Zweite Schicht beim Nebenjob

Letzten Sonntag meinen zweiten Dienst im Nebenjob gehabt. Krankheitsbedingt wurde eine Schicht frei. Meldete mich also für Sonntag. Dienst von 6:30 Uhr bis 12 Uhr. Im Nachhinein, gebe ich zu, graute es mir davor so früh aufzustehen. Aber, ich hatte dann zum Abend hin einfach Zeit, runter zu kommen und normal ins Bett zu gehen. Somit noch was vom Sonntag gehabt, trotzdem aber Geld verdient.

Bevor ich überhaupt beim Arbeiten war, schon angefangen zu überschlagen, wie viel ich diesen Monat zusätzlich verdient habe. Bevor ich das Geld überhaupt auf dem Konto habe, habe ich es sogar schon verplant und mir überlegt für was ich es ausgeben könnte. Mit sparen wird das so wohl erst mal nichts. Aber es fallen einfach so viele Sachen an, die ich mir nun, nach und nach zulegen kann.

Zum Beispiel kann ich jetzt mal meinen Raumteiler für die Wohnung kaufen. Noch eine weitere Kommode als Stauraum soll auch Folgen. Außerdem will ich mir, endlich, einen Esstisch mit Stühlen kaufen. Abgesehen von der Spülmaschine, die ich noch besorgen werde.

Habe ich dann meine Wohnung fertig ausgestattet, wird meine Reitausrüstung generalüberholt. Neue Hose, diesmal vielleicht was teureres und eine andere Marke, die mir besser passt. Und einen neuen Reithelm brauche ich auch endlich mal. Und wenn wir schon dabei sind, könnten durchaus noch ein paar neue Reithandschuhe und ein Paar neue Gamaschen für Mausi drin sein. Sofern das Geld dann reicht.

Sonntäglicher Dienst

Als um 5:30 Uhr mein Wecker klingelte, und das am Sonntag, dachte ich mir kurzzeitig was ich mir da eigentlich aufgehalst habe. Wer steht denn schon freiwillig, am Sonntag, so früh auf. Habe mich kurzzeitig gefragt, ob die Idee so gut war, zu zu sagen den Dienst zu übernehmen.

Allgemein Frage ich mich gerade, ob es überhaupt eine gute Idee war, dass alles anzufangen mit dem Nebenjob. Momentan ist es ja eher verzwickt und ich weiß auch selber, im Moment, nicht so recht was ich eigentlich will. Aber das ist ein anderes Thema.

Pünktlich um 6:30 Uhr bei der Arbeit eingetrudelt. Übergabe mit dem Nachtdienst. Insgesamt sind heute fünf von sechs Kindern abgereist. Anreisen gab es keine. Ich habe mich heute um einen kleinen Jungen mit Autismus gekümmert, während ich Dienst hatte.

Mein Dienst begann damit, dass ich die Akte las. Mir Infos von den Kollegen holte, die ihn bereits kannten. Von vorigen Besuchen in der Kurzzeitpflege. Gegen 8 Uhr stand er dann auf. Ein ganz ein lieber Kerle. In aller ruhe habe ich ihn dann erst mal fertig gemacht. Gewaschen, Windel gewechselt und angezogen.

Während dessen bekam er allerdings einen kurzen Wutanfall. Weil er seine Schuhe noch nicht anziehen durfte. Der Kleine hat nämlich eine Vorliebe für Schuhe. Er begann daraufhin zu brüllen und gegen Gegenstände zu treten, die ihm in die Quere kamen. Er beruhigte sich aber recht schnell. Als ich ihm ganz klar sagte, was wir nun, nacheinander tuen. Außerdem war er dann vom Wasserhahn am Waschbecken abgelenkt und hat sich das Wasser über die Hände laufen lassen.

Danach gingen wir zum Frühstück. Der kleine Mann konnte nicht sprechen. Zeigte mir aber sehr deutlich, was er wollte. Führte meine Hand und gab laute von sich. Das Frühstück endete in einer absoluten Sauerei. Kleiner Mann mantscht sehr gerne und schmierte seinen Aufstrich, immer wieder herum. Zwischendurch schob er sich auch immer wieder etwas in den Mund.

Nach dem Frühstück musste ich erst mal eine Grundreinigung von Gesicht und Händen vornehmen. Er sah einfach schrecklich aus. So konnte ich mit ihm nichts unternehmen. Das Händewaschen ließ er recht gut zu. Nur das Gesicht fand er, alles andere, als super, als ich ihm dieses Waschen sollte.

Wir waren, am Vormittag noch ca. 30 Minuten spazieren. Trotz eher schlechtem als rechtem Wetter. Ich war fasziniert davon, wie genau er sich sämtliche Hauswände ansah. Zwischendurch hatte ich aber ganz schön zu tun, wenn wir abbiegen sollte. Noch ist er ja klein und ich kann ihn heben. Aber was ist wenn er mal größer ist? Ob man ihn dann noch so leicht davon abbringt, stur geradeaus zu laufen? Habe dann angefangen, immer schon im Voraus zu sagen, dass wir gleich abbiegen. Hat ganz gut geklappt.

Danach ging es noch ins Bällebad. Dort hat er sich richtig ausgetobt. Die Bälle aus dem Bad geworfen. Dann begonnen die Bälle am Rand zu stapeln. Irgendwann fand er es auch sehr witzig, die Bälle gegen die Wand zu werfen. Nach ca. 20 Minuten begann er zu brüllen. Wusste im ersten Moment nicht so recht, was eigentlich los ist. Bis ich dann, doch recht schnell, drauf kam, das er vermutlich keine Lust mehr hatte.

Wir waren dann, noch ein wenig im Garten. Er fand Türen und Fenster sehr faszinierend und musste bei jedem Fenster rein schauen. Zum Glück gehört das alles zur selben Abteilung. Halleluja. Auf dem Sofa sollte ich ihm dann noch etwas vorlesen. Darauf hatte er aber, relativ schnell, keine Lust mehr und gab sich seinem Keyboard hin. Was allerdings, im Rahmen eines Wutanfalls, weil er nicht wusste was er mit sich anfangen sollte, quer durch die Gegend schmiss und dagegen trat. Wild herumbrüllend.

Trotzdem war es eigentlich ein netter Dienst. Der kleine Autist auch ein ganz süßer Kerl. Aber auch anstrengend, da er sehr aktiv ist. Weshalb er auch eine 1 : 1 Betreuung benötigt hatte.

Ansonsten ging es relativ hektisch zu. Zum einen hatten wir ja insgesamt 5 Abreisen. Zum anderen waren drei Kinder, drei Geschwister, sehr aktiv. Sie trizten sich ständig gegenseitig. Wollten dauerbespaßt werden. Sobald man sie, für einen Moment und wenn es nur Sekunden waren, machen ließ begannen sie, recht schnell, zu streiten oder Blödsinn zu machen.

Um kurz vor 12 habe ich dann Feierabend gemacht und nach Hause gefahren.

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