Ausrüstungsentstandhaltung

Genau so wenig, wie ich es mag Sateldecken und Co zu waschen, mag ich es meine restliche Ausrüstung, alle paar Wochen, in Stand zu setzen. Gehört nicht unbedingt zu meinen liebsten Aufgaben. Aber, wer Pferdebesitzer ist, hat auch dieses Los gezogen. Pferde haben bedeutet so viel mehr, als nur drauf sitzen und los hoppeln.

Die liebe Trense und der gute Sattel wollen regelmäßig gepflegt und gewartet werden. Einmal kurz durchs Wasser ziehen? Denkste. So leicht geht’s dann auch wieder nicht. Wäre ja noch schöner.

Ich fange meistens also mit dem Kleinkram an. Also mit der Trense. Auseinader bauen. Mit Lederseife und etwas Wasser geht es dem dReck an den Kragen. Damit das Leder dann nicht beleidigt ist und Falten bekommt, bekommt es noch eine Fetthaltige Pflegemaske verpasst. So schön geschmeidig. Wenn da nicht die Poren so verstopfen würden und man überall noch Fett raus pulen müsste.

Währenddessen kommt mir dann, dass meine Zügel, wieder mal, mehr schlecht als recht aussehen. Könnte mal neue gebrauchen. Aber sie sind noch nicht kaputt. Also schrubbelt der Geizhals, meiner einer, auch diese, wie eine Tollwütige Hummel ab bis sie wieder ansehnlich aussehen. Geht doch! Wieder 10 € gespart. Geht in die Portokasse.

Aber Moment mal, wenn ich gerade das Gebiss in der Hand habe, wie war das gleich nochmal? Sollte das nicht alle Jahr mal getauscht werden, wegen der Nickelaussetzung? Vielleicht sollte ich mir doch Gedanken machen, mal ein etwas „edleres“ Gebiss zu kaufen. Weiß ja auch nicht. Mal Google fragen, was das so dazu sagt. Mach ich später. Vielleicht. Eventuell.

Als nächstes knöpfe ich mir dann den Sattel vor. Hach wie herrlich! Diese große Fläche! Das geht so schön flott! Die Rechnung habe ich aber ohne die Ritzen gemacht. Wieder mal. Die Pulerei geht von vorne los. Sollte man meinen, ich wüsste es, nach all den Jahren inzwischen besser. Denn auch Sättel verlangen einem, manchmal, beim Putzen alles ab. Seifen und schrubben. Pulen nicht vergessen!

Ob Wattestäbchen oder eine Zahnbürste da helfen könnten? Sollte ich mal probieren. Wäre ein Versuch wert. Gerade ein witziger Gedanke. Ich fahr mal kurz zu DM. Muss noch Sattelputzzeug kaufen. Mit ner Zahnbürste klappts nämlich besser. Zweckentfremdung auf hohem Niveau.

Während dem Fetten bekomme ich dann die Motten. Der Lappen Fusselt. Ich habe die Strupfen vergessen zu putzen. Schei….der Sattel bleib nicht da wo er soll. Das Fett hat schlieren gezogen. Sattel schaut jetzt noch schlimmer aus als vorher. Jammern auf der höchsten Stufe. Was meist darin endet, dass ich nochmal von vorne anfange. Weils mir nicht ordentlich genug ist.

Spätestens nach dieser Aktion bin ich voll und ganz genervt. Aber auch zufrieden. Frau will ja ordentlich unterwegs sein. Auch als Geländereiter. Ein sauberes Pferd, von oben bis unten, ist doch immer das schönste. Bis dieses dann, von Berufswegen her, spätestens nach dem Ritt, in der nächsten Schlammlache liegt und zum Erdferkel mutiert. Zum Glück ohne Ausrüstung. Wäre ja noch schöner. Nach all den Mühen und Strapazen.

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