Meine Zeit in der WG

Wenn ich so an meine Zeit in der WG zurück denke, in der ich gearbeitet habe, war es eigentlich schon eine coole Zeit. Wenn ich jetzt daran zurück denke, hatte es auch gewisse Vorzüge, um ehrlich zu sein.

Ich habe es z.B. geliebt Spätdienst zu haben. Was meistens sogar der Fall war. Ich konnte morgens bis 9 schlafen. Ich muss zugeben, ich bin absolut kein Frühaufsteher. Konnte dann, am Vormittag, mein Zeug erledigen. Konnte zu Zeiten, bestimmte Dinge machen, an denen einfach kaum bis nichts los war. Weil die anderen beim Arbeiten waren. Am späten Nachmittag bin ich dann zum Arbeiten gefahren.

Aber auch die Frühschichten hatten ihre Vorteile. Obwohl ich es hasste, bzw. es immer noch nicht wirklich ausstehen kann, in aller Herrgottsfrüh aufzustehen. Man war dann ein paar wenige Stunden arbeiten. Ich musste nicht viel reden. Und morgens war alles meist recht gemütlich. Meistens zumindest. Nach der Arbeit hatte man dann noch den ganzen Tag, mit dem man was anfangen konnte.

Was ich aber überhaupt nicht abkonnte, was aber auch kein Geheimniss war, waren die Nachtdienste. Ich habe sie gehasst. Wie die Pest. Verabscheut. Aber sie gehörten einfach dazu. Wobei, genau genommen waren es ja Bereitschaften. Heißt, ab einer bestimmten Uhrzeit durfte man schlafen und ist aufgestanden, wenn ein Alarm runter ging und jemand was gebraucht hat. Schlafen konnte ich oft aber nur ein paar wenige Stunden, wenn ich es überhaupt konnte.

Wenn ich schlafen konnte, schreckte ich aber sehr oft aus dem Schlaf. Weil ich dachte ich hätte was gehört. Einen Alarm nicht mitbekommen oder einen Anfall überhört. Oft war es aber wegen nichts, weshalb ich aufgewacht war.

In der Regel konnte ich aber meistens überhaupt nicht schlafen, weil ich so überdreht und angespannt war. Danach war ich dann so im Eimer, dass ich danach den halben Tag, zu Hause, verpennt hatte. Weshalb ich von meinem freien Tag eigentlich nicht mehr viel hatte.

Es mag alles schön und gut sein, mit den kurzen Diensten oder auch mit der ganzen unter der Woche frei Kiste. Aber man ist doch sehr viel alleine oder mit Kollegen unterwegs. Weil die anderen sind ja beim arbeiten. Und wenn man dann selbst beim arbeiten ist, hat der Rest frei. Was mich schon, das ein oder andere mal, aus einer geselligen Runde gerissen hatte. Oder ich erst, weit verspätet, dazu kam. Oder schon gar nicht mehr mitbekommen habe.

Manchmal habe ich mich dann schon etwas einsam gefühlt. Obwohl ich, durchaus, ganz gerne alleine bin. Auch gerne mal alleine unterwegs bin. Da muss man sich nach niemanden richten und ist sein eigener „Bestimmer“. Aber dauerhaft ist es auch kein Vergnügen.

Manchmal, wenn ich so zurück denke, vermisse ich die Zeit dort schon. Schließlich habe ich 1 1/2 Jahre dort gearbeitet. Ich kannte meine Pappenheimer, die mir auch ans Herz gewachsen waren über die gesamte Zeit. Ich wusste wie alles funktioniert, wie alles zu erledigen ist und wo alles hingehörte.

Auch wenn mich, manches, einfach genervt und das auch regelmäßig, aber es war auch schön.

Dennoch will ich meine geregelten Arbeitszeiten, die ich mittlerweile habe, nicht mehr missen. Auf gewisse Weise gibt es mir eine Struktur, aber auch Freifrau. Und ich kann vieles eher im Voraus planen.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s