Wie ich Haare färben hasse

Spätestens wenn der Ansatz, für meinen Geschmack, zu sehr ersichtlich ist, bekomme ich den totalen Vogel. Da muss wieder Farbe drauf. Klarer Fall. Eine Zeit lang fand ich färben überaus cool. Inzwischen empfinde ich es eher für total lästig.

Obwohl ich das schon so lange mache, muss ich doch, jedes mal, nachlesen wie lange das Zeug eigentlich einwirken muss. Vergesse es jedes mal. Was Zeitweise auch daran liegen mag, dass es manchmal wirklich unterschiedlich ist. Einmal 45 Minuten, dann wieder nur 35 Minuten und das nächste mal dann doch nur 25. Und da soll man sich dann noch auskennen und den Durchblick behalten.

Kurzsichtig wie ich nun mal bin, schiere ich mir dann, halb blind, die Soße in die Haare. Mit den billigen Handschuhen, die beigefügt sind. Viel zu groß und nicht mal gefühlsecht. Alle paar Meter verrutschen die auch noch und wenns doof läuft, gehen sie auch noch kaputt. So kann ich doch nicht arbeiten!

Während ich dann so vor mich hin schmiere, fällt mir dann, zum gefühlt 100sten mal auf, dass ich keine Vaseline benutzt habe. Nein! Nicht damit es besser flutscht! Bitte die Gedanken aus der Gosse holen! Sofort! DANKE! Nein eigentlich dafür, dass die Farbe nicht auf der Haut haften bleibt und sich besser entfernen lässt.

Dann versucht man, verzweifelt, die Einweghandschuhe aus zu bekommen. Bloß keine Farbe an die Haut bringen! Flopp, schon hat man sie doch irgendwo. Vor lauter Vorsicht. Und Aufgepasse.

Brillenlos setzte ich mich dann, für gewöhnlich, aufs Sofa und warte. Warte auf besseres Wetter. Höre dann mehr Fern als das ich tatsächlich schauen würde. Oder ich stehe direkt vor dem Fernseher. Die Nachbarn werden sich dann wohl auch ihren Teil dabei denken. Sehe ohne Brille ja auch so viel. Und würde ich sie doch anziehen, ist die ganze Brille versaut. Kontaktlinsen wären hier wohl des Rätsels lösen, was mir aber meistens zu spät erst auffällt. Und zu umständlich ises mir meistens auch noch.

Geistesabwesend und von den Chemischen Dämpfen wohl etwas belämmert, kratze ich mich am Kopf, weil es, wieder mal, juckt. Die Handschuhe haben sich somit auch gespart. Herzlichen Glückwunsch.

Nach der Einwirkzeit hänge ich dann, ziemlich ungelenk über dem Waschbecken oder der Dusche. Na toll und das in dem Alter. Da holste dir ja irgendwann nen Bandscheibenvorfall. Toll. Prima. Meine Haare hassen mich dann für gewöhnlich auch noch. Damit hätten wir es also geschafft.

Aber was tut man nicht alles, für die liebe Schönheit. In diesem Atemzug  könnte ich auch gleich noch über Rasieren leicht gemacht schreiben. Und dessen Nebenwirkung. Oder so ähnlich. Ob man das schon als Schönheitswahn abstempeln könnte? Möglich wärs wohl. Und denkbar auch noch. Wunderprächtig. Alles für die Schönheit, oder was?

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3 Gedanken zu “Wie ich Haare färben hasse

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