Die Briefkastenverschwörung I

Detektiv Briefkaste befasste sich erneut mit den Unterlagen des ungelösten Falls der Briefkastenverschörung. Wollte sie es nicht wahr haben das der Fall nicht gelöst wurde. Sie ging damit allerdings ein großes Risiko ein. Denn mit dieser ganzen Aktion setzte sie ihren Job aufs Spiel. Ihr Chef wollte davon nichts mehr hören.

Alles Ammenmärchen und albernes Geschwätz. Hatte er , sogar vor der gesamten Belegschaft, mit sofortigem Rauswurf gedroht, sollte Detektiv Briefkasten noch einmal damit anfangen.

Briefkasten war aber, nach wie vor, davon überzeugt, dass es sich um eine wahre Begebenheit handelte. Schließlich hatte sie bereits selbst eine Begegnung gemacht. Auch wenn sie im schein des Mondes nicht wirklich erkennen konnte, ob es sich tatsächlich um einen Briefkasten gehandelt hatte. War es, damals, schlicht zu dunkel gewesen.

Briefkasten biss beherzt in einen Keks. Wo sollte sie nur anfangen. Die Leute wurden bereits alle befragt. Eine weitere Observation war, zum aktuellen Zeitpunkt, nicht gerade sinnvoll. Wusste sie so oder so nicht, welches Haus sie überhaupt beschatten sollte. Und auf Hilfe von Kollegen brauchte sie auch nicht zu hoffen. Hatten diese zu viel Angst vor dem Boss. Der nicht nur Detektiv Briefkasten mit Sanktionen gedroht hatte, sollte sie den Fall doch wieder aufnehmen. Sondern jedem anderen auch, der nur den Schein erweckte ihr helfen zu wollen.

Somit stand sie alleine da und musste das ganze auch noch heimlich machen. Wenn sie überhaupt dazu kam. Der Boss halste ihr, im Moment, haufenweise Arbeit auf. Angeblich war so viel zu tun. Insgeheim war ihr jedoch klar, dass er sie nur davon abhalten wollte, auf blöde Ideen zu kommen.

Nach ihrem Keks und genügend Grübeleien machte sich Detektiv Briefkasten direkt über den Stapel Akten her, der archiviert werden sollte. Täglich kamen immer mehr davon auf ihren Schreibtisch. Zunehmend hatte Briefkasten das Gefühl niemals im Leben damit fertig zu werden.

Spät kam Briefkasten an diesem Abend nach Hause. Sie war müde und kaputt. Morgen würde ein ähnlich langer Tag auf sie warten. Ein Tag voller Akten, die bearbeitet werden wollten. Am Schreibtisch. Gedankenverloren leerte sie ihren Briefkasten. Ohne zu merken das dieser tropfte und versuchte sie in den Finger zu zwicken.

Erst als sie diesen merkwürdigen Brief in Händen hielt wurde sie stutzig. Auf dem Umschlag stand, in merkwürdig verschnörkelter Schrift, ihr Name geschrieben. Klar und deutlich. Mit zittrigen Fingern öffnete sie ihn. Zog ein dickes Papier heraus, das an Pergament erinnerte. Sie öffnete das Blatt. Am oberen Rand ein Wappen. Das Wappen der Briefkastenvereinigung. Es gab sie also doch. Die Briefkästen. Die Briefkästen mit einem Eigenleben. Was diese nur von ihr wollten?

 

Fortsetzung folgt….

 

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s