Gut entschieden

Letztlich war meine Entscheidung, die Stelle zu wechseln und eine Teilzeitstelle anzutreten, eine gute Entscheidung. Das muss ich offen zugeben. Auch wenn der ein oder andere es nicht so recht verstanden hat oder es verstehen wollte. Trotzdem war es für mich, in diesem Moment, die bessere Entscheidung, diesen Schritt zu gehen.

Mancher hatte mich entsetzt oder auch verdutzt angesehen. Ja ich habe nach nicht mal einem Jahr den Job hingeworfen und eine 100 % Stelle gegen eine 80 % Stelle habe ich auch noch getauscht. Geregelte Arbeitszeiten werden gegen Schichtbetrieb getauscht. Und im Moment fühle ich mich gut mit der Entscheidung. Finanzielle Nachteile habe ich übrigens auch nicht.

Und ja, ich gebe die Leitung ab und arbeite als Fachkraft. Nur ohne die Leitung. Dadurch habe ich weniger Belastung. In manchen Belangen vielleicht auch weniger Verantwortung. Aber das sei mal dahin gestellt. Schlechter bin ich deswegen jetzt auch nicht. Ich möchte nur keine Leitung mehr machen. Im Moment zumindest nicht. Es ändert sich eben mein Aufgabenbereich.

Habe, endlich mal, einfach auf mein Bauchgefühl gehört. Und es war richtig. Sollte man, ehrlich gesagt, öfter tun. Für mich entschieden, dass es nicht das Richtig war. Vielleicht auch von mir zu viel erwartet. Vielleicht auch zu viel von der Stelle erwartet gehabt. Falsche Vorstellungen verfolgt.

Hatte auch beim letzten Team oft das Gefühl, ich gehöre nicht dazu. Zu oft die Zusammenarbeit nicht für immer sehr optimal empfunden. Was für mich wiederum bedeutet hat, dass ich für mich eine Entscheidung treffen muss.

Ich möchte nicht behaupten, dass alles so übel war. Das wäre glatt gelogen. Es hatte durchaus auch positive Seiten. Zum Beispiel die regelmäßige, freie Zeit am Wochenende. Feiertage frei und keine Nachtschicht.

Trotzdem ist meine Entscheidung, so wie sie gefallen ist, okay. Ich habe die Erfahrung gemacht und für mich für mich entschieden und festgestellt, dass dieser Job der falsche ist. Ich meinen Wirkungsbereich in einer Wohngruppe sehe. Und mich selbst, als festen Bestandteil, des dortigen Teams.

Mich diesem Team zugehörig gefühlt habe und es auch immer noch tue. Dort meinen Platz damals schon gefunden hatte. Zwischendurch aber, vielleicht, auch noch mal andere Luft riechen musste. Um zu realisieren wo ich wirklich hin gehöre.

Ohne darauf zu hören, was die Gesellschaft dazu sagt. Nicht versucht habe, der Gesellschaft so gerecht zu werden, dass ich in die Norm passe. Mich nicht verbiege um anderen Leuten zu gefallen. Letztlich muss ich mir treu bleiben und außer mir, niemandem etwas beweisen.

Wie heißt es so schön: Man weiß immer erst dann, was man an etwas hatte, wenn man es hergegeben hat.

Aber eine Erfahrung war es wert. Und die habe ich gemacht. Daraus auch meine Erkenntnis gefunden.

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