Unter Stress

Einleitung, oder so ähnlich

Das ich in meinem Job einem gewissen Stresslevel ausgesetzt bin, ist mir durchaus klar. Das war mir von Anfang an bewusst, auf was ich mich da einlasse. Wobei, inzwischen ist es mir wohl noch bewusster, als es mir damals war, als ich mit jungen 18 Jahren in den sozialen Bereich eingestiegen bin. Mich entschieden habe mit Menschen mit Behinderung zu arbeiten.

Menschen

Jeden Tag habe ich mit Menschen zu tun. Mit Menschen wie jeder andere auch und mit Menschen mit einer Behinderung. Genauer gesagt mit schwerbehinderten Menschen. Und wenn man mit Menschen zu tun hat, ist man, meiner Meinung nach, automatisch einem gewissen Stresslevel ausgesetzt.

Zum einen hat man sich anständig um diejenigen zu kümmern, die einem anvertraut werden. Man ist für deren Gesundheit und Wohlbefinden verantwortlich. Dafür verantwortlich, dass es den zu Betreuenden gut geht. Wenn es nicht so ist, muss ich gegenwirken. Handeln. Aber nicht nur das. Es gehört auch das menschliche dazu. Das ich die Betreuten nicht als Maschinen ansehe. Als vollwertige Menschen und nicht als etwas anderes.

Täglich lasse ich mir neue Dinge einfallen, meist mit einem pädagogischen Hintergedanken, um den Alltag zu gestalten. Die Menschen zu begleiten und ihnen Spaß, Freude und Abwechslung in ihrem Leben zu bieten.

Aber es sind nicht nur die Menschen die ich zu betreuen habe. Muss ich mich auch täglich mit Kollegen auseinander setzten. Die auch ihre Probleme haben können. Auch keine Maschinen sind, denen es vielleicht auch mal nicht so gut geht.

Hinzu kommt die Elternarbeit, mit der ich noch nie viel anfangen konnte. Denn von seiten der Eltern werden auch hohe Erwartungen gestellt. Erwartungen und Vorstellungen wie ihr Kind betreut wird. Wollen diese auch nur das Beste für ihre Kinder. Was natürlich verständlich ist. Aber auch das kann für eine Fachkraft ein Stressfaktor oder eine gewisse Belastung bedeuten.

Andere Faktoren

Aber es gibt auch noch so viele andere Dinge. Manchmal steht man unter Zeitdruck. Hat einen bestimmten Betreuungsschlüssel. Mit dem man auskommen muss. Hat man allerdings Menschen mit gewissen Auffälligkeiten zu betreuen, dann wird es oft zu einer Herausforderung, wenn das Verhalten Kritisch ist. Nach außen mag der Betreuungsschlüssel gut aussehen. Aber Situativ ist es wirklich sehr anstrengend, alles unter einen Hut zu bekommen.

Hinzu kommt immer mehr Dokumentation, die Verlangt wird. Von Kostenträgern, vom Qualitätsmanagement. Oder auch von den Betrieben selber. Nicht zu vergessen um sich selbst abzusicher, sollte doch mal etwas sein. Damit man nachvollziehen kann, warum etwas so passiert ist, wie es eben nun passieren kann.

Ich selbst

…bin im Moment gekonnt unter Strom. Bin gefühlt dauerhaft gestresst und fühle mich Urlaubsreif. Was zum Glück bald der Fall ist. Weihnachten sei dank. Ich futtere derzeit ziemlich viele Süßigkeiten, mein Redbull als auch Nikotinkonsum ist drastisch angestiegen. Was meist ein Anzeichen für ein erhöhtes Stresslevel ist.

Aber nicht nur das. Die Pickel sprießen wie die Wilden und ich verzweifle gerade an sämtlichen Möglichkeiten diese in den Griff zu bekommen. Das Redbull schlägt mir inzwischen auf den Magen und ich bin ziemlich müde.

Zugegeben war es für mich, die letzte Zeit, recht stressig. Hatte oft das Gefühl, es keinem recht machen zu können. Hatte unterschwellig das Gefühl mit der aktuellen Arbeit unzufrieden zu sein. Das Gefühl die falsche Stelle angenommen zu haben. Die mir keinen Spaß macht. Ich falsche Erwartungen hatte.

Bis zu meinem Jobwechsel ist es nicht mehr lange hin. Nur noch knapp 2 Wochen. Hört sich nach wenig an. Momentan kommt es mir vor wie eine Ewigkeit. Aber es ist ein Ende in Sicht.

Diese Woche habe ich, ehrlich gesagt, als besonders Stressig empfunden. So viele Termine die anstanden. Weihnachtsfeier für die zu Betreuenden, was ja eine nette Sache ist, aber für das Betreuungspersonal mit einem gewissen Stress verbunden ist. Gerade dann, wenn es außer Haus ist. Hinzu kam noch die Lehrprobe des Azubis und der Besuch des Nikolauses.

Nun steht, diese Woche, nur noch das Elternfrühstück an. Dort werde ich noch die Bombe platzen lassen, dass ich auf eigenen Wunsch diesen Bereich verlassen werde. Ich bin gespannt wie die Reaktionen ausfallen werden. Einige werden traurig sein. Bei dem ein oder anderen bin ich mir aber fast sicher, dass es sie nicht weiter kratzt. Vermutlich.

Die Hürde werde ich jetzt auch noch nehmen. Und dann ist auch schon bald Urlaub. Zwei Wochen lang. Einfach mal zwei Wochen nichts tun. Nicht weg fahren. Keine Termine. Einfach zu Hause sein. Ausschlafen und erholen. Vielleicht mal auf die Piste gehen. Oder dem Wald einen Besuch abstatten.

Im Urlaub kann ich dann auch wieder in die Sauna. Da habe ich die Freigabe dann wieder. Aktuell kann ich ja nicht, wegen meinem Tattoo das noch nicht so alt ist. Es muss erst noch etwas mehr abheilen. Wegen der Infektionsgefahr. Handelt es sich ja auch bei einem Tattoo um eine Wunde.

 

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