Wie das mit dem bloggen so anfing

Wie schnell doch die Zeit vergeht. Jetzt haben wir schon November und bald ist auch das Jahr 2017 zu ende. Einfach mal vorbei und vorbei gerauscht. In nächster Zeit werden sich wieder die Jahresrückblicke der Blogs häufen. Bin ich mir ziemlich Sicher. Gehört irgendwie zum guten Ton dazu. Habe ich inzwischen zumindest den Verdacht.

Dachte mir, ich könnte auch eine Art Rückblick veranstalten. Aber nicht im Sinne wie das letzte Jahr war. Sondern eher im Sinne, wie alles angefangen hat. Wie mein Blog das Licht der Welt erblickte und welche Intension ich hatte. Was aus meinem Blog geworden ist und welche Erwartungen ich hatte.

So zumindest der Plan. Man könnte den Beitrag hier mit einigen Überschriften betiteln. Bloggen für Anfänger. Tipps und Tricks für Blogger. Oder auch, welche Erwartungen man nicht haben sollte. Könnte ich jetzt auch anfangen, aufzulisten, was man alles beachten soll/muss/kann. Aber irgendwie hab ich da nicht so viel Lust drauf. Und gibt es schon genügend Beiträge, die genau DAS erläutern.

Daher, erzähle ich nun meine Geschichte. Meinen Werdegang als, mehr oder auch weniger, erfolgreicher Blogger. Oder so in die Richtung. Wie auch immer.

Pferdig unterwegs erblickt das Licht der Blogwelt

Eines schönen Tages erwachte ich und hatte die Blitzidee „Ich fange an zu bloggen.“ Ohne mich großartig zu Informieren, ins Internet gezischt und nach Plattformen gesucht. Ganz nach dem Motto, ich werde jetzt Blogger.

Bevor ich aber auf WordPress landete und Pferdig unterwegs, das Licht der Bloggerwelt erblickte, gondelte ich von einer Plattform zur nächsten. Irgendwie hatte ich mir das aber anders vorgestellt. Also mit dem Bloggen. Viel übersichtlicher und sowieso und überhaupt. Außerdem dachte ich immer, man könnte seine Beiträge, egal auf welcher Plattform, schön mache. Also mit Überschriften und Farbe und so.

Lernt man ja schon in der Schule, wenn man Informatik bzw. Textverarbeitung hat, dass sich Texte besser lesen lassen, wenn man Absätze und Überschriften rein Packt. Das ganze vielleicht noch hervor hebt mit Farbe oder einer anderen Schrift.

Irgendwann landete ich dann also doch hier. Was aber irgendwie ein Zufallstreffer war. Übers Handy. App gezogen und los gelegt. Irgendwie fand ich das ganze aber ziemlich kompliziert, alles über das Handy zu machen. Lange Berichte brauchte ich da ja gar nicht erst anfangen. Da brauch ich ja ewig, bis da mal was fertig ist.

Irgendwie dödelte ich dann, wieder mal, auf anderen Plattformen rum, weil ich es einfach nicht überrissen hatte, dass man WordPress ja auch vom PC aus nutzen kann. Und nicht nur übers Handy. Irgendwann habe ich es dann erst mal ganz bleiben lassen. Weils irgendwie nicht so klappen wollte wie ich mir das vorgestellt habe.

Letztlich hat mir das aber irgendwie doch keine Ruhe gelassen. Und ich habe meine Bloggerei wieder aufgenommen. Über WordPress. Diesmal mit dem Wissen, dass klappt auch über den PC.

So lag mein WordPress Blog ein halbes Jahr also brach, bis ich wieder anfing zu bloggen. Ich fing an, mein Theme anzupassen. Erfuhr sogar über eine Bekannte, wie man Kategorien anlegt. Bloggte also über Handy und PC. Das war alles im übrigen 2015.

Nische gefunden. Kannste Kicken!

List man sich so durch Internet, was ich mal lieber gleich am Anfang gemacht hätte, hört man überall, dass man seine Nische finden soll. Also sein Thema, über das man gerne schreibt und das eben so sein Ding ist.

Naja, Rückblickend kann ich jetzt nicht gerade Behaupten, dass ich diesen Ratschlag, ernsthaft, beherzigt hätte. Wusste ich ja am Anfang nichts davon. Und habe einfach vor mich hin gemacht.

Wobei ich sagen muss, dass  ich eigentlich schon so ein paar Ideen hatte. Aber irgendwie, habe ich mich, zu Anfang nie so recht auf ein Thema eingeschossen. Fing alles damit an, dass ich über Reittherapie berichten wollte. Musste dann aber feststellen, dass es zwar voll mein Ding ist, aber sich die Infobeschaffung als eher schwierig zeigte. Was zur Folge hatte, dass ich zusätzlich anfing, über Pferd und Reiter, an sich zu berichten.

Aber irgendwie, konnte ich mich da auch nicht so recht drauf einschießen. Und war immer noch nicht an dem Punkt, an dem ich hätte sagen können, ich hätte meine Nische jetzt mal wirklich gefunden.

Es ging dann weiter, dass ich über Hobbys angefangen habe zu schreiben. Weiter über die absolute Überzeugung, dass ich jetzt Produkttester und Restauranttester werde. Bis hin zu dem Punkt an dem ich auch über Alltägliches geschrieben habe und meinte ich könnte Beruflich bezogen absolut meine Nische landen.

Als ich dann doch mal drüber nach las, was übrigens fast ein Jahr gebraucht hat bis ich auf die Idee kam, wie man eigentlich einen Blog richtig macht, begann es wiederholt zu rattern. Vollkommene Verzweiflung darüber, dass ich eigentlich nicht wirklich nen Plan davon habe, was ich da eigentlich tue. Und die Erdrückende Erkenntnis; Die richtige Nische habe ich, nach einem Jahr, immer noch nicht gefunden.

Blog somit zum Scheitern verurteilt? Wie man sieht, bin ich immer noch da oder?

Vollkommen verkehrte Vorstellungen

Wenn ich das jetzt mal so überdenke, was ich damals für Vorstellungen und Erwartungen hatte, muss ich lachen. Jeder der mir mit genau dieser Vorstellung, heute, ankommen würde, dem Würde ich einen leichten Schlag auf den Hinterkopf verpassen. Außerdem könnte derjenige diese Erwartung gleich mal in eine Kiste Packen, verkleben und auf den Dachboden stellen.

Ich trau mich schon fast gar nicht zu sagen, was ich damals für eine Erwartung hatte. Da werden, vermutlich, einige die Hände über dem Kopf zusammenschlagen. Oder sich darüber amüsieren.

Ich hatte nämlich die totale Erwartung, dass ich von 0 auf 100 voll durchstarten werde. Das ich bestimmt total erfolgreich  und viele Leser haben werde. Mhm. Genau. Sicher doch. Klarer Fall von Überschätzung und falscher Vorstellung. Heute sage ich, das funktioniert so nicht. Mit keinerlei Plan, Struktur und den entsprechenden Connections. So kann das nicht klappen.

Mit der Zeit, gebe ich zu, habe ich mich aber durchgewurschtelt.

Aufgeben stand auch zur Debatte

Kurzzeitig hatte ich Tatsache den Gedanken, dass ganze geblogge gut sein zu lassen. Ich fand meine Texte scheiße, kein Mensch hat sie gelesen. Und so wirklich ein System hatte mein Blog auch nicht. Irgendwie hat mich die Motivation, die ich ganz zu Anfang hatte, mal voll und ganz verlassen.

Bis mir der ein oder andere Blogger über den Weg lief, Gott sei dank, die mir da ein paar wichtige Tipps gegeben haben. A) benutze Tags (Schlagwörter) B) Suche dir ein passendes Theme  und C) Da kann man auch eine Menüleiste einbauen.

Nach diesen Tipps ging es dann Bergauf. Und ich bin immer noch da :).

Und wie ist es heute?

Nun, nach über zwei Jahren durchgewurschtel, bin ich immer noch keiner der Superblogger. Aber was soll das schon. Ich schreibe nicht für jemand anderen, sondern rein aus Spaß. Und wer es liest tut es, wer nicht, halt nicht. Hier übrigens ein Danke an alle, die meine Beiträge lesen. An alle die mir nicht nur Folgen, damit ich zurück folge.

Ich habe meinen Blog, mehrfach, auf Vordermann gebracht, gefühlt zigmal mein Menü, die Kategorien und das Design verändert. Weil mir ständig irgendwas nicht in den Krempel gepasst hat oder ich einen Wink mit dem Zaunpfahl bekommen hatte.

Mit der Zeit haben sich dann auch meine Texte verändert und ich habe meine Schreibweise gefunden. Zumindest bilde ich mir das ein, dass es so ist. Könnte durchaus passieren, dass sich im weiteren Verlauf noch so einiges verändern könnte. Wer weiß das schon.

Meine Nische bezieht sich, mittlerweile, auf ein paar Themen die mir liegen. Habe mich also nicht direkt auf nur ein Thema eingeschossen. Hauptsächlich lauten meine Nischen im Moment:

  • Alltagsgedödel
  • Reisen (wenn ich dann mal einen Interessanten Urlaub mache)
  • Die Reiterei und was dazu gehört
  • Mein Job und ich bzw. der Alltag eines HEPs
  • Reittherapie, sofern ich wieder mit neuen Infos gefüttert wurde

Bei allem anderen handelt es sich, so ganz eigentlich, um Nebensächlichkeiten. Zu denen das ein oder andere mal doch was kommt. Wenn mir halt grade was zu einfällt oder wenn ich da grad mal an was interessantes hingelaufen bin.

Was ich auf den Weg mitgebe

Durchhalten, durchhalten, durchhalten. Und bloß keine Falschen Erwartungen oder Ziele haben. Von 0 auf 100 ist schon gleich gar nicht. Und ohne Kontakt zu anderen Bloggern sowieso nicht (damit meine ich, dass man auch mal Blogs von anderen lesen sollte und nicht nur Tunnelblicktechnsich durch die Gegend rennt. Ein netter Kommentar kann einem da übrigens auch weiter helfen ;-))

Texte werden mit der Zeit besser und manchmal ergibt es sich mit der Zeit, welches Thema tatsächlich das richtig ist.

Blogparaden können im übrigen auch helfen, gerade dann, wenn einem mal nichts einfällt oder man einfach mal Lust drauf hat. Aktuelle Paraden findet man übrigens unter http://www.blogparaden.de, allerdings sollte man seinen Blog nicht nur mit Paraden füttern. Da geht irgendwann die Persönlichkeit, gekonnt unter und flöten geht sie auch noch.

Regelmäßigkeit wäre übrigens auch noch so ein Punkt. Man muss nicht täglich bloggen, aber man sollte einen festen Rhythmus haben, wann man seine Beiträge schreibt. Da hatte ich, im übrigen, am Anfang auch kein richtiges System dahinter.

Inzwischen versuche ich, jeden zweiten Tag, einen Beitrag zu schalten. Sofern ich ein Thema habe, über das ich sinniere. Teilweise spalte ich Beiträge auch auf mehrere Posts auf. Um den Beitrag kurz zu halten. Was man von dem hier jetzt nicht unbedingt behaupten kann. Liest sich dann einfacher und die Konzentration bleibt da. Mal ganz zu schweigen von der Spannung :). Also wenn man den Beitrag kurz hält.

Eine sau blöde Idee ist es im übrigen, mehrere Beiträge auf einmal zu schalten. So meine Erfahrung. Wird ja dann langweilig und manchmal kann es auch zu einer Infoüberflutung führen oder Reizüberflutung. Wie auch immer. Ich belasse es daher bei einem Beitrag, der geschaltet wird. Okay, ich gebe es zu, das ein oder andere mal habe ich auch zwei geschalten. Weil sich das sonst irgendwie überschnitten hätte oder nicht mehr im Zusammenhang gestanden wäre. Oder Zeitlich zu weit weg. Wie auch immer. 🙂

In diesem Sinne, adios! Und haltet die Ohren steif :), nicht gleich die Flinte ins Korn schmeißen, weils nicht gleich funktioniert :).

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5 Gedanken zu “Wie das mit dem bloggen so anfing

  1. Hallo, habe gerade deinen Beitrag gelesen. Den ganzen übrigens. Und irgendwie kommt mir das bekannt vor. Oder zumindest ziemlich ähnlich.Erinnert mich ein bißchen an mich. Ich habe nämlich meinen Blog ganz schön schleifen lassen in letzter Zeit. Da kommt dein Tipp, am besten regelmäßig was schreiben, nicht zur unrechten Zeit. Ich werde versuchen, wieder öfter etwas von mir hören zu lassen. Hat dein Beitrag also mindestens schon mal ein gutes gehabt. Also vielen Dank für deine Ratschläge.
    Christoph

    Gefällt 1 Person

  2. Durchgehalten. 😀
    Bis zum Ende gelesen!
    Die Anfänge haben die meisten von uns durch. Ich bin da auch sehr naiv heran getreten.
    Viele Sachen habe ich mir dann von anderen Bloggern abgeguckt. 😀
    Wie sagt mein Großer immer: Learning by doing!
    Ich mag deine Schreibkritzelei!!! Also mach weiter!

    LG JJacky

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