist gleich.

Von unserem Parkplatz, der sich irgendwo in einer Seitenstraße befand, watschelten wir also los. Ich gefühlt immer Frustrierter, weil ich dachte, es geht hier ja überhaupt nichts. Dachte schon beinahe, es ist wie bei uns zu Hause. Auf dem Dorf klappen die Fußwege so oder so schon recht früh hoch. In der nächsten Stadt, gerade unter der Woche, klappen die Gehwege mit den Schließzeiten der Geschäfte nach oben. Nur ein paar wenige Bars oder Kneipen sind geöffnet. Vielleicht noch das ein oder andere Restaurant. Wäre für mich also nichts neues gewesen.

Aber wir hatten Glück, nachdem wir etwa 10 Minuten in der Gegend herumgelaufen waren, fanden wir doch das Zentrum der Fröhlichkeit. Die Barstraße, die gleichzeitig auch die Fußgängerzone darzustellen schien. Hier war Halligalli angesagt. Überall Menschen, Lichter, Gelächter. Über alle hingen Fahnen herum und alle waren fröhlich. Eine Bar reite sich an die nächste. Alle Bars sehr gut besucht, wenn nicht sogar schon fast überfüllt.

Überall Musikanten und Straßenschausteller zugegen, die ein abwechslungsreiches und zudem auch lustiges Abendprogramm lieferten.  Sogar das Publikum wurde mit, ins Programm, einbezogen. Ich war begeistert. Ich war überwältigt. Wenn man bedenkt, dass ich erst etwas enttäuscht war. Weil ich eine ganz andere Erwartung hatte. Die Erwartung, dass es zu geht, wie in Londons Straßen, bei Nacht. Diesen Fehler sollte man allerdings tunlichst nicht machen, dass zu glauben.

Ich muss zugeben, die Iren sind ein sehr feierfreudiges Volk. Von denen können sich manche Völker, dezent, noch etwas abschneiden. Daran hätte ich mich gewöhnen können. Wirklich.

Wir schlappten dann aber nicht nur durch die Fußgängerzone, sondern auch etwas weiter. Durch einen Park, dachten wir zumindest, der sich letztlich, am nächsten Tag als Busbahnhof UND Park entpuppt. Wiederholt stellten wir fest, dass die Iren schon auch ihre Eigenarten haben. Beispielsweise ist es dort nicht gestattet, außerhalb von Kneipen, an öffentlichen Plätzen Alkohol zu trinken. Das kostet dann Strafe. Und das nicht gerade wenig. Ich glaube da liegt man dann bei etwa 1000 € oder so um den dreh rum.

Wir haben uns dann gefragt, ob der Typ der sich, nahe eines Gebüsches auf dem Boden herum rollte und besoffen wirkte, sich nicht an das Verbot gehalten haben mochte. Mal abgesehen davon, dass er den Busch wohl für einen Kotzkübel hielt. Fand ich jetzt nicht gerade Lecker. Wir haben uns kurzum überlegt, ob wir so gemein sein sollen und ihn verpfeifen. Aber so gemein wollten wir dann auch nicht sein.

Galway bei Tag

Am nächsten Tag, wollte ich mir unbedingt noch Galway unter Tags anschauen. Was wir natürlich auch gemacht haben. Nun ja, wir sind dann, von dem Ortsteil von Galway, wo wir genächtigt hatten, mit dem Bus ins Centrum gefahren.

Vermutlich ist es, wahrscheinlich, günstiger mit dem Bus zu fahren als haufenweise Parkgebühren zu bezahlen. Und dann ist es nicht mal garantiert, dass man überhaupt einen Parkplatz findet. Und das dann auch noch in einer Stadt, die man nicht kennt. Persönlich greife ich da dann doch lieber auf die öffentlichen Verkehrsmittel zurück.

Die einfache Fahrt kostete 3,30 €, die man übrigens genau passend geben musste, da der Busfahrer nicht rausgeben konnte. Man schmeißt das Geld in so einen Apparat und da ist es halt dann drin. Wechseln unmöglich.

Von unserem B & B haben wir dann, mit dem Bus, fast 20 Minuten bis zum Busbahnhof in der City gebraucht. Da der Bus alle Naselang an einer Bushaltestelle halten musste und eine recht große Runde abgefahren ist. Mit dem Auto wären wir schneller gewesen. Aber dann hat man eben das Parkplatzthema am Hals. Worauf wir keine Lust hatten.

Wir schlenderten dann, gemütlich durch die City und schauten sie uns an. Mich zog es ja, wieder mal, in die Fußgängerzone. Irgendwie hatte ich, an diesem Tag, den Dran unter Leute zu kommen. Hatte ich die Tage zu vor wohl zu viel Ruhe abbekommen. Das ist Zeitweise ja ganz nett, aber irgendwann muss ich dann doch wieder unter Menschen und brauche Trubel um mich rum.

Dort hatten jetzt auch die Geschäfte offen, die Bars hingegen wirkten eher ausgestorben und nur dürftig besucht. Wenn diese überhaupt offen hatten um diese Uhrzeit. Wir schlenderten durch und entdeckten auch ein paar nette Seitenstraßen in denen die Häuser so typisch Irisch waren. Bunt und so weiter eben. Teilweise landet man aber auch in total Abgeranzten teilen, wo man sich nur seinen Teil dabei denkt und direkt weiter läuft.

Unser Hauptziel war es eigentlich, dass hatte ich über Google Maps gesehen, auf eine Insel zu laufen, die man vom Festland, über einen Weg erreicht. Auf der Karte sah es so aus, als wäre dass ein Weg der aus Sand bestünde. Außerdem erweckte es den Eindruck, als könne man auf der Insel herumlaufen und sich dort umsehen.

Nun gut, wir wurden, irgendwann, eines besseren belehrt. Der Weg war eine künstlich angelegte Straße. Die Insel konnte man auch nicht begutachten. Wir standen nämlich, als wir den Weg entlang liefen, vor einem Klärwerk. Na super. Falls also jemand auf die Idee kommen sollte, dort hin zu gehen, sehenswert ist es nicht. Man kann nicht mal um die Insel herum laufen, da alles abgesperrt ist. Ein Griff ins Klo sozusagen, im wahrsten Sinne.

Als wir da aber so an der Küste entlang schlenderten, stellten wir fest, dass die Iren nicht nur sehr feierfreudig zu sein scheinen, sondern auch sehr sportlich. Muss ich zugeben, dass dort sehr viele Leute unterwegs waren, die gejoggt sind. Oder in Sportkleidung an uns vorbeigelaufen sind. Muss ich offen sagen, habe ich dort auch kaum wirklich jemanden gesehen, der ernsthaft ein Gewichtsporblem gehabt hätte.

Um nun noch kurz aufs Tagesgeschehen, in der Stadt, zurück zu kommen. Auch Tagsüber war dort Trubel. Alle rannten in Geschäfte und kauften fröhlich ein. Auch ich musste mich mit Haufenweise Krimskrams im Mitbringselladen eindecken. Mitunter mit einer Mütze, aus echter Schafswolle. Weil ich die so toll fand. Die schaut auch echt schick aus. Muss ich sagen. Außerdem wirkt sie so als würde sie gut warm halten und Wind nur bedingt durchlassen.

Auch unter Tags fand man viele Straßenmusiker und Straßenkünstler. Es schien, als wäre das sehr organisiert. Jeder Künstler hatte wohl seinen zugewiesenen Platz, an dem er eine bestimmte Zeit hatte, wo er auftreten durfte. Dann fand, irgendwann, ein Wechsel statt und irgendwer anders gab sein Talent zum besten. Sehr interessant, wie das so organisiert ablaufen kann. Und so heimlich still und leise.

Nach ein paar Stunden, hatten wir dort aber so ziemlich alles durch, was man wohl so an interessantem sehen konnte. Wir wackelten irgendwann total gelangweilt, zum zigsten mal, die selbe Straße rauf und runter. Irgendwann beschlossen wir dann, wieder zur Unterkunft zurück zu kehren und unsere Lager abzubrechen und weiter zu reisen.

Fazit

Galway ist wirklich eine sehr schöne Stadt. Die mir gut gefallen hat. Es gibt dort, bestimmt, auch noch diverse Dinge die man sich so ansehen kann. Irgendwelche Sehenswürdigkeiten oder dergleichen. Aber, meiner Meinung nach, ist Galway eine Stadt, in der es ausreichend ist sich diese einen Tag anzusehen.

 

 

 

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5 Gedanken zu “Galway

  1. Von Galway hättest Du gut meinen Freund besuchen können. Es handelt sich um den Schlossherrn von Clifden Castle. Einfach einen Gruss von* Piet from Germany *- und ein Gratistee am Kamin wäre Dir sicher gewesen. Mit dem sprechenden Papagei am Eingang und der Deutschlandfahne über der Eingangstür …. hach, was haben wir für schöne Stunden verbracht, dazu der Geruch des brennenden Torfs im Kamin und den vielen schönen Geschichten …..

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