Wo werden HEPS eigentlich eingesetzt?

Neulich habe ich mal ein bisschen gegooglet. So zum Thema Heilerziehungspfleger und wo sie eingesetzt sind. Zugegebenermaßen war ich schon beinahe beleidigt. Irgendwie ist nämlich die Meinung, wenn du HEP bist und mit Menschen mit Behinderung arbeitest, arbeitest du automatisch in einer Wohngruppe, sehr weit verbreitet.

Und Automatisch ist in den Köpfen vieler verankert, dass es für den HEP kein anderes Einsatzgebiet gibt. Biste HEP arbeiteste im Wohnheim. Schluss aus Ende. So ist das, was anderes gibt’s nicht. Aha. Interessant. Schön. Aber genau so ist es eben NICHT. Schluss aus Ende. Keine Diskussion!

Einsatzgebiet

In vielen Berichten und Beschreibungen ließt man, dass viele HEPer in Wohneinrichtungen für Menschen mit Behinderung arbeiten. Heißt, im zu Hause der Menschen mit Behinderung. Dort leben sie, meist in kleinen Gruppen zusammen. Es gibt ein Wohnzimmer und Aufenthaltsräume, eine Küche und auch eine Waschmaschine. Jeder hat aber sein eigenes Zimmer, welches er sich ganz persönlich eingerichtet hat.

Dort wuselt dann, im Spät- Früh- und Nachtdienst, unter anderem besagte  Berufsgruppe herum. Welche sich darum Kümmert, den Alltag zu Hause zu gestalten. Sei es in Sachen Haushalt aber auch in Sachen Freizeitgestaltung und pflegerische Unterstützung. Je nach Klientel wird dabei Unterstützt, beraten oder zum Teil auch komplett übernommen.

Allerdings ist das nicht der einzige Bereich, in dem HEPs eingesetzt werden. HEPs wird man auch, in Werkstätten für Menschen mit Behinderung (WfbM) finden. Hauptsächlich in Fördergruppen, Intensievgruppen oder Förderstätten. Bereiche in denen die Arbeit, aufgrund von Art und Schwere der Behinderung des zu betreuenden Klientel, nicht im Vordergrund steht.

Vielmehr geht es in diesen Bereichen darum, den Menschen mit Behinderung, eine zweite Lebenswelt zu schaffen. Eine Welt und einen Bereich außerhalb der heimischen vier Wände. Sei es nun Wohnheim oder aber auch bei den Eltern. Sie dennoch, sofern möglich, an Arbeit heran zu führen. Ihnen die Möglichkeit bietend etwas produktives beizutragen.

Allerdings, so stelle ich fest, sind die Stellen für HEPs, in Werkstätten, sehr begehrt. Die Frage nach dem Warum, beantwortet sich meist schon von selbst.

  • Geregelte Arbeitszeiten
  • Kein Schichtbetrieb
  • Wochenende/Feiertage/Brückentage
  • In den meisten Fällen 100 % Stellen
  • Keine geteilten Dienste
  • Überstundensituation meist entspannter als in der WG

Aber nicht nur Wohnheim oder Werkstätten sind für den HEP Bereiche die in Frage kommen. Gibt es da noch viel mehr. Zum Bleistift:

  • Integrative Kindergärten
  • Schulbegleitung für Kinder mit Behinderung
  • Individualbetreuungen
  • Assistenz in Schulen für Kinder mit Behinderung
  • Mobiler Dienst
  • Kliniken Bereich Psychiatrie
  • Allgemein der psychiatrische Bereich
  • Tagesstätten

Wie man sieht, ist das Einsatzfeld eines HEPS recht weit gefächert und vermutlich habe ich, das ein oder andere auch verplempert aufzuführen. Die wichtigsten Bereiche dürfte ich aber erwischt haben. Glaube ich zumindest 🙂

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