Reitstunde mit Herrn Professor

Heute ist Samstag. Und Samstag ist bei mir Reitstunden Tag. Was so viel bedeutet, dass ich den kompletten Nachmittag auf dem Reithof verbringe. Mitunter der sozialen Kontakte wegen.

Heute hatte ich die Ehre mit Herrn Professor. Herr Professor ist 23 Jahre alt, dass aktuell Dienstälteste noch im Schulbetrieb laufende Schulhüh. Stockmaß riesig, zumindest für mich kleinen Stepke von 1,64 m. Muss ich im Übertragenen Sinn Anlauf nehmen um den Sattel auf das Getier zu bekommen.

Herr Professor weiß über sämtliche Abläufe bescheid. Ausbildungstechnisch sehr gut ausgebildet. Ist eines der zuverlässigsten und unentbehrlichsten Schulpferde überhaupt. Für mich ist es zudem eine sehr große Ehre den Professor zwischenzeitlich in der Reitstunde reiten zu dürfen.

Im gesamten war die Reitstunde sehr gut. Von Anfang an Herrn Professor gut an der Hand gehabt. Er war Locker und ließ sich gut stellen und biegen. Worüber ich überaus begeistert war. Weshalb ich auch ein großes Lob von der Frau Reitlehrerin ergatterte. Und das bedeutet, dass man es wirklich gut macht.

Eine kurze Phase gehabt, wo es nicht ganz so gut geklappt hat und Herr Professor, seinen Rüssel überall hatte nur nicht da wo ich wollte. Zwischendurch ausgefallen war, weil ich mit den Hilfen nicht richtig ran kam. Allerdings war es die Ausnahme. Im großen und ganzen war es aber eine gelungene Reitstunde. Meiner Meinung nach.

Die letzten zwei bis drei mal, war es ja eher schlecht als recht. Hatte ich allerdings, muss ich zu geben, da den Kopf auch nicht ganz bei der Sache. Heute aber aufs Pferd gestiegen, Knopf gedrückt, Kopf aus. Was aber wohl zunehmend auch daran liegen dürfte, dass ich Montag die Kündigung abgegeben hatte. Mein Jobwechsel nicht mehr lange hin ist. Und ich mich nun, zunehmend entspanne und auch den Kopf lehr bekomme. Was mich immer wieder fasziniert, wie gut dann meine Reitstunden sind, wenn ich entspannt bin und der Kopf leer ist. Wie sehr sich das doch auf das reiterliche auswirken kann. Wenn es nicht so ist. Sehr faszinierend.

Das Wetter war, um ehrlich zu sein, ja nicht gerade der Brüller. Zum Glück haben wir dort, in der Reitschule, eine Halle. Mir ist sogar richtig warm geworden. Danach habe ich mir aber den Hintern, regelrecht, abgefroren. Obwohl ich mir vor kam wie eine Zwiebel. T-Shirt, Pulli, Weste, Winterjacke, Mütze. Wie soll das nur werden, wenn es richtig Winter ist? Ich komme dann wohl im Ganzkörperkondom.

Außerdem, mit Entsetzten, festgestellt, dass ich gar keine Wintergalloschen für den Stall habe. Das wird wohl ein Problem werden. Ein Problem mit Eisklötzen an den Füßen. Beschlossen im Januar einen Ausflug zu Krämer zu machen. Anständige Winterschuhe müssen her.

Und wenn wir gerade dabei sind, kann ich mir glatt noch einen neuen Reithelm kaufen. Vielleicht ist sogar noch eine Reithose drin, bräuchte ich nämlich auch mal wieder eine neue. So ganz neben bei.

Bis da hin müsste ja auch sämtliches Geld vom Nebenjob auf meinem Konto sein. Vielleicht habe ich ja auch noch das Glück auf ein wenig Weihnachtsgeld. Wobei ich mir beim Weihnachtsgeld nicht ganz so sicher bin. Wir werden sehen, was mein Kontostand nächste Woche sagt. Beziehungsweise ende Dezember. 😉

 

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