Arbeitswoche vom 09.10.2017 – 13.10.2017

Montag 09.10.17

Heute hatte ich meinen ersten Arbeitstag nach meiner Krankschreibung. Morgens etwas schwer aus dem Bett gekommen. Was an und für sich nichts neues ist. Bin kein Frühaufsteher und ein Morgenmuffel noch dazu. Herzlichen Glückwunsch

Komischerweise allerdings recht schnell in die Gänge gekommen. WAs eher ungewöhnlich ist. Für meine Verhältnisse gesehen zumindest. Mit der Husterei noch nicht zu 100 % übern Berg. Habe heute das Antibiotikum angesetzt. Schnauft sich noch recht schwer.

In der Arbeit eingetrudelt genau das eingetroffen, was ich irgendwie erwartet habe. Keiner meiner Kollegen hat ansatzweise ein guten Morgen rausbekommen. Selbst Kollegin nicht. Kollegin hat nur ein Gesicht gezogen. Das einzige was ich zu hören bekam, war ein bestell mir ne Käsesemmel für die Brotzeit mit. Danke schön. Auch einen guten Morgen. Ja mir geht es wieder besser. Der Husten plagt mich noch. Nehme seit heute Antibiotikum.

Im Verlaufe des Vormittages wurde ich, gekonnt, ignoriert. Ich kam mir vor wie ein Strafverbrecher schlecht hin. Meine FRage nach der letzten Woche wurde auch nur spartanisch beantwortet. Sonst wurde kaum mit mir gesprochen. Wenn man das überhaupt so sagen kann. Keine Ahnung was schon wieder los war. Hatte auch nicht viel Lust nachzufragen. Warum auch immer. Mir war nicht danach.

Außer Frau Autistin und Frau Rosenrot waren alle Klienten da. Frau Autistin war krank. Frau Rosenrot hat noch bis Ende der Woche Urlaub. Dafür haben wir, im Moment, Frau Schlaganfall und Herr Kleinermann mit in der Gruppe. Die Kollegin hat Urlaub.

Herr Meckersack war heute ziemlich still. Wirkte schlapp und müde. Außerdem lacht er heute sehr wenig. Selbst Dinge, die er sonst Lustig findet, fand er heute nur kaum zum lachen. Mittags hatte er sogar geschlafen, was für ihn eher ungewöhnlich ist.

Herr Brummbär war gewohnt guter Dinge. Eigentlich wie immer. Morgen sollte er allerdings, mal wieder, in den Stehständer. Das kam, in letzter Zeit, sehr zu kurz.

Frau Schlaganfall hingegen, war heute eher anstrengend. Ständig lief sie spazieren. Musste zu allem überredet werden. Ständiges gejammere, sie könne dies nicht und jenes schon gleich gar nicht. Teilweise war es ein ziemlicher Kampf, sie vom Gegenteil zu überzeugen.

Zwischendruch haben wir, von Fräulein Neuling, besuch bekommen. Die nachbargruppe hat heute einen Neuzugang bekommen. Sie ist, wirklich, recht witzig. Sie war, zu erst, in der Werkstatt. Allerdings hat sie dort wohl ziemlich abgebaut. Der Druck wurde zu groß. Jetzt ist sie bei uns, in der Förderstätte. Allerdings soll sie wohl auch anders können, nicht nur witzig.

Gegen späten Vormittag, Kollegin doch mal noch zum reden gebracht. Mich hat es dezent genervt, dass sie auf Durchzug gestellt hatte. Mich teilweise, provokativ (mein Eindruck) alleine stehen ließ. Was los war, weiß ich immer noch nicht. Keine Ahnung.

Nachmittags noch ein kleines Rollenspiel gemacht. Kollegin hat in die Rolle von Frau Downsyndrom slüpfen sollen. Ich habe Kollegin, versucht, nach zu machen. Um ihr zu zeigen, wie sie, manchmal, mit Frau Downsyndrom umgeht. Kollegin fand es nicht schön. Ich hoffe sie nimmt es sich zu Herzen und ändert ihren Umgangston. Hoffentlich. Abwarten und Tee trinken. Im wahrsten Sinne des Wortes.

Bei Abteilungsleiter kurz noch mein Anliegen angesprochen, zwecks Individualbetreuung für Frau Autistin. Fair wäre es ja und auch zu argumentieren. Mal zu schweigen von der Aktuellen Situation. Mit der eher ablehnenden Reaktion hätte ich allerdings nicht gerechnet. Kostenträger zahle eh nicht. Versuch Antrag zu stellen, mit Hoffnung auf Genehmigung, durch die Blume, zwecklos. War enttäuscht. Zumal ich es recht schade fand, dass man es nicht mal versuchen wollte. Werde es wohl doch nochmal ansprechen. Lasse ich so nicht auf mir sitzen. Will schon genau wissen warum.

Nachmittags noch kurz zwei Förderpläne überflogen, die zur Prüfung anstehen. Zu mehr kam ich nicht, da sich Azubi, bis Mitte der Woche, Krankgemeldet hatte. Hat sich aber echt übel angehört, am Telefon. Gesundschlafen ist hier wirklich das Beste.

Kurz vor Feierabend noch Doku gemacht. Bevor ich anfing, musst ich mich wundern. Von der letzten Woche so gut wie nichts dokumentiert. Nicht gut. Da müssen wir noch dran arbeiten. Ändern kann ich es jetzt auch nicht.

Außerdem schlägt mir das Antibiotika doch mehr auf den Verdauungstrakt als ich eigentlich dachte. Dachte eigentlich immer, ich hätte einen Saumagen. Scheinbar hackt es aber bei Antibiotikum gekonnt aus.

Dienstag 10.10.17

Heute Morgen war es etwas zäh mit Aufstehen. Bin heute Nacht mal aufgewacht. Und wenn man dann nochmal einschläft, ist es meistens noch schlimmer aufzustehen. Echt übel. Alltägliches Morgenprogramm vollführt, bevor ich zur Arbeit bin.

In der Arbeit angelangt stand ein recht entspannter Arbeitstag vor mir. Naja was heißt schon entspannt. Wir hatten heute weniger Klienten. Denn ein paar waren, nach wie, vor im Urlaub, andere krank. Außerdem war noch eine Praktikantin da, die uns heute ausgeholfen hat und eine 1 : 1 Betreuung mit Frau Schlaganfall abdecken konnte. Kurzum es war recht angenehm.

Aber ich habe ja noch den Rest, den ich betreuen darf und die alles was von mir wollen. Die natürlich auch ein Recht drauf haben, ihre Betreuungszeit zu bekommen. Worauf ich, persönlich, auch Wert lege. Werden sie ja schließlich zu uns gebracht, damit sie eine gezielte Förderung bekommen. Satt und SAuber ist, absolut, nicht mein Ziel. Außerdem ist diese Zeit, eigentlich auch vorbei.

Zwischendruch stand ich heute allerdings im Zwiespalt. Denn zum einen wollte ich mich mit meinen Leuten beschäftigen, zum anderen waren noch so viel Papierkram zu erledigen. Der eben auch gemacht gehört. Nun gut. Letztlich musste der Papierkram liegen bleiben. Denn Kollegin und Praktikantin gingen, mit zwei Klienten, spazieren. Mit der restlichen Truppe war ich dann auf mich gestellt. Was kein Problem ist. Ist absolut machbar.

Spätestens um 10:45 Uhr war es dann eh vorbei mit der Ruhe. Die drei zurückgebliebenen mussten gepflegt bzw. Einlagen wechseln und wieder in die Rollis setzten. Herr Meckersack musste außerdem noch seine Medizin bekommen. Und das Umlagern von H. Brummbär von Bett in Rolli ist etwas komplizierter. Naja was heißt kompliziert, aufwändig trifft es wohl eher.

Benötige diverse Hilfsmittel, ein Rutschtuch mit dem ich ihn, in den Rolli, ziehen kann und er sozusagen in den Rolli gleitet bzw. rutscht. WAs für mich, Krafttechnisch, eine ziemliche hohe Erleichterung ist. Da Herr Brummbär doch ein beachtliches Gewicht auf die Waage bringt.

Kollegin und Praktikantin kamen dann auch bald zurück von ihrem Spaziergang und der übliche Tagesablauf nahm seinen Lauf. Mittagessen danach Pause. Auch in der Pause war ich nicht dazu motiviert Papierkram zu erledigen. Wobei die Pause dafür auch nicht vorgesehen ist.

Nachmittags noch mit Kollegin aneinander geraten. Praktikantin fragte mich, ob sie mit Frau Schlaganfall ein Spiel spielen könnte, was ich bejahte. Da es noch etwas Zeit war, bis zur Zwischenmahlzeit. Beziehungsweise noch nicht alle am Tisch saßen.

Frau Schlaganfall wurde, daraufhin, etwas heftiger von Kollegin angegangen. Das sie doch wisse, dass jetzt nicht gespielt wird. Ich funkte dazwischen. Darauf folgte sauertöpfischer Gesichtsausdruck.

Eigentlich hätte ich ja den Grund gehabt, sauer zu sein. Die ganze Spaziererei wurde, zu erst mit Kollegin besprochen, anstatt mit mir. Wo ich mich schon wieder übergangen gefühlt hatte. Ich bin mir, momentan, wirklich nicht sicher ob ich da zu viel rein interpretiere und mich zu sehr in was rein steigere. Keine Ahnung.

Morgen kommt dann Frau Autistin wieder. Mit Abteilungsleitung steht für demnächst noch ein Gespräch an. Zwecks Umsetzung gezielter Maßnahmen/Förderungen. Bin ja mal gespannt.

Heute bin ich nicht so recht runter gekommen, nach Feierabend. Kopf einfach voll und mir sind so viele Gedanken durch den Kopf geschossen. Normal trenne ich strikt. Privat und Arbeit. Gehe ich bei der Arbeit rein, bleibt zu Hause draußen. Gehe ich aus der Arbeit raus, bleibt Arbeit dort.

Reiten musste leider vertagt werden, da Pferdi ihr Hufeisen verloren hat und der Hufschmied erst übermorgen kommt. Fitness war eine Überlegung. Hatte aber nicht so recht Lust. Allerdings habe ich es mir, zu Hause, nochmal anders überlegt. Über mir schon wieder remidemmi. Discopogo tingalingaling.

Daraufhin doch die Sporttasche geschnappt und noch in die Saune. Aber selbst dort konnte ich nicht runter fahren und entspannen. Immer im Hinterkopf, ob später immer noch Party sein würde. Komme im Moment nicht gerne nach Hause. Warte regelrecht drauf, das was ist. Innerhalb von 7 Tagen das dritte mal. Vorsatz, heute sage ich was.

Nun gut, als ich heim kam, war immer noch halli galli. Allerdings hatte der Spuck um 21:15 Uhr ein Ende. Anlage wurde ausgeschaltet. Nur noch selten war Gelächter zu hören. Bin gespannt wie sich das auf mein Gemüt ausüben wird.

Mittwoch 11.10.17

Obwohl die Party von obendrüber um 21:15 Uhr beendet war und es auch blieb, habe ich nicht gut geschlafen. Ich habe schon mal recht lange gebraucht bis ich überhaupt eingeschlafen bin. Außerdem, immer wieder, aufgewacht. Das habe ich heute morgen richtig zu spüren bekommen.

Frau Autistin kam heute wieder zur Arbeit. Sie wirkte noch nicht ganz gesund und hatte, immer nohc, eine Schnupfennase. Außerdem war sie, wie die letzten Wochen auch schon, sehr launisch und gereizt. Sie sorgte für einen ziemlichen Geräuschpegel, der mich, schon wieder, ziemlich gereizt hat.

Ich habe gemerkt wie ich, innerlich, regelrecht aggressiev wurde. Irgendwann habe ich dann auf die Bedarfsmedikation zurückgegriffen. War es schier nicht mehr zu ertragen. Zumal es sich auch negativ auf die Gemüter aller ausgewirkt hatte. Die Mutter scheint derzeit immer neue Gründe für die Gereiztheit von Frau Autistin zu finden.

Aktuelle Begründung war die Erkältung. Naja demnach müsste, theoretisch, ständig ein körperliches Leiden zugrunde liegen. Beziehungsweise müsste sie bereits seit 2 Monaten erkältet sein. Meiner Meinung nach hängt da aber noch irgendwas anderes dahinter. Bedingt kann ich mir schon vorstelle, dass die Erkältung ihren Beitrag dazu geleistet hat. Aber die alleinige Schuld hat sie nicht. Die Grundursache liegt, vermutlich, wo anders.

Bin der Meinung, dass eine wiederholte Vorstellung beim Arzt notwendig wäre. Nicht zwecks Diagnose, eher wegen Prüfung ob die Medikamente noch die richtigen sind. Wenn nötig auch eine Umstellung. Was nicht heißen soll, dass sie total geschossen werden soll. Ziel soll sein, dass sie von ihrer Unruhe bzw. inneren Anspannung weg kommt. Zumal auch eine psychiatrische Diagnose vorliegt. Man möchte ihr einfach nur helfen.

Leider ist die Mutter, diesbezüglich, eher uneinsichtig. Zumindest macht es den Eindruck auf mich. Es ist nicht immer alles sinnvoll. Das gebe ich offen zu. Manches sollte man sich zwei mal überlegen. Aber in diesem Fall könnte es das durchaus sein. Kommt das Thema, gegenüber der Mutter, aber zur Sprache, hat man schnell das Gefühl, dass sie sich angegriffen fühlt.

Kollegin meinte daraufhin nur, ich solle mich nur nicht ins Boxhorn jagen lassen. Müsse gegenhalten und solle mir nur nichts einreden lassen. Sollte es zu einem Gespräch mit der Mutter kommen. Da hat sie schon recht. Mal sehen was die Zeit bringt.

Der Rest der Truppe war heute recht gut zu haben. Eine andere Mutter war heute zu Besuch. Wir haben mit ihr, für ihre Tochter, eine Lebensgroße Puppe gebastelt. Beziehungsweise Kollegin und die Mutter haben es gemacht. Ich habe mich so lange um die anderen gekümmert.

Sinn und Zweck der Puppe ist es, dass sich Frau Randaletti, en dieser austoben kann. In der Hoffnung, dass sie dann auf keinen mehr los geht. Weil sie ihre Beiß-, Hau- und Haarziehanfälle an der Puppe auslässt.

Die Puppe ist wirklich gut geworden. Mit Watte wurde Kleidung ausgestopft und zusammen genäht. Als Kopf wurde eine Stoffpuppe in den Pulli gesteckt (auch festgenäht) zu guter letzt kam noch eine Perücke dazu.

Frau Randaletti hat recht positiv drauf reagiert. War richtig zum piepen. Sie hat die Puppe geknuddelt, gebissen und an den Haaren gezogen. Sie kam, ganz klar, gut an.

Nachmittags haben wir noch gemütlich Kuchen gegessen. Die Mutti hat für uns extra was gebacken. War total lecker. So lässt es sich leben.

Frau Schlaganfall wurde heute Nachmittag leider etwas anstrengend. Hatte auch eine rechte innere Unruhe. Lief sehr viel herum und man musste ihr recht viel nachlaufen. Sie ließ sich nur zu sehr wenig motivieren. Außerdem sprach sie recht undeutlich. Beim Kaffee wurde sie sogar unverschämt. Hat anderen z.B. den Kuchen vom Teller geklaut.

Ich könnte es mir definitiv nicht vorstellen, muss ich offen zugeben, Frau Schlaganfall und Frau Autistin, dauerhaft, bei mir in der Gruppe zu haben. Wäre das der Fall, würde ich wohl ganz schön am Rad drehen. Vermutlich würde ich auch aus dem Schimpfen nicht mehr raus kommen. Zum Glück wird es dazu aber nicht kommen. Nur in Vertretungssituationen, die ja zeitlich begrenzt sind.

Donnerstag 12.10.17

Heute Morgen hätte ich fast verschlafen und wäre somit fast zu spät zur Arbeit gekommen. Irgendwie habe ich es trotzdem noch pünktlich zur Arbeit geschafft. Auf die Minute genau.

In der Umkleide musste ich dann feststellen, dass ich, spätestens Montag, ein Problem mit meiner Arbeitskleidung bekommen werde. Da meine Shirts inzwischen, fast alle, in der Wäsche gelandet waren. Wäschefrau hatte aber bereits mit dem Waschen angefangen.

Was Kollegin heute schon wieder für ein Problem geritten hat, habe ich mich auch schon wieder gefragt. Kollegin war komisch und naja, es find schon am Morgen an. Herr Brummbär sollte von der Liege ins Bett. Kollegin zieht, ich schiebe. So die Kurzform. Ich war allerdings noch nicht bereit und mir ging alles zu schnell. Kollegin zog schon bevor ich etwas tun konnte. Im selben Atemzug ein, ich solle mal hinne machen.

Auf meinen Hinweis, sie solle mal etwas langsamer tun und nicht so hektisch unterwegs sein, reagierte sie patzig bis zum Rand. Sie wäre ruhig und entspannt. Sie hätte ja schon bei so viel nichts gesagt. Ich habs nicht verstanden.

Zur Folge hatte meine Zurechtweisung, dass Kollegin, wie schon so oft diese Woche, den Eindruck der beleidigten Leberwurst erweckte. Sie sprach keinen Ton mehr mit mir und verschwand ständig irgendwo anders hin.

Das ganze hat mich regelrecht zum kochen gebracht. Gekonnt sauer. Immer das selbe gehabe.

Im Grunde ist es ja gut, wenn eine gute Zusammenarbeit unter den Gruppen läuft. Aber dann gehört das ganze Team dazu und nicht nur ein Teil davon, der ausgewählt wurde.

Mittags hatten wir nochmal einen Streitpunkt. Es ging um die Beendigung des Essens. Egal ob aufgegessen oder nicht. Mein Hinweis, dass es sich hier aber um Essensentzug handelt, beantwortete sie eher schnippisch, das es ihr egal wäre. Man hätte ja die Wahl gehabt und die Freie Entscheidung zu essen oder auch nicht. Naja, eigentlich sind wir hier im Behinderten Bereich und müssen da noch etwas mehr Zeit einplanen als bei Normalos. Mal abgesehen von der Verständnisfrage.

Hinweise bezüglich der Mittagspause wurden gekonnt ignoriert. Es wurde wieder alles so gemacht wie sonst auch. So wie es ja schon immer war. Ohne Rücksicht auf Verluste. Ich war richtig angefressen. Fühlte mich zum einen untermauert zum anderen ausgeschlossen und außen vor. Wie der Depp vom Dienst. Zum Kopf hin halten bin ich gut genug. Bei allem anderen habe ich nichts zu melden.

Ich sitze auf dem Schlauch. Zumal die letzten Tage ständig irgendwas kommt, was ich unmöglich finde. Abgesehen von Kritik die, gefühlt, ständig eine Bombe zum explodieren bringt. Selbst wenn ich es nett formuliere

Aber nicht nur die ganze Sache mit Kollegin stresst mich. Frau Autistin ist schon wieder unausstehlich gewesen. Stimmungsschwankungen vom feinsten. Ein Geräuschpegel, der mich innerlich aggro werden ließ. Aber richtig. Ihre Mutter findet ja immer wieder neue Gründe, warum Frau Autistin diese Launen hat. Einmal ist es die Erkältung, dann die Fahrdienstsache, dann wieder das Knie das ihr weh tut. Ich kapier es einfach im Moment nicht.

Habe das Gefühl, dass sich die Mutter vielleicht nicht eingestehen möchte, dass ihre Tocher vielleicht doch ein psychisches Problem haben könnte. Weiß nicht. Vielleicht ist so was für Eltern besonders schlimm. Ich kann es nicht nachvollziehen. Allerdings sind die drastischen Stimmugnsschwankungen, mittlerweile, seit einigen Wochen, Alltag.

Heute ist wieder einer dieser Tage an denen ich einfach nur kaputt und müde bin. Fertig mit der Welt. Von nichts mehr was wissen wollen und froh, dass nun bald Wochenende ist.

Wobei ich ja zugeben muss, dass mein Wochenende verkürzt ist. Sonntag den ersten Spätdienst beim Nebenjob. Einarbeitung steht an. Hoffe nur, dass ich nicht bis 22 Uhr bleiben muss. Zumindest noch nicht. So viel Glück habe ich aber eher nicht. So mein Bauchgefühl. Abwarten und überraschen lassen, lautet die Devise.

Freitag 13.10.17

Allgemein würde ich mal behaupten, dass diese Woche mal volle Kanone zum scheitern verurteilt war. Heute habe ich gekonnt, schon wieder, die Kriese bekommen. Weshalb mir auch die Hutschnur gerissen ist. Alles gute zum Freitag den 13ten

Alles fing schon wieder damit an, dass irgendwas besprochen wurde. Hätte ich es nicht noch bruchstückhaft mitbekommen und nachgefragt, hätte man mich bis jetzt noch nicht darüber informiert gehabt. So viel zum Thema Teamarbeit.

Kollegin war, wie die gesamte Wochen schon, eher merkwürdiger Laune. Warum auch immer. Erzählt hat sie es mir bis heute nicht. Grundsätzlich, auch heute, permanent irgendwo anders hingerannt, anstatt mal da zu bleiben und sich mit ihrer eigenen Gruppe auseinander zu setzten.

Im Verlauf kamen wir wieder an dem Punkt an, an dem man es nicht für nötig hielt mit mir zu sprechen. Der anderen Kollegin genau dieses Berichtet. Kommentar darauf, da scheint seit der letzten Woche was im argen zu sein. Nun gut, für letzte Woche kann ich da aber nichts zu, ich war krank. Sie wüsste aber auch nichts genaueres, weil sie im Urlaub war. Man merkt nur, dass Kollegin was nicht passt.

Vormittags kam irgendwann Hausmeister zu uns. Ging um Ausstattung der Gruppe. Bevor ich überhaupt registrieren konnte, da ich mit dem Rücken zur Türe stand, dass Hausmeister da war, riss Kollegin das gesamt schon wieder an sich. Ich war so sauer, so stinke sauer. Ich konnte einfach nicht dazu gehen, weil sonst noch was blödes rausgerutscht wäre.

Später dann, sollte ich mir etwas anschauen. Woraufhin ich damit reagierte, dass es mir so gar nicht passt. Weil es wieder genau so aussieht wie vor einem halben Jahr. Kollegin pöbelte daraufhin los, warum ich da jetzt nicht dazu gekommen bin und stattdessen lieber raus gegangen bin. Das wäre ihr zu hoch. Meine Antwort, was ihr Problem, seit einer Woche, ist, wurde gekonnt, in der üblichen Manier, wie die letzte Woche auch schon, ignoriert und nicht drauf geantwortet.

Daraufhin folgte, dass ich innerlich so gekocht habe und sauer war, dass ich keinen Ton mehr sagte. Kollegin sah es auch nicht für notwendig mir noch die schuldige Antwort zu überbringen. Stattdessen verließ man, nach etwas 20 Minuten, lieber die Gruppe und war für über eine Stunde vom Erdboden verschluckt. Die Gruppe konnte ich nicht verlassen, weil ich die Aufsicht hatte. Vermutlich von einer Gruppe zur nächsten gewandert und hergezogen was das Zeug hält.

Heute wieder sehr untermauert worden. Verstehe die Welt nicht mehr, mir werden meine Aufgaben, regelrecht entrissen um sich dann, im Nachhinein, darüber aufzuregen, was man alles zu tun hatte. Ich kapier es einfach nicht.

Einige Zeit später, ließ man sich darauf hinab, sich doch mal in der Gruppe blicken zu lassen. Nachdem man mich stehen gelassen hatte. Kleinlaut redete sie doch das ein oder andere mal mit mir. Naja. Schön, aber eigentlich habe ich immer noch keine Lust mich zu unterhalten. Nach der ganzen Action, mich vor anderen Leuten blöd anzumachen und dumm dastehen zu lassen, nachdem man mir meine Aufgabe entrissen hatte. Man erfüllt meine Erwartungen auch nicht, setzt sich lieber noch darüber hinweg.

Ob man das ganze noch als angefressen betiteln kann, weiß ich nicht. Ich würde eher sagen, äußerst wütend über den aktuellen Zustand. Momentan wäre ich nicht wirklich böse, wenn sie tatsächlich die Stelle wechseln würde. Und ich sie nicht mehr am Hals hätte. Würde ihr sogar noch beim Packen helfen, so der aktuelle Stand der Dinge.

Schnauzte gekonnt voll. Nächste Woche werde ich mit ihr darüber sprechen. Fronten klären.  Ob es was bringt, ist die andere Frage. Wenn das nichts hilft muss ein Gespräch mit dem Chef her. Punkt. Momentan erklärt sich mir so einiges. Meiner Meinung nach, war Kollegin selbst ein Stück an der Verfahrenen Situation, mit Vorgängerin, schuld. Wenn sie sich da genau so aufgeführt hat, ja dann prost Neujahr. Das macht dir keine Leitung langfristig mit.

Nachmittags noch reiten gewesen und es heute, tatsächlich, ins Fitness geschafft. Meine Mama fragte schon, ob ich schon befürchte, dass wieder Party über mir stattfindet. Meinte nur, sagen könne man das nie so genau. Total entspannt kam ich dann heute nach Hause, gegen 20:15 Uhr. Und was war? Natürlich, es hat wieder vibriert und gewummert. Mittlerweile das 4 Mal in nicht mal 14 Tagen. Mir reicht es. Ich werde ausziehen.

Diesmal allerdings nicht auf besser Wetter gewartet und um 22:15 Uhr geklingelt. Es hat beinahe 6 Versuche benötigt, bis überhaupt mal jemand aufgemacht hat. Danach war der Bass runter gedreht. Allerdings hielt es lediglich 30 Minuten an. Danach habe ich es in doppelter Ladung abbekommen. Zusätzlich wurde gegröhlt und geschrien. Ich habe meine Sachen gepackt und bin wieder mal bei meinen Eltern gelandet. Alles in allem eine eher ernüchternde Woche.

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2 Gedanken zu “Arbeitswoche vom 09.10.2017 – 13.10.2017

    • Hatte ich auch schon überlegt. So theoretisch hätte ich es machen können, weil es einfach kein Zustand mehr war. Eigentlich bin ich da schon so drauf, dass ich eigentlich, wenn ich mich extrem gestört fühle, auf mein Recht zurück greife. Warum ich es nicht getan habe, weiß ich auch nicht. Wahrscheinlich dem Frieden willen. Wobei das auch kein Zustand ist. Wundert mich eh, dass die Nachbarn das so hingenommen haben….

      Danke dir 🙂 hoffe auch, das nächste Woche das ganze etwas besser ist. Weiß auch nicht was das gerade für ein Zustand ist. Vermutlich ein Privates Problem. Allerdings ist das nicht sonderlich fachlich, dieses mit auf die Arbeit zu schleppen und an allen auszulassen. 😉

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