Reiten ist also kein Sport?!

Neulich war ich mal wieder auf der Suche, nach neuesten Informationen zum Thema Reittherapie, damit ich damit mal wieder meinen Blog füttern könnte. Was ja auch mal wieder an der Zeit gewesen wäre. Aber das ist, nach wie vor, gar nicht so leicht, was zu finden, was man nicht schon mal erzählt hätte.

Bei dieser Suche stieß ich auf einen Bericht, einer Krankenkasse zum Thema Reitsport. Ich dachte mir, heu, was berichten die denn jetzt schönes übers reiten. Beim Durchlesen war ich schockiert und hätte denen am Liebsten mal den Marsch geblasen, was sie da eigentlich für einen Blödsinn verzapfen.

Kurz um, der Reitsport wurde in die Richtung dargestellt, dass Reiten eigentlich gar kein Sport ist und Anstrengend schon gleich gar nicht. Bezogen auf das Reiten an sich, im übrigen. Mir ist die Kinnlade bis zu den Knien herunter geklappt. Ich vermute allerdings, dass sie sich, ausschließlich auf das Ausreiten bezogen haben. Auf gemütliches in der Gegend rumwackeln. Na prima.

Allerdings muss ich hier, jeder Annahme, dass Reiten kein Sport und nicht Anstrengend ist widersprechen. Denn ist es sehr wohl sehr anstrengend. Wenn man, gezielt Reitunterricht hat und gezielt Dressur im Viereck reitet. Gehört da nämlich viel mehr dazu, als nur gemütlich in der Gegend herum zu schaukeln.

Hier arbeitet nicht nur das Pferd, sondern auch der Reiter. Es fängt ja schon damit an, dass man sein Pferd treiben soll. Links und recht, kontinoierlich die Unterschenkel im Wechsel ans Pferd drücken. Kann ganz schön anstrengend werden, gerade dann wenn man das Gefühl hat, nicht mehr durch zu kommen und das Pferd ignoriert einen. Da kann einem schon mal im Schritt das Wasser anfangen zu laufen.

Im Trab geht es dann weiter. Dort geht man, im Takt des Pferdes, Rauf und runter. Das nennt man dann übrigens leicht Traben. Gleichzeitig darf man natürlich das Treiben nicht vergessen, was einen zusätzlichen Faktor der Anstrengung verursacht. Dann soll man auch noch mit dem Oberkörper gerade bleiben (übrigens Muskelspannung und sehr wohl Fettverbrennung, wenn ich das mal so behaupten darf.) Und dann soll man auch noch sitzen bleiben und nicht vom Pferd fallen.

Da kann man dann doch mal aus der Puste kommen und wenn man nicht richtig Atmet kann auch Reiten Seitenstechen verursachen. Und warm wird einem auch. Und es läuft einem die Soße.

Im Galopp wird’s dann ganz anstrengend. Da braucht man dann auch selber, sehr wohl, Kondition um das Durchzuhalten. Man muss fest im Sattel sitzen, mitschieben, sitzen bleiben, treiben, hilfen geben. Und so weiter und sofort. Was eine ungemeine Muskelspannung benötigt damit man überhaupt sitzen bleibt und nicht runter fällt. Spätestens hier muss man ganz schön schnaufen und es haut einem noch mehr den Schweiß herunter. Je nach Geschwindigkeit des Galoppierenden Pferdes.

Alles in allem, ist es durchaus sehr anstrengend,  gezielt 60 Minuten Dressur zu reiten. Es benötigt sehr viel Übung, Ausdauer und Kondition. Dazu kommt natürlich auch, dass bestimmte Muskelpartien sehr wohl beansprucht werden. Und das Herz-Kreislaufsystem wird zusätzlich noch mit angekurbelt.

Danach ist man ausgepowert und fühlt sich entspannt. Punkt aus Ende.

Jeder der mir was anderes erzählt, dem werfe ich knallhart an den Kopf, dass er sich doch bitte gefälligst (ungeübt) 60 Minuten aufs Pferd setzten soll und genau das alles macht was ich eben gemacht habe.

Meine Erhöhte Atmung und der Schweiß der mir läuft, beweist ja wohl, mehr als genug, dass Reiten sehr wohl ein anstrengender Sport ist und nicht nur gemütlich durch die Gegend schuckeln.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s